Bjørn Lomborg
Klima- und Nachhaltigkeitsverpflichtungen stehen mittlerweile auf jeder Vorstandsagenda, doch die damit verbundenen Ausgaben bestehen selten eine ernsthafte Kosten-Nutzen-Prüfung. Führungsteams stehen vor der Aufgabe, Kapital auf Dekarbonisierung, ESG-Berichterstattung, Resilienz und weiter gefasste soziale Ziele zu verteilen, wobei um jeden Pfund konkurrierende Ansprüche bestehen. Die Frage, die sie nicht immer beantworten können, lautet: Welche Maßnahmen bringen den messbarsten menschlichen und wirtschaftlichen Ertrag für das eingesetzte Geld?
Bjørn Lomborg ist ein dänischer Politikwissenschaftler und Präsident des Copenhagen Consensus Center, der Organisationen dabei unterstützt, Kosten-Nutzen-Analysen bei Entscheidungen in den Bereichen Klima, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung anzuwenden.
Full Profile
Warum Organisationen mit Bjørn Lomborg zusammenarbeiten
- Er bringt einen formalen ökonomischen Rahmen mit, der gemeinsam mit Nobelpreisträgern der Wirtschaftswissenschaften im Rahmen des Copenhagen-Consensus-Projekts entwickelt wurde und es ermöglicht, Maßnahmen nach ihrer Rentabilität statt nach ihrer politischen Brisanz zu bewerten.
- Seine Argumentation ist konkret und in zahlreichen Veröffentlichungen dargelegt: „The Skeptical Environmentalist“ (Cambridge University Press, 2001), „False Alarm“ (Basic Books, 2020) und „Best Things First“ (2023, von „The Economist“ zum besten Buch des Jahres gekürt) bieten Vorständen eine fundierte Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema.
- Er ist einer der wenigen Kommentatoren zur Klimawirtschaft, die in Politik und Finanzwelt ernst genommen werden, während er gleichzeitig offen skeptisch gegenüber den orthodoxen Prioritäten bei den Klimausgaben bleibt – was für Führungsteams wertvoll ist, die eine echte Debatte statt einer bloßen Bekräftigung des Konsenses anstreben.
- Er spricht die Sprache der Abwägungen und nicht die der Interessenvertretung, was für Vorstände und Investitionsausschüsse von Vorteil ist, die die Kapitalallokation gegenüber Aktionären und Aufsichtsbehörden rechtfertigen müssen.
- Seine institutionelle Verankerung (Copenhagen Consensus Center, Hoover Institution an der Stanford University, Copenhagen Business School) bietet eine klare Herkunft, auf die Auftraggeber intern verweisen können.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Präsident und Gründer des Copenhagen Consensus Center.
- Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University.
- Gastprofessor an der Copenhagen Business School.
- Promotion in Politikwissenschaft an der Universität Kopenhagen.
- Autor von „The Skeptical Environmentalist“, „Cool It“, „False Alarm“ und „Best Things First“.
- Ausgezeichnet als einer der 100 einflussreichsten Menschen des TIME Magazine (2004); unter den Top 100 der „Global Thinkers“ von Foreign Policy (2011, 2012).
Biografