Myron Scholes
Risikoverteilungen verändern sich unter Stress. Am stärksten verschieben sie sich in den entscheidenden Momenten, wenn die auf ruhigeren Märkten entwickelten Modelle versagen. Vorstände und Anlageausschüsse müssen weiterhin Kapital binden, ohne einen klaren Überblick darüber zu haben, was auf sie zukommt.
Myron Scholes, Mitentwickler der Black-Scholes-Formel und Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, unterstützt Vorstände und Führungskräfte im Investmentbereich dabei, Risiken und die Grenzen von Finanzmodellen klar zu erkennen.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Myron Scholes zusammenarbeiten
- Er hat das Rahmenwerk mitentwickelt. Das Black-Scholes-Modell ist sein eigenes Werk und wird täglich von Händlern und Risikomanagern auf den globalen Märkten zur Bewertung von Derivaten genutzt.
- Nur wenige Wissenschaftler haben sowohl den Erfolg als auch das Scheitern der modellgesteuerten Finanzwelt erlebt. Scholes war Partner bei Long-Term Capital Management, als das Unternehmen 1998 zusammenbrach und durch eine von der Federal Reserve koordinierte Rettungsaktion gerettet wurde. Das macht ihn scharfsinniger in Bezug auf Hebelwirkung und darauf, was quantitative Modelle übersehen.
- Er verwaltet nach wie vor Geld. Als Chief Investment Strategist bei Janus Henderson Investors trägt Scholes heute zu realen Portfolios für institutionelle Kunden bei.
- Er tritt mit einer bereits etablierten Glaubwürdigkeit in den Führungsetagen der Finanzwelt und der Politik auf. Der Nobelpreis von 1997 und die Mitautorenschaft an „Taxes and Business Strategy“, einem Standardwerk für MBA-Studiengänge, das mittlerweile in der fünften Auflage erscheint, sorgen dafür, dass das Publikum sich sofort auf den Inhalt einlässt.
- Sein zentrales Argument: Risikoverteilungen verschieben sich im Laufe der Zeit, und die gängige Praxis, sie als feststehend zu betrachten, unterschätzt, was passieren kann. Diese Position unterscheidet seine aktuellen Kommentare von den meisten quantitativen Lehrmeinungen.
Wichtige Stationen seiner Biografie
- Mitentwickler des Black-Scholes-Optionspreismodells zusammen mit Fischer Black, veröffentlicht 1973 im Journal of Political Economy.
- Preisträger des Sveriges-Riksbank-Preises für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel 1997, gemeinsam mit Robert C. Merton.
- Frank E. Buck Professor für Finanzwesen (emeritiert) an der Stanford Graduate School of Business; zuvor Lehrstühle an der MIT Sloan School of Management und der University of Chicago Booth School of Business.
- Chef-Anlagestratege bei Janus Henderson Investors und Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats bei Stamos Partners.
- Mitautor von „Taxes and Business Strategy“, einem Pearson-MBA-Lehrbuch, das mittlerweile in der fünften Auflage erscheint.
- Geschäftsführer und Kommanditist bei Long-Term Capital Management; Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.
Biografie
Ein Großteil der modernen Finanzwelt basiert auf einer einzigen Gleichung. Die 1973 im Journal of Political Economy veröffentlichte Black-Scholes-Formel bot Händlern und Unternehmen eine systematische Methode zur Bewertung von Optionen und anderen Derivaten. Sie veränderte die Art und Weise, wie Derivate bewertet und Risiken auf den globalen Märkten abgesichert werden. Myron Scholes verfasste sie gemeinsam mit Fischer Black.
Für diese Arbeit erhielt Scholes 1997 gemeinsam mit Robert C. Merton den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Die Königlich Schwedische Akademie würdigte eine Methode, die den Weg für neue Finanzinstrumente und ein effizienteres Risikomanagement geebnet hatte.
Der Nobelpreis galt der Formel. Die härtere Lektion ergab sich aus dem, was danach geschah. Von 1994 bis 1998 war Scholes Partner bei Long-Term Capital Management, dem von John Meriwether gegründeten Hedgefonds, der mit hochrangigen Wissenschaftlern besetzt war, darunter auch Merton. Die anfänglichen Renditen lagen bei über 40 Prozent pro Jahr. Nachdem Russland 1998 zahlungsunfähig wurde, wirkten sich Hebelwirkung und Korrelation nachteilig auf den Fonds aus, und er musste durch eine von der Federal Reserve Bank of New York koordinierte Rettungsaktion in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar gerettet werden.
In den Jahren seitdem hat Scholes eine vorsichtigere Sichtweise auf die Märkte entwickelt, als seine frühen Modelle vermuten ließen. Er argumentiert, dass sich die Risikoverteilung selbst im Laufe der Zeit verändert und dass es der zentrale Fehler vieler gängiger Praktiken ist, sie als stabil zu betrachten. Als Chief Investment Strategist bei Janus Henderson Investors wendet er diese Sichtweise auf reale Portfolios für institutionelle Kunden an. Er ist weiterhin Frank E. Buck Professor of Finance (emeritiert) an der Stanford Graduate School of Business und Mitautor des Buches „Taxes and Business Strategy“, das mittlerweile in der fünften Auflage erschienen ist.
Wichtige Vortragsthemen
- Risiko und Unsicherheit an den Finanzmärkten
- Derivatebewertung und das Black-Scholes-Modell
- Anlageentscheidungen und Portfoliokonstruktion
- Anlagenbewertung und Kapitalmärkte
- Steuerplanung und Unternehmensfinanzstrategie
- Anreize und Marktverhalten
- Lehren aus Finanzkrisen und Modellversagen
Ideal für
- Chief Investment Officers und Mitglieder von Anlageausschüssen bei institutionellen Anlegern und Vermögensverwaltern
- Vorstände und Risikoausschüsse im Bank-, Versicherungs- und Vermögensverwaltungssektor
- Leitende politische Berater und Regulierungsbehörden, die für die Finanzstabilität zuständig sind
- Unternehmensfinanzvorstände und Finanzmanager, die für Kapitalallokation und Absicherung zuständig sind
Lernziele
- Eine Denkweise in Bezug auf Risiken, die Verteilungen als beweglich und nicht als feststehend betrachtet
- Eine fundierte Sichtweise darauf, was Finanzmodelle gut leisten und wo ihre Grenzen liegen
- Präzisere Fragen zu Leverage und Tail-Risiko in den eigenen Portfolios
- Der historische Kontext moderner Derivatemärkte, erzählt von jemandem, der das zugrunde liegende Rahmenwerk aufgebaut hat
- Eine Sichtweise auf die Steuerplanung als strukturellen Input für Unternehmens- und Investitionsentscheidungen, nicht als nachträglicher Einfall