Elin Hauge
Die meisten Vorstände sind mittlerweile aufgefordert, KI-Entscheidungen zu genehmigen, die sie nicht verstehen – und das im Rahmen einer Regulierung, die sich noch in der Findungsphase befindet. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht mehr bei den Piloten. Es geht vielmehr darum, zu entscheiden, welchen Platz die KI im Betriebsmodell einnehmen soll, wer bei Fehlern die Verantwortung trägt und wie diese Entscheidungen gegenüber Aufsichtsbehörden, Kunden und Mitarbeitern zu verteidigen sind.
Elin Hauge ist KI-Strategin und Vorstandsberaterin. Sie unterstützt Führungsteams dabei, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, wo KI eingesetzt werden soll, wie sie gesteuert wird und wer die Verantwortung trägt, wenn etwas schiefgeht.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Elin Hauge zusammenarbeiten
- Sie übersetzt KI aus dem Verkaufsgespräch eines Anbieters in eine Führungsentscheidung und beschreibt die mathematischen Hintergründe, die Datenrisiken und die regulatorischen Risiken in einer Sprache, auf deren Grundlage ein Vorstand handeln kann.
- Ihr Argument von „künstlicher Intelligenz und natürlicher Dummheit“ verlagert die Verantwortung dorthin, wo sie hingehört: auf die Menschen, die die Systeme entwerfen, trainieren und einsetzen – genau das ist der Ansatz, den Regulierungsbehörden und Prozessanwälte zunehmend verfolgen.
- Dank einer gelungene Kombination aus Ingenieurwesen, Operations Research und laufenden Rechtsstudien kann sie in einem einzigen Gespräch glaubwürdig über das EU-KI-Gesetz, Modellrisiken und Geschäftsstrategien sprechen.
- Sie ist Mitglied in nicht-exekutiven Vorständen, meist als Vorsitzende, und spricht daher mit anderen Vorstandsmitgliedern aus der Perspektive desselben Governance-Problems und nicht von einer Bühne aus.
- Sie geht rigoros mit den Grenzen der KI um, einschließlich ihrer ökologischen und menschlichen Kosten, was Risiko- und Nachhaltigkeitsausschüssen eine Stimme gibt, der sie vertrauen, anstatt nur ein weiteres Verkaufsargument zu hören.
Wichtige Stationen ihres Werdegangs
- MEng in Biophysik und Medizintechnik, Norwegische Universität für Wissenschaft und Technologie.
- MSc in Managementwissenschaften und Operations Research, Warwick Business School.
- Nicht-geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Vorsitzende in den meisten ihrer derzeitigen Vorstandsmandate.
- Derzeit studiert sie Rechtswissenschaften mit den Schwerpunkten verantwortungsvolle Unternehmenspraxis und KI-Regulierung.
- Beitrag in der „Elle Canada“ zum Thema verantwortungsvolle KI-Entwicklung; Interview mit dem London Speaker Bureau als Futuristin und KI-Strategin.
- Hauptrednerin bei internationalen Gipfeltreffen, darunter LIMITL3SS 2024 in Rumänien und der PostNord Strålfors Smarter Communication Summit 2024.
Biografie
Vorstände verabschieden derzeit KI-Verpflichtungen, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, wo die Technologie tatsächlich einen Mehrwert schafft, wo sie Risiken mit sich bringt und an welche Entscheidungen sie durch das EU-KI-Gesetz gebunden sein werden. Elin Hauge arbeitet genau in dieser Lücke. Ihr Beitrag besteht darin, KI von einem Beschaffungsgespräch in eine Governance- und Strategieentscheidung umzuwandeln, die Führungskräfte verteidigen können.
Ihr Hintergrund ist für diesen Bereich ungewöhnlich breit gefächert. Ein Ingenieurstudium in Biophysik an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie, ein Master in Operations Research an der Warwick Business School, mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung darin, datengesteuerte Technologie mit kommerziellem Wert zu verknüpfen, sowie ein aktuelles Jurastudium mit Schwerpunkt auf der regulatorischen Ebene. Diese Bandbreite ermöglicht es ihr, zwischen Modellverhalten, Business Case und rechtlicher Verantwortlichkeit zu wechseln, ohne dabei in einem dieser Bereiche an Präzision einzubüßen.
Das Argument, auf das sie immer wieder zurückkommt, lautet: Die gefährliche Variable bei KI ist nicht der Algorithmus. Es sind die menschlichen Annahmen, die in den Daten und in der Entscheidung zum Einsatz der Technologie verankert sind. Mit ihrem Begriff der „natürlichen Dummheit“ verlagert sie die Frage der Verantwortlichkeit dorthin zurück, wo die Regulierungsbehörden sie ansiedeln: auf die Personen, die die Systeme entwerfen und genehmigen. Für Führungsteams, die versuchen, eine vertretbare KI-Richtlinie zu verfassen, ist diese Neuausrichtung die eigentliche Aufgabe.
