Robert Shiller
Entscheidungen zur Kapitalallokation werden vor dem Hintergrund von Vermögenspreisen getroffen, die von den Fundamentaldaten losgelöst zu sein scheinen, wobei sich die Zyklen bei Immobilien, Aktien und Krediten ebenso sehr von Marktgerüchten wie von Zahlen leiten lassen. Vorstände benötigen eine Möglichkeit, diese Gerüchte zu erkennen, bevor sie sich ausbreiten, sowie einen Rahmen, um verlässliche Signale von kollektiven Annahmen zu unterscheiden. Die entscheidende Frage ist die Bewertung des Risikos, wenn Standardmodelle dieses Risiko immer wieder falsch bewerten.
Robert Shiller ist ein Wirtschaftswissenschaftler an der Yale University und Nobelpreisträger von 2013, der Vorständen und Investoren vermittelt, wie sie Blasen, Narrative und die Verhaltensfaktoren, die die Vermögenspreise beeinflussen, richtig deuten können.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Robert Shiller zusammenarbeiten
- Er verfügt über eine auf Nobelpreisniveau stehende empirische Autorität in Bezug auf Vermögensblasen, Immobilienzyklen und Aktienbewertung – also genau jene Fragen, mit denen sich ein Vorstand konfrontiert sieht, wenn er darüber entscheidet, ob er am Höhepunkt eines Zyklus Kapital investieren soll.
- Er hat die Blasen benannt, die andere übersehen haben. In „Irrational Exuberance“ warnte er vor dem Dotcom-Höhepunkt im Jahr 2000 und dem Immobilienhoch vor der Subprime-Krise – beides Prognosen, die heute allgemein bekannt sind.
- Er liefert Führungskräften Indikatoren, die sie tatsächlich nutzen können, darunter die S&P/Case-Shiller-Immobilienpreisindizes und das CAPE-Verhältnis – beides gehört zum Standard-Instrumentarium professioneller Anleger.
- Seine Arbeit zur „Narrative Economics“ bietet Vorständen einen strukturierten Ansatz, um zu verstehen, wie Geschichten Märkte und das Verbraucherverhalten beeinflussen – was entscheidend ist, wenn sich die Stimmung schneller ändert als die Fundamentaldaten.
- Er ist einer der wenigen Makroökonomen, die die Verhaltensökonomie in den Mainstream integriert haben, und ist Mitautor der Bücher „Animal Spirits“ und „Phishing for Phools“ zusammen mit George Akerlof.
Biografische Höhepunkte
- Sterling-Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Yale University und Fellow am International Center for Finance der Yale School of Management.
- Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 2013, gemeinsam mit Eugene Fama und Lars Peter Hansen.
- Mitentwickler der S&P/Case-Shiller-Immobilienpreisindizes und des zyklisch bereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnisses (CAPE / Shiller PE).
- Autor von „Irrational Exuberance“, „Narrative Economics“, „Animal Spirits“, „Phishing for Phools“, „Finance and the Good Society“ und „The New Financial Order“.
- Regelmäßiger Kolumnist bei Project Syndicate und ehemaliger Kolumnist der Rubrik „Economic View“ der New York Times.
- „Narrative Economics“ wurde von der Financial Times zum besten Buch des Jahres 2019 gekürt.
Biografie
Vermögenspreise neigen dazu, sich lange bevor jemand von einer Blase spricht, von den Fundamentaldaten zu lösen. Die Herausforderung für Vorstände und Investoren besteht darin, diesen Moment zu erkennen, fundierte Überzeugungen von kollektiven Erzählungen zu unterscheiden und entsprechend zu handeln. Dieses Problem hat Robert Shillers Berufsleben als empirischer Ökonom geprägt.
Shiller ist Sterling-Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Yale University und Fellow am International Center for Finance der Yale School of Management. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2013, den er sich mit Eugene Fama und Lars Peter Hansen teilte, würdigte seine empirische Analyse von Vermögenspreisen, darunter die Arbeit, die zeigt, dass sich Aktienkurse weit stärker bewegen, als es die Dividenden rechtfertigen. Die Implikationen für die Kapitalmärkte haben das Bewertungsdenken einer ganzen Generation geprägt.
