James Woudhuysen
Führungskräfte werden dazu angehalten, sich auf eine sich immer schneller entwickelnde Zukunft vorzubereiten, doch die öffentliche Debatte über Technologiezyklen, Energiesysteme und Innovation wird von Konsensdenken dominiert. Das macht es einfacher, langfristige Investitionsentscheidungen intern zu rechtfertigen, erschwert es jedoch, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die schwierigere Aufgabe besteht darin, zu erkennen, in welche Richtung sich Angebot, Technologie und Politik tatsächlich entwickeln, noch bevor die gängige Meinung damit Schritt hält.
James Woudhuysen ist Zukunftsforscher und Gastprofessor an der London South Bank University. Er unterstützt Unternehmen dabei, Trends in den Bereichen Technologie, Energie und Innovation zu erkennen, noch bevor sich ein allgemeiner Konsens darüber bildet.
Full Profile
Warum Unternehmen mit James Woudhuysen zusammenarbeiten
- Er betrachtet Prognosen als Disziplin und nicht als Darbietung. Seine Arbeit stützt sich auf jahrzehntelange Marktkenntnisse bei Philips und Seymour Powell, wodurch seine Einschätzungen zu Technologie und Verbraucherverhalten auf empirischen Erkenntnissen beruhen und nicht nur auf Kommentaren.
- In seinen Veröffentlichungen widerspricht er immer wieder gängigen Meinungen zu den Themen Energie, Klima und Innovation. Für Vorstände, die die Kapitalallokation in diesen Bereichen prüfen, ist diese konträre Haltung der eigentliche Mehrwert und kein stilistisches Merkmal.
- Er beleuchtet Innovationen in den Bereichen Energie, IT, Bauwesen, Verkehr und Büro aus einem einheitlichen Blickwinkel. Diese Breite ermöglicht es ihm, zu erklären, warum eine aufkommende Technologie eine Branche verändern wird oder nicht, wobei er sich auf verwandte Präzedenzfälle stützt, die den meisten Spezialisten entgehen.
- Er schreibt und hält Vorträge mit namentlich genannten Quellen und Statistiken, nicht mit Schlagworten. Seine Arbeit ähnelt eher einem fundierten redaktionellen Beitrag als einer Zukunfts-Keynote und hält der kritischen Prüfung in einem Raum voller Praktiker stand.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Gastprofessor für Prognosen und Innovation an der London South Bank University
- Mitautor von „Energise! A Future for Energy Innovation“ (Beautiful Books, 2009) zusammen mit Joe Kaplinsky
- Mitautor von „Why is Construction so Backward?“ (Wiley-Academy, 2004) zusammen mit Ian Abley
- Mitautor von „Big Potatoes: The London Manifesto for Innovation“ (Shanghai Jiao Tong University Press, 2012)
- Ehemaliger Leiter der Abteilung „Worldwide Market Intelligence“ bei Philips Consumer Electronics; ehemaliger Direktor bei Seymour Powell
- Herausgeber des „Design“-Magazins (1979 bis 1982); Mitbegründer von „Blueprint“; Autor für „The Economist“, „The Times“, „The Independent“, „The Guardian“ und „spiked“
Biografie
Die meisten Prognosen zum Thema Technologie geben lediglich die vorherrschende Erzählung an den Käufer weiter. Die schwierigere, aber nützlichere Frage lautet: Welche Teile des Konsenses sind falsch, und wo stehen die dahinterstehenden kapitalwirtschaftlichen und politischen Annahmen kurz vor dem Zusammenbruch? Das war die Leitfrage während der vier Jahrzehnte währenden Karriere von Woudhuysen – von seinem Physikstudium in Sussex bis hin zur Leitung des Bereichs „Worldwide Market Intelligence“ bei Philips Consumer Electronics in den Niederlanden.
Sein Lehrstuhl an der London South Bank University befasst sich mit Prognosen und Innovation, und die Themen, über die er schreibt, umfassen Energiesysteme, Bauwesen, IT, Infrastruktur und Verbrauchertechnologie in einem einheitlichen Rahmen. „Energise! In „A Future for Energy Innovation“, das er 2009 gemeinsam mit Joe Kaplinsky verfasste, vertrat er die These, dass die Antwort auf den Klimawandel in umfangreichen Investitionen in energietechnologische Lösungen auf der Angebotsseite liegen sollte und nicht in moralisierenden Appellen zum Konsumverzicht. Diese Argumentation bildete die Vorlage für seine späteren Kommentare in „spiked“, „The Economist“ und „The Times“.
Seine berufliche Laufbahn ist von Bedeutung, da sie seiner Arbeit eine solide Grundlage verleiht. Drei Jahre als Leiter der Abteilung „Worldwide Market Intelligence“ bei Philips, vier Jahre als Direktor bei Seymour Powell sowie jahrzehntelange Beratungsberichte für Kunden wie Amadeus, Brother UK und UK Trade and Investment. Anfang der 1980er Jahre war er Herausgeber des „Design“-Magazins und Mitbegründer von „Blueprint“. Diese Kombination aus operativer Kompetenz und kontinuierlicher publizistischer Arbeit verleiht seinen Prognosen Glaubwürdigkeit.
Sein gemeinsam verfasstes Manifest „Big Potatoes: The London Manifesto for Innovation“ erschien 2010 und wurde 2012 von der Shanghai Jiao Tong University Press neu aufgelegt; sein früheres Buch „Why is Construction so Backward?“ ist nach wie vor ein Bezugspunkt in der Produktivitätsdebatte der Branche. Der rote Faden, der sich durch sein Werk zieht, ist das Eintreten für ehrgeizige Innovationen gegen das, was er als kulturelle Gründe ansieht, aus denen Organisationen und Regierungen zögern, diese voranzutreiben.
Wichtige Vortragsthemen
- Die Zukunft der Energie und die Grenzen der Netto-Null-Politik
- Prognosetechnologie und Verbraucherverhalten
- Innovation in den Bereichen Bauwesen, Infrastruktur und Verkehr
- Die wirtschaftlichen und politischen Aspekte der Klimapolitik
- Die Zukunft der Arbeit und des Büros
- Globalisierung, China und die Geografie von Forschung und Entwicklung
- Marktinformationen und Wettbewerbsprognosen
Ideal für
- Vorstände und Geschäftsleitungen, die sich mit der langfristigen Kapitalallokation in den Bereichen Energie, Infrastruktur oder Industrietechnologie befassen
- Strategievorstände und Innovationsleiter, die sich über Technologiezyklen und aufstrebende Märkte informieren
- Führungsteams in den Bereichen Bauwesen, Fertigung und Verbrauchertechnologie, die ihre Annahmen zur Produktivität überdenken
- Investoren- und Analystenforen, die nach einer konträren Sichtweise auf die Energiewende und die Innovationspolitik suchen
Ergebnisse für das Publikum
- Ein klareres Verständnis dafür, welchen Technologie- und Energieprognosen das Publikum vertrauen und welche es hinterfragen sollte
- Ein praxistaugliches Rahmenkonzept, um branchenübergreifend strukturelle Veränderungen von konjunkturellen Schwankungen zu unterscheiden
- Eine konkrete Darstellung, warum sich Innovationen in reifen Branchen verlangsamen und wie diese Blockaden beseitigt werden können
- Konkrete Argumente und Daten, die das Publikum in seine eigenen Strategie- und Kapitalentscheidungen einfließen lassen kann