Sie spricht aus der Perspektive des Governance-Problems heraus, nicht von außen. Sie ist Mitglied in mehreren nicht-exekutiven Gremien, in den meisten davon als Vorsitzende, und wurde von „Elle Canada“ und dem „London Speaker Bureau“ als Stimme gegen unverantwortliche KI-Entwicklung vorgestellt. Kunden wie Embriq, HPE Ireland und das Future Work Forum heben dieselbe Eigenschaft hervor: Sie durchschaut das Marketing-Rauschen der Anbieter und sagt Führungskräften, was tatsächlich entscheidungsrelevant ist.
Wichtige Vortragsthemen
- Künstliche Intelligenz und Unternehmensstrategie
- KI-Governance und das EU-KI-Gesetz
- Verantwortungsvolle und rechenschaftspflichtige Einführung von KI
- Algorithmische Verzerrungen und menschliche Verantwortlichkeit
- Digitale Transformation und Führungsentscheidungen
- Umweltkosten von KI und digitaler Infrastruktur
- Datenstrategie für Vorstände und Führungsteams
Ideal für
- Vorstände und CEOs, die KI-Richtlinien und Verantwortungsstrukturen festlegen
- Leiter der Bereiche Risiko, Compliance und Recht, die sich auf die Umsetzung des KI-Gesetzes vorbereiten
- Führungsteams aus CIOs, CDOs und CTOs, die KI von Pilotprojekten in operative Entscheidungen überführen
- Nachhaltigkeits- und ESG-Ausschüsse, die den digitalen Fußabdruck des KI-Einsatzes bewerten
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein funktionsfähiges mentales Modell dessen, was KI leisten kann und was nicht – frei von Anbieter-Jargon.
- Ein klareres Bild davon, wo die Verantwortlichkeit liegt, wenn ein KI-System Schaden verursacht, und was dies für die Gestaltung der Governance bedeutet.
- Konkrete Anhaltspunkte für die Abstimmung des KI-Einsatzes auf das EU-KI-Gesetz und damit verbundene Vorschriften.
- Ein schärferes Verständnis der Abwägungen zwischen digitaler Expansion und ökologischen sowie sozialen Kosten.
- Das Selbstvertrauen, KI-Vorschläge auf Vorstandsebene mit den richtigen Fragen – und nicht mit den lautesten – zu hinterfragen.
Vorträge
Eine praxisnahe Erklärung, was KI eigentlich ist, worin ihr wahrer Wert liegt und welche ethischen, sicherheitsrelevanten und ökologischen Fragen Führungskräfte nicht delegieren dürfen.
Kernaussagen:
- Eine brauchbare Definition von KI, die auf Mathematik und Daten basiert – nicht auf Marketing.
- Die Entscheidungspunkte, an denen Voreingenommenheit, Diskriminierung und Cybersicherheitsrisiken bei der Einführung ins Spiel kommen.
- Ein Rahmen, um glaubwürdige KI-Anwendungsfälle von kostspieligem Showtheater zu unterscheiden.
Wie Führungsteams Unternehmensdaten in nachhaltigen Wert umwandeln und dabei Risiken in den Bereichen Datenschutz, KI-Regulierung, Cybersicherheit und digitale Souveränität bewältigen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Die Entscheidungen der Führungskräfte, die darüber entscheiden, ob Daten zu einem Vermögenswert oder zu einer Belastung werden.
- Ein Einblick, wie KI-Vorschriften nicht nur die Compliance-Funktion, sondern auch die Agenda der Führungskräfte neu gestalten.
- Praktische Ansätze zur digitalen Souveränität für Unternehmen, die in mehreren Rechtsräumen tätig sind.
Das Argument, dass menschliche Voreingenommenheit bei der Datenerhebung und -nutzung – und nicht die Algorithmen – die eigentliche Ursache für KI-Risiken ist, und was dies für die Rechenschaftspflicht bedeutet.
Wichtige Erkenntnisse:
- Warum „Der Algorithmus war es“ keine vertretbare Position für Führungskräfte ist.
- Die Punkte im KI-Lebenszyklus, an denen menschliches Urteilsvermögen entscheidend ist.
- Wie man Governance so gestaltet, dass sie sich am Menschen orientiert und nicht nur an den Modellen.
Ein direkter Blick auf die ökologischen und menschlichen Kosten von KI und digitaler Infrastruktur – und darauf, wie Entscheidungsträger diese gegen die Vorteile abwägen sollten.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Der verborgene Energie-, Wasser- und Material-Fußabdruck von KI im großen Maßstab.
- Wo digitale Expansion und Nachhaltigkeitsverpflichtungen innerhalb ein und desselben Unternehmens aufeinanderprallen.
- Ein praktischer Ansatz für Entscheidungen auf Vorstandsebene zu digitalen Investitionen.