Didier Marlier
Die meisten groß angelegten Veränderungsprogramme scheitern an derselben Stelle. Die theoretischen Argumente werden vorgebracht, die Präsentationsfolien gezeigt – und doch kommt die Organisation nicht in Bewegung. Die Führungsteams stellen fest, dass Strategie allein die Mitarbeiter nicht motiviert und dass der Shareholder Value genau in der Lücke zwischen der Entscheidung für eine Veränderung und einem tatsächlichen Verhaltenswandel still und leise verloren geht.
Didier Marlier unterstützt Führungskräfte und ihre Unternehmen dabei, strategische, kulturelle und nach einer Fusion auftretende Veränderungen zu bewältigen, indem er an Intellekt, Verhalten und Emotionen gleichzeitig und nicht nacheinander arbeitet.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Didier Marlier zusammenarbeiten
- Mitautor von „Engaging Leadership“ (Palgrave Macmillan, 2009), in dem das „Logos, Ethos und Pathos“-Modell vorgestellt wurde, das heute in Führungskräfteprogrammen an der IMD, INSEAD, Nyenrode und der Fundação Dom Cabral zum Einsatz kommt.
- Drei Jahrzehnte enge Zusammenarbeit mit europäischen Industrieunternehmen, Finanzinstituten und professionellen Dienstleistungsunternehmen, darunter BASF, Credit Suisse, Bank Julius Bär, Dow Chemical, Firmenich, KPMG und Freshfields Bruckhaus Deringer.
- Er gründete das „Enablers Network“ und leitete es fast dreißig Jahre lang, bevor er die Marke im Jahr 2024 an einen unabhängigen Verein übertrug – ein ungewöhnliches Zeichen dafür, dass er aus Überzeugung handelte und nicht aus kommerziellen Interessen.
- Unterrichtet Change Leadership auf vier Kontinenten in Französisch, Englisch und Portugiesisch und verfügt über fundierte praktische Erfahrungen sowohl mit der brasilianischen als auch mit der europäischen Unternehmenskultur.
- Er wendet dieselbe Methodik zur Mitarbeitermotivation auch im Profisport an, wo sich mangelndes Engagement direkt auf der Anzeigetafel niederschlägt, und überträgt diese Erkenntnisse zurück in die Vorstandsetagen von Unternehmen.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Mitautor von „Engaging Leadership: Three Agendas for Sustaining Achievement“, Palgrave Macmillan, 2009.
- Dozent und Gastprofessor in Executive-Programmen an der IMD, INSEAD, Nyenrode, NEOMA und der Fundação Dom Cabral.
- Gründer des „Enablers Network“, einer europäischen Partnerschaft von Führungskräften und Change-Experten, die 2024 der „Enablers Association“ angegliedert wurde.
- MBA vom IMD; Jurastudium an der Université de Lausanne.
- TEDx-Redner und Hauptredner auf der GBTA Europe Conference 2013 in Prag.
- Langjährige Kundenarbeit mit BASF, Credit Suisse, Dow Chemical, KPMG, Bank Julius Bär, Firmenich, Solvay, SAP und Total.
Biografie
Strategiekonzepte scheitern selten an ihrer Logik. Sie scheitern, weil die Menschen, von denen ihre Umsetzung erwartet wird, sich nie wirklich darauf einlassen. Diese Kluft zwischen der intellektuellen Begründung für Veränderungen und der Verhaltensrealität einer Organisation ist das Gebiet, auf dem Didier Marlier seit drei Jahrzehnten tätig ist.
Sein Rahmenkonzept, das er gemeinsam mit Chris Parker in „Engaging Leadership“ (Palgrave Macmillan, 2009) dargelegt hat, lehnt sich an die klassische Rhetorik an. „Logos“ ist das strategische Argument. „Ethos“ ist das Verhalten und der Ton, den Führungskräfte tagtäglich vorleben. „Pathos“ ist das emotionale Engagement, das aus bloßer Einhaltung Eigenverantwortung werden lässt. Das Buch argumentiert, dass tiefgreifender Wandel das Zusammenspiel aller drei Komponenten erfordert – nicht erst Strategie und dann Kultur.
Die Kundenliste spiegelt die Bandbreite dieser Idee in der Praxis wider: Dazu gehören unter anderem BASF, Credit Suisse, Bank Julius Bär, Dow Chemical, Firmenich, KPMG, Solvay und Freshfields Bruckhaus Deringer. Er unterrichtet dieselben Inhalte in Führungskräfteprogrammen am IMD, INSEAD, Nyenrode und der Fundação Dom Cabral, was ihm einen ungewöhnlich direkten Einblick darin verschafft, wie Führungskräfte in Europa und Lateinamerika Veränderungen unterschiedlich erleben.
Im Jahr 2024 übertrug er die Marke „Enablers Network“, die er über fast dreißig Jahre hinweg aufgebaut hatte, an einen unabhängigen Verein und arbeitet nun über DMD. Er wendet dieselbe Engagement-Methodik auch in Profisportteams an, wo sich mangelndes Engagement unmittelbar in den Leistungsdaten niederschlägt und in seine Beratung von Unternehmenskunden einfließt.
Wichtige Vortragsthemen
- Führung in der Disruptionswirtschaft
- Engagement durch strategische, verhaltensbezogene und emotionale Veränderungen
- Integration nach Fusionen und Übernahmen
- Kultureller Wandel in multinationalen Organisationen
- Effektivität von Vorstand und Führungsteam
- Führungskompetenz im Wandel – im europäischen und lateinamerikanischen Kontext
Ideal für
- CEOs, Vorstände und Führungsgremien, die strategische, kulturelle oder nach einer Fusion stattfindende Transformationen leiten
- CHROs und Transformationsverantwortliche, die für die Umsetzung neuer Strategien in der Praxis zuständig sind
- Führungskräfteprogramme in multinationalen Unternehmen mit interkultureller Belegschaft
- Partnerschaften in Beratungsunternehmen, die Veränderungen ohne Weisungsbefugnis steuern
Lernziele für die Teilnehmer
- Eine gemeinsame Sprache zur Analyse der Gründe, warum eine aktuelle Veränderungsinitiative ins Stocken gerät
- Ein klarerer Zusammenhang zwischen den strategischen Gründen für den Wandel und dem täglichen Verhalten, das Führungskräfte vorleben müssen
- Konkrete Anzeichen, auf die zu achten ist, wenn intellektuelle Zustimmung emotionale Distanzierung verschleiert
- Interkulturelle Anhaltspunkte aus der Unternehmenspraxis in Europa und Brasilien
Vorträge
Ein Keynote-Vortrag darüber, was Führungskräfte an ihrem eigenen Verhalten ändern müssen, wenn die Regeln ihrer Branche durch externe Disruption neu geschrieben werden.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Warum etablierte Unternehmen bei Disruptionen meist eher aufgrund interner Verleugnung als aufgrund externer Schnelligkeit den Kürzeren ziehen
- Die Führungsqualitäten, die anpassungsfähige Unternehmen von denen unterscheiden, die sich dagegen wehren
- Worauf Vorstände und Führungsteams ihr Augenmerk zuerst richten müssen, wenn das Betriebsmodell auf den Prüfstand gestellt wird
Ein Keynote-Vortrag auf der Grundlage der „Engaging Leadership“-These, angewandt auf einen aktuellen strategischen oder kulturellen Wandel innerhalb der Kundenorganisation.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Ein Arbeitsmodell zur Abfolge von intellektuellem, verhaltensbezogenem und emotionalem Engagement während des Wandels
- Praktische Tests, um festzustellen, welche der drei Ebenen ein aktuelles Programm vernachlässigt
- Wie man den Moment erkennt, in dem Konformität fälschlicherweise mit Engagement verwechselt wird
Joseph Campbells Monomythos in Bezug darauf, wie Führungskräfte sich selbst und ihre Mitarbeiter bei großen organisatorischen Veränderungen positionieren.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum die wirkungsvollsten Veränderungsgeschichten einem wiedererkennbaren Erzählbogen folgen
- Wie Führungskräfte sich selbst in die Geschichte einbringen, ohne den Wandel auf ihre eigene Person zu reduzieren
- Die spezifischen Momente einer Transformation, in denen die narrative Gestaltung die Ergebnisse beeinflusst