Martin Baily
Kapitalentscheidungen werden vor dem Hintergrund stagnierender Produktivität, umstrittener Finanzregulierung und des Ausbaus generativer KI getroffen, deren makroökonomischer Nutzen noch nicht erwiesen ist. Vorstände müssen die politischen Rahmenbedingungen richtig einschätzen und die Auswirkungen in ihren operativen Annahmen berücksichtigen. Die Schwierigkeit besteht darin, dauerhafte strukturelle Veränderungen von konjunkturellen Schwankungen und politischem Theater zu unterscheiden.
Martin Baily ist ehemaliger Vorsitzender des US-Wirtschaftsberaterstabs und Senior Fellow bei Brookings. Er setzt Themen wie Produktivität, Finanzregulierung und KI-Politik in konkrete operative Implikationen um, auf deren Grundlage Führungskräfte handeln können.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Martin Baily zusammenarbeiten
- Er hatte den Posten inne, von dem aus der US-Präsident in Wirtschaftsfragen beraten wird. Nur wenige Referenten können aus dieser Perspektive beschreiben, wie Makropolitik, Finanzregulierung und Produktivität tatsächlich miteinander verflochten sind.
- Seine derzeitige Arbeit am Brookings Institute gemeinsam mit Ökonomen des Federal Reserve Board zum Thema generative KI als Allzwecktechnologie liefert Vorständen eine nüchterne, faktenbasierte Einschätzung der Produktivitätsproblematik – losgelöst von den Darstellungen der Anbieter und Beratungsunternehmen.
- Dank seiner zwanzigjährigen Tätigkeit am McKinsey Global Institute im Bereich der länderübergreifenden Produktivitätsforschung kann er einem europäischen Vorstand anhand von Daten verdeutlichen, inwiefern sich dessen Wachstumsproblem von dem der USA unterscheidet.
- Als Co-Vorsitzender der „Financial Regulatory Reform Initiative“ des Bipartisan Policy Center und Mitglied der Squam Lake Group betrachtet er die Agenda der Finanzregulierung aus der Perspektive eines Praktikers und nicht aus der eines Lobbyisten.
- Seine Veröffentlichungen, von „Innovation and the Productivity Crisis“ bis hin zu „Transforming the European Economy“, bieten Kunden eine fundierte These, auf die sie sich beziehen können – und nicht nur eine Präsentation.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Vorsitzender des President’s Council of Economic Advisers von 1999 bis 2001 und Kabinettsmitglied unter Präsident Bill Clinton.
- Senior Fellow Emeritus an der Brookings Institution; Inhaber des Bernard-L.-Schwartz-Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik.
- Mitautor von „Transforming the European Economy“ (Peterson Institute, 2004), ausgezeichnet als „Choice Outstanding Academic Title 2005“.
- Mitautor von „Innovation and the Productivity Crisis“ (Brookings Institution Press, 1988).
- Leiter des Global Institute von McKinsey & Company (1996 bis 1999); seit 2002 Senior Advisor beim McKinsey Global Institute.
- Co-Vorsitzender der „Financial Regulatory Reform Initiative“ des Bipartisan Policy Center; Seniorberater der Albright Stonebridge Group.
Biografie
Das Produktivitätswachstum ist die Variable, die darüber entscheidet, ob Löhne steigen können, Schulden tragbar sind und Kapital Rendite abwirft. In den meisten Industrieländern ist es seit zwei Jahrzehnten schwach, und die Gründe dafür sind umstritten. Martin Baily hat seine Karriere inmitten dieser Debatte verbracht – im Weißen Haus, am McKinsey Global Institute und bei Brookings.
Von 1999 bis 2001 war er Vorsitzender des Wirtschaftsberaterstabs von Präsident Clinton und gehörte dem Rat seit 1994 an. Er hat den Bernard-L.-Schwartz-Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Brookings Institution inne und ist Senior Advisor beim McKinsey Global Institute, wo er Ende der 1990er Jahre als Principal an den wegweisenden vergleichenden Produktivitätsstudien des Instituts mitwirkte.
Seine gemeinsam verfassten Bücher „Innovation and the Productivity Crisis“ mit Alok Chakrabarti und „Transforming the European Economy“ mit Jacob Funk Kirkegaard legen eine einheitliche These dar: Produktivitätsschwäche ist selten ein einzelnes mechanisches Problem; sondern sie ist das kumulative Ergebnis einer schwachen Innovationsverbreitung, geschützter Marktführer und einer Politik, die den Stillstand subventioniert. Das Buch über Europa wurde 2005 als „Choice Outstanding Academic Title“ ausgezeichnet.
In jüngsten Arbeiten bei Brookings untersucht er gemeinsam mit den Ökonomen David Byrne und Eugenio Soto vom Federal Reserve Board sowie seinem Brookings-Kollegen Aidan Kane, ob generative KI als Allzwecktechnologie einzustufen ist und wo – im Finanzsektor und anderen Branchen – die Produktivitätsdividende tatsächlich zum Tragen kommen wird. Er ist Co-Vorsitzender der „Financial Regulatory Reform Initiative“ des Bipartisan Policy Center und Mitglied der Squam Lake Group, einer Gruppe von Finanzökonomen, die sich mit systemischen Risiken und Reformen befassen.
Wichtige Vortragsthemen
- Produktivitätswachstum in den USA und weltweit
- Finanzregulierung und systemische Risiken
- Die makroökonomischen Argumente für generative KI
- US-Wirtschaftspolitik und die Aussichten für den Bundeshaushalt
- Europäische Wettbewerbsfähigkeit und Strukturreformen
- Sozialversicherung und Rentenreform
Ideal für
- Vorstände und Prüfungsausschüsse, die Finanzregulierung und Makrorisiken in ihre Strategie einbeziehen
- Finanzvorstände und Chefökonomen bei Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern
- Führungskräfte aus den Bereichen Politik und Regierungsangelegenheiten, die die US-Wirtschaftspolitik verfolgen
- Führungskräfte in den Bereichen Strategie und Transformation, die den Business Case für KI-gestützte Produktivitätssteigerung entwickeln
Lernergebnisse für die Teilnehmer
- Ein klares Verständnis darüber, woher Produktivitätswachstum tatsächlich stammt – und wo nicht
- Eine fundierte Einschätzung darüber, welche Produktivitätsversprechen generativer KI durch Belege gestützt werden und welche nicht
- Eine fundierte Perspektive auf die aktuelle Agenda der US-Finanzaufsicht und deren Auswirkungen auf Kapital und Risiko
- Ein Vergleichsrahmen für die Wachstumsentwicklung in Europa und den USA sowie die politischen Maßnahmen, die diese beeinflussen