Seine Infrastruktur ist fester Bestandteil des Instrumentariums seriöser Anleger. Die gemeinsam mit Karl Case entwickelten S&P/Case-Shiller-Hauspreisindizes wurden zur Referenzreihe für den US-Wohnungsmarkt und zur Grundlage für CME-Futures. Das gemeinsam mit John Campbell entwickelte zyklisch bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis (CAPE) gab Aktienanlegern eine Bewertungsperspektive für lange Zyklen an die Hand. „Irrational Exuberance“, erstmals im Jahr 2000 veröffentlicht, prognostizierte den Höhepunkt der Dotcom-Blase in Echtzeit und wurde aktualisiert, um die Immobilienblase vor der Subprime-Krise zu identifizieren.
Seine späteren Arbeiten bewegten sich in ein Gebiet, das die meisten Makroökonomen meiden. „Animal Spirits“ und „Phishing for Phools“, beide gemeinsam mit George Akerlof verfasst, brachten verhaltensökonomische und psychologische Kräfte in die Mainstream-Makroökonomie ein. „Narrative Economics“, ein Best Book der Financial Times aus dem Jahr 2019, legte dar, dass die Geschichten, die Menschen sich gegenseitig über Geld und Märkte erzählen, die Ergebnisse ebenso stark beeinflussen wie die Zahlen. Für Führungskräfte ist das die praktische Frage: Welche Narrative bewegen derzeit das Kapital, und welche stehen kurz vor dem Zusammenbruch?
Wichtige Vortragsthemen
- Vermögenspreise und Marktbewertung
- Immobilienmärkte und Preiszyklen
- Verhaltensökonomie
- Narrative Ökonomie
- Blasen und finanzielle Volatilität
- Makroökonomische Risiken und Prognosen
- Innovation in der Finanzwirtschaft und im Risikomanagement
Ideal für
- Vorstände und Investitionsausschüsse, die Kapitalallokationsentscheidungen unter Unsicherheit hinsichtlich Konjunkturzyklen und Bewertungen treffen
- Finanzvorstände, CIOs und Leiter der Treasury-Abteilungen bei Banken, Vermögensverwaltern und Versicherern
- Führende politische Entscheidungsträger, Vertreter von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, die sich mit Finanzstabilität befassen
- Führungskräfte aus den Bereichen Immobilien, Hypotheken und Wohnungsbaufinanzierung
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein klareres Verständnis dafür, wo sich die aktuellen Vermögenspreise im Verhältnis zu langfristigen Bewertungsbenchmarks wie dem CAPE befinden
- Ein praktisches Verständnis dafür, wie sich Narrative und Stimmung in messbares Marktverhalten umsetzen
- Ein präziserer Rahmen, um die Dynamik von Blasen zu erkennen, bevor sie sich umkehren
- Anwendung der Verhaltensökonomie auf konkrete Entscheidungen in den Bereichen Immobilien, Aktien und Kredite
- Direkter Zugang zu den empirischen Belegen hinter den mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Arbeiten zur Preisbildung von Vermögenswerten
Vorträge
Untersucht die psychologischen und narrativen Kräfte, die die Marktvolatilität antreiben, und was Anleger und Vorstände tun können, um diese frühzeitig zu erkennen.
Wichtige Erkenntnisse:
- Wie sich Vermögensblasen bilden und wie Frühindikatoren in der Regel aussehen
- Die Rolle von Narrativen und gemeinsamen Überzeugungen bei der Abkopplung der Kurse von den Fundamentaldaten
- Praktische Bewertungsrahmen, die Anleger über Konjunkturzyklen hinweg nutzen können
Zeigt, wie virale Geschichten über Geld, Märkte und die Wirtschaft das Verbraucherverhalten, Investitionsentscheidungen und politische Ergebnisse beeinflussen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum Narrative als eigenständige wirtschaftliche Ereignisse fungieren
- Methoden zur Erfassung, welche Geschichten an Bedeutung gewinnen und welche an Bedeutung verlieren
- Auswirkungen auf Kommunikation, Markenbildung und Investor Relations
Untersucht, wie Finanzinnovationen, Risikomanagement und Technologie neue Instrumente für die Verteilung und Bepreisung von Risiken schaffen.
Wichtige Erkenntnisse:
- Wo die Finanzbranche den Schutz auf Bereiche ausweiten kann, die sie in der Vergangenheit vernachlässigt hat
- Die Risiken, die durch neue Finanzprodukte und -plattformen entstehen
- Eine langfristige Perspektive auf die Rolle der Finanzwirtschaft im Dienste der Gesamtwirtschaft
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