Zhang Jun
Vorstände treffen Entscheidungen in Bezug auf Kapital und Lieferketten in China auf der Grundlage von Informationen, die größtenteils aus zweiter Hand stammen. Westliche Kommentare schwanken zwischen optimistischen und pessimistischen Einschätzungen, ohne nah genug am politischen Apparat Pekings zu sein, um zu erkennen, in welche Richtung die Entwicklung tatsächlich geht. Die Kosten einer falschen Einschätzung zeigen sich mittlerweile in den Protokollen der Investitionsausschüsse und nicht in wissenschaftlichen Abhandlungen.
Zhang Jun ist Dekan der Wirtschaftsfakultät der Fudan-Universität und einer der wenigen chinesischen Makroökonomen, die die Regierung von Shanghai beraten, die Führung in Peking informieren und diese Sichtweise für ausländische Vorstände vermitteln, die über ihr Engagement in China nachdenken.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Zhang Jun zusammenarbeiten
- Er analysiert Chinas Wirtschaft aus der Perspektive des politischen Apparats, ist Mitglied des Sonderbeirats der Stadtverwaltung von Shanghai und hat Premierminister Li Keqiang im Jahr 2015 persönlich beraten.
- Seine These in „End of Hyper Growth in China?“ (Palgrave, 2016) ist eine konkrete, fundierte Gegenposition zu den chinesischen Konsumdaten und strukturellen Ungleichgewichten, keine bloße Tendenzprognose.
- Er wurde 2018 mit dem Bergson-Preis der Association for Comparative Economic Studies ausgezeichnet, der anerkannten Auszeichnung des Fachgebiets für fundierte vergleichende Arbeiten zu Transformationswirtschaften.
- Er hatte Gastprofessuren an der LSE, in Harvard, Yale, an der SOAS und am UNU-WIDER inne, sodass er für ein westliches, analytisch orientiertes Publikum schreibt und spricht, ohne dabei den Blick aus dem Inneren Chinas zu verlieren.
- Seit 2005 hat er 70 Kommentare für Project Syndicate verfasst und schreibt regelmäßig Beiträge für die „South China Morning Post“ sowie für die Agenda des Weltwirtschaftsforums, was bedeutet, dass seine Sichtweise für hochrangige internationale Leser bereits gut nachvollziehbar ist.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Dekan der School of Economics der Fudan-Universität; Cheung-Jiang-Professor für Wirtschaftswissenschaften.
- Gründungsdirektor des China Center for Economic Studies (CCES) an der Fudan-Universität.
- Mitglied des Sonderbeirats der Stadtverwaltung von Shanghai.
- Bergson-Preis (2018) der Association for Comparative Economic Studies; China Economics Innovation Prize (2015) gemeinsam mit Justin Yifu Lin und Fan Gang.
- Autor von „End of Hyper Growth in China?“ (Palgrave Macmillan, 2016) und „Unfinished Reforms of the Chinese Economy“ (World Scientific, 2013).
- Seit 2005 Kolumnist bei Project Syndicate; schreibt für die SCMP und das Weltwirtschaftsforum.
Biografie
Die meisten ausländischen Einschätzungen der chinesischen Wirtschaft basieren auf Datenveröffentlichungen, Exportzahlen und einer Handvoll viel zitierter westlicher Analysten. Zhang Juns Sichtweise basiert auf Insiderwissen. Er ist Mitglied des Sonderbeirats der Stadtverwaltung von Shanghai und gehörte 2015 zu den drei Ökonomen, die für einen direkten Dialog mit Premierminister Li Keqiang über die makroökonomische Politik ausgewählt wurden.
Als Dekan der Wirtschaftsfakultät der Fudan-Universität und Gründungsdirektor des China Center for Economic Studies leitet er eine der seriösesten institutionellen Plattformen auf dem chinesischen Festland zur Analyse des Wachstumsmodells des Landes. Sein 2016 bei Palgrave erschienenes Buch „End of Hyper Growth in China?“ lieferte ein konkretes Gegenargument zu der weit verbreiteten Ansicht, dass Chinas Abhängigkeit von Investitionen und geringem Konsum das Wachstum des Landes untragbar mache. Der Bergson-Preis 2018 der Association for Comparative Economic Studies würdigte seine vergleichende Arbeit auf diesem Gebiet.
Zhang veröffentlicht sowohl für ein internationales als auch für ein chinesisches Publikum. Seit 2005 ist er Kolumnist bei Project Syndicate, wo er mehr als 70 Kommentare verfasst hat, und schreibt für die „South China Morning Post“ sowie das Weltwirtschaftsforum. Dank seiner Gastprofessuren an der LSE, in Harvard, Yale, an der SOAS und am UNU-WIDER in den letzten zwei Jahrzehnten beherrscht er die analytische Sprache westlicher Investitionsausschüsse und kann gleichzeitig Pekings politische Schritte direkt an der Quelle einschätzen.
Dies bietet einem Vorstand etwas Seltenes: eine Stimme zum Thema China, die weder jubelnd noch katastrophistisch ist, die selbst in der politischen Debatte mitmischt und die einem ausländischen Publikum vermitteln kann, welche Signale für Strukturreformen aus Peking echt und welche rein rhetorisch sind.
Wichtige Vortragsthemen
- Chinas Wachstumsmodell und die Wirtschaft nach dem Hyperwachstum
- Strukturreformen und die politische Ausrichtung Pekings
- Chinesischer Konsum, Ersparnisse und Nachfrage der privaten Haushalte
- Angebotsseitige Reformen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit
- China und die Weltwirtschaft: Handel, Kapital, Lieferketten
- Shanghai und die Rolle der regionalen Governance bei den Reformen in China
Ideal für
- Vorstände und Investitionsausschüsse, die ein Engagement in China erwägen oder ihre regionale Strategie neu ausrichten
- Finanzvorstände und Strategieleiter in Unternehmen mit erheblichen China-bezogenen Lieferketten oder Umsätzen
- Banken, Vermögensverwalter und staatliche Investoren mit aktiven China-Engagements
- Führende Vertreter aus Politik und Verwaltung, die mit chinesischen Partnern zusammenarbeiten
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein konkretes Verständnis dafür, was die aktuellen Reformsignale aus Peking tatsächlich für die Kapitalallokation in China bedeuten
- Ein klareres Verständnis dafür, welche westlichen Narrative über den chinesischen Konsum, die Verschuldung und das Wachstum übertrieben sind und welche stichhaltig sind
- Direkte Einblicke in die Sichtweise der politischen Entscheidungsträger in Shanghai hinsichtlich Reformprioritäten und ausländischer Investitionen
- Bessere Fragen für die nächste Diskussion über die China-Strategie auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene