Chris Goodall
Jedes große Unternehmen hat sich zur Netto-Null-Bilanz verpflichtet. Nur sehr wenige verfügen jedoch über eine glaubwürdige technologische Roadmap, die diese Verpflichtung untermauert. Die Kluft zwischen erklärten Zielen und investitionsreifen Maßnahmen ist der Punkt, an dem Vorstände am stärksten gefährdet sind – durch behördliche Kontrollen, das Risiko gestrandeter Vermögenswerte und den Reputationsverlust aufgrund von Verpflichtungen, die nicht nachgewiesen werden können. Zu verstehen, welche Dekarbonisierungstechnologien einsatzbereit sind, welche noch ein Jahrzehnt entfernt sind und welche in großem Maßstab nicht realisierbar sind, ist mittlerweile eine Aufgabe auf Vorstandsebene und keine Frage für das Nachhaltigkeitsteam.
Chris Goodall ist Autor, Analyst für saubere Energien und Anlageberater. Seine Bücher und Forschungsarbeiten helfen Unternehmen und Investoren dabei, die Lücke zwischen Netto-Null-Zielen und den Technologien, mit denen diese tatsächlich erreicht werden können, zu schließen.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Chris Goodall zusammenarbeiten
- Sein Buch „Possible: Ways to Net Zero“ bietet eine sektorbezogene Analyse von 16 konkreten technischen Herausforderungen – von der Speicherung von grünem Wasserstoff bis hin zur Dekarbonisierung von Stahl und Zement – und liefert Führungsteams eine strukturierte, faktenbasierte Darstellung dessen, was die Erreichung der Netto-Null-Ziele tatsächlich erfordert, und nicht nur dessen, was damit angestrebt wird.
- Er ist Mitglied des Beirats des Pictet Clean Energy Fund in Genf und berät institutionelle Anleger zu den Technologien, die er erforscht und über die er schreibt – seine Sichtweise wird davon geprägt, worauf ernsthafte Investoren tatsächlich setzen, und nicht von politischer Lobbyarbeit.
- „Carbon Commentary“ – sein seit Langem erscheinender Newsletter, der Teil des Guardian Environment Network ist – verfolgt seit über einem Jahrzehnt unabhängig Daten zum Einsatz sauberer Energien in der Praxis. Führungskräfte und Investoren betrachten ihn eher als Überprüfung der Behauptungen der Branche denn als Quelle für werbliche Kommentare.
- „Ten Technologies to Fix Energy and Climate“ wurde als eines der „FT Books of the Year“ ausgezeichnet und hat damit bewiesen, komplexe Energiesysteme in Analysen zu übersetzen, auf deren Grundlage auch ein ernsthaftes Laienpublikum handeln kann.
- Er befasst sich mit Sektoren, in denen Emissionsminderungen nur schwer zu erreichen sind – Luftfahrt, Landwirtschaft, Schwerindustrie –, in denen die meisten Berater hochgesteckte Ziele formulieren; Goodall hingegen setzt sich mit konkreten Technologien und den Realitäten ihrer Umsetzung auseinander.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Autor von sieben Büchern zu Energie und Klima, die im Laufe von 17 Jahren erschienen sind, wobei „Possible: Ways to Net Zero“ (Profile Books, 2024) das jüngste ist
- „Ten Technologies to Fix Energy and Climate“ wurde als eines der „FT Books of the Year“ ausgezeichnet
- „What We Need to Do Now“ wurde für den Wainwright-Preis 2020 für Literatur zum Thema globaler Naturschutz nominiert
- Mitglied des Beirats des Pictet Clean Energy Fund, Genf
- Herausgeber von „Carbon Commentary“ – einem seit langem erscheinenden Newsletter und einer Website zur Energiewende, die Teil des Guardian Environment Network sind
- Autor für „The Guardian“, „The Independent“ und „The Ecologist“
- Absolvent der University of Cambridge und der Harvard Business School (MBA)
Biografie
Chris Goodall beschäftigt sich seit fast zwei Jahrzehnten mit der Energiewende – nicht als einen Trend, den es zu beschreiben gilt, sondern als eine Reihe konkreter, lösbarer technischer und wirtschaftlicher Probleme. Sein jüngstes Buch, „Possible: Ways to Net Zero“ (Profile Books, 2024), führt diese Argumentation zu ihrem logischen Schluss: Es zeigt 16 unterschiedliche Herausforderungen auf dem Weg zur CO₂-Neutralität auf, von der Dekarbonisierung von Stahl und Zement bis hin zur Speicherung von grünem Wasserstoff und klimaresilienter Landwirtschaft.
Diese analytische Disziplin wird an realem Kapital gemessen. Goodall ist Mitglied des Beirats des Pictet Clean Energy Fund in Genf, wo institutionelle Anleger Geld in die von ihm untersuchten Technologien investieren. Diese Position sorgt dafür, dass seine Arbeit stets an dem ausgerichtet ist, was heute wirtschaftlich realisierbar ist – und nicht an dem, was vielleicht in einem Jahrzehnt realisierbar sein könnte. Die meisten Kommentare zur Energiewende lassen diesen Unterschied außer Acht.
Seine Plattform „Carbon Commentary“ – Teil des Guardian Environment Network – erfasst seit über einem Jahrzehnt unabhängig Daten zum Einsatz sauberer Energien. Sie hat sich gerade deshalb eine Leserschaft unter Führungskräften und Investoren erobert, weil sie keine Unternehmens- oder Beratungsposition vertritt. „Ten Technologies to Fix Energy and Climate“ wurde von der Financial Times als eines der Bücher des Jahres ausgezeichnet; „What We Need to Do Now“ stand auf der Shortlist für den Wainwright-Preis 2020 für Literatur zum Thema globaler Naturschutz.
Goodall studierte an der Universität Cambridge und hat einen MBA der Harvard Business School. Er bietet einem Publikum auf Vorstandsebene etwas, was in der Debatte um die Energiewende selten zu finden ist: eine unabhängige, datengestützte Darstellung dessen, was technisch und finanziell machbar ist – und was nicht.
Wichtige Vortragsthemen
- Wege zur Netto-Null und Transformation des Energiesystems
- Technologien zur Dekarbonisierung: Wasserstoff, Speicherung, Ausbau erneuerbarer Energien
- Schwer zu dekarbonisierende Sektoren: Stahl, Zement, Luftfahrt, Landwirtschaft
- Investitionen in saubere Energie und Technologiereife
- Klimapolitik, Regulierung und Unternehmensstrategie
- Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur
- Netzinfrastruktur und die Grenzen der Energiewende
Ideal für
- Vorstände und Führungsteams, die glaubwürdige Netto-Null-Strategien entwickeln
- Investoren aus den Bereichen Energie, Infrastruktur und Nachhaltigkeit
- Nachhaltigkeitsvorstände und ESG-Verantwortliche in energieintensiven Branchen
- Strategievorstände und Transformationsverantwortliche, die sich mit den finanziellen Auswirkungen der Dekarbonisierung auseinandersetzen
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein klareres Bild davon, welche Dekarbonisierungstechnologien einsatzbereit sind und welche noch spekulativ bleiben
- Ein realistisches, branchenspezifisches Verständnis dafür, was die Erreichung der Netto-Null-Ziele operativ tatsächlich erfordert
- Mehr Sicherheit bei der Bewertung von Investitionsversprechen im Bereich sauberer Energien anhand unabhängiger Belege
- Einblick in die politischen und regulatorischen Risiken, die den Zeitplan der Energiewende beeinflussen
- Ein Rahmenkonzept für den Übergang von unternehmerischen Klimazielen zu glaubwürdigen, technologisch fundierten Maßnahmen