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...n 1968 bis 1973 leitete er die Rechtsabteilung des ORF. 1973 wechselte er als Prokurist der Generalvertretung zu Radio Luxemburg (IPA), bis er 1975 zum alleinigen Geschäftsführer von IPA aufstieg. 1982 wurde er Direktor des deutschen Radioprogramms von RTL. 1984 übernahm er die Direktion des Privatfernsehens von RTLplus. Ab 1986 war er Sprecher der Geschäftsführung von RTLplus Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG. Die Geschäftsführung teilte er sich zunächst mit Erich Staake. Als Staake 1991 zu Bertelsmann zurückkehrte, übernahm Thoma die alleinige Geschäftsführung.
"Erfolgreich ist, was gefällt."
Ende 1983 konnte Thoma mit Bertelsmann einen sehr finanzkräftigen Partner gewinnen. Gesellschafter von RTLplus wurden CLT (Compagnie Luxemborgeoise de Télédiffusion S.A.), UFA Film- und Fernseh GmbH , WAZ, Burda Verlag, FAZ, treuhänderisch Deutsche Bank. RTLplus startete 1984 mit schlechten Sendefrequenzen, fehlendem Zuschauerpotential und Mangel an Programmware. Thoma, als einer der ersten Medienmanager, kaufte Sendungen von freien Produzenten, um diese Lücke zu schließen, dies nennt man "lean production". Mit seiner Devise "erfolgreich ist, was gefällt" im Hinterkopf, schuf er zahlreiche Innovationen wie "Explosiv" und der "heiße Stuhl". Pluspunkte erzielte er auch mit der Aufnahme von Informationssendungen ins Programm, wie "Spiegel-TV". Außerdem bewies er ein geschicktes Händchen in der Auswahl seiner Moderatoren, z.B. Thomas Gottschalk, Hans-Joachim Kulenkampff, Karl Dall und Hella von Sinnen. Hohe Einschaltquoten erreichte er außerdem durch die Übertragungsrechte von Bundesliga-Fußballspielen. Die Erotikprogramme, die Thoma ebenfalls ins Programm aufnahm, bescherten RTL zwar ein fragwürdiges Image, aber sie ließen auch die Einschaltquoten steigen. All diese geschickten Schachzüge zeugen von seinem außerordentlichen Gespür für Mediengeschäfte.
RTL bleibt unter Thoma Marktführer
Trotz des Verlustes der Übertragungsrechte der Bundesliga-Fußballspiele 1992, konnte RTL erstmals ARD und ZDF im Kampf um die Marktanteile überholen. Diesen Erfolg nahm Thoma als Anlass, ein seriöseres Programm mit mehr Eigenproduktionen zu starten. Vor allem die Nachrichten wurden ausgebaut und konnten ein größeres Publikum in der jüngeren Generation erreichen. 1994 wurde der Anteil der Eigenproduktionen schon mit 60 % angegeben. 1993 ging RTL 2 als "Reste-Rechteverwerter" auf Sendung. Dieser wurde dann noch mit SuperRTL ergänzt.
RTL blieb unter Thoma ununterbrochen Marktführer des deutschen Privatfernsehens und neben Pro 7 der einzige Privatsender, der Gewinne verzeichnete. Seine Programmgestaltung diente schließlich neben den Privatsendern auch immer mehr den öffentlich-rechtlichen Sendern als Vorbild.
Ende der 90er Jahre war allerdings von einer Generalüberholung RTLs die Rede, da ARD und ZDF deutlich aufholten. Hinzukam, dass seit 1997 die Zusammenarbeit zwischen Thoma und Gesellschafter Bertelsmann nicht mehr zufriedenstellend war. Wegen diesen Unstimmigkeiten zog sich Thoma 1998 vorzeitig aus der RTL-Geschäftsführung zurück. Er übernahm stattdessen den Vorsitz des RTL-Beirates. 1999 erhielt Thoma einen Beratervertrag der CLT-Ufa und zog sich aus dem RTL-Beirat vollständig zurück. Im Mai 1999 übernahm Thoma für ein symbolisches Honorar den Posten des persönlichen Medienberaters des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfahlen, Clement (SPD).
Im Sommer 1999 einigten sich Bertelsmann und Thoma darauf, das Thoma als Berater für neue Arten des Fernsehens in Verbindung mit dem Internet fungieren sollte. 2000 stellte Thoma den Internetdienst "Sportgate" vor. Er kündigte an, dass dieses Internetportal als Kommunikationsplattform für Sportarten im Herbst desselben Jahres online gehen solle. Am 11. Juni 2001 musste "Sportgate" Insolvenz beantragen.
Thoma ganz privat
Privat: Thoma war seit 1994 in dritter Ehe mit seiner luxemburgischen Assistentin Danièle Milbert verheiratet, trennte sich aber 1998. Zur Zeit ist Thoma mit der in Paris lebenden Ärztin Uta Kunz liiert. Sohn Harald stammt aus seiner ersten Ehe.
Auszeichnungen: Bronzener Hermes von "neue medien" als Medienmanager des Jahres 1986, Officier de l'ordre Mérite, Luxemburg (1987), "Medien-Mann 1989" des Branchendienstes "Medientelegramm", Goldene Kamera 1990, Neven-Du-Mont-Medaille 1990, Bambi 1990, Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien 1991, Deutscher Medienpreis, International Emmy Award 1994, Ehrenprofessor des Landes Österreichs 1995, Offizier der luxemburgischen Eichenlaubkrone 1997, "Ehren-Nymphe" des Fernesehfestivals Monte Carlo für seine außerordentlichen Leistungen 1999.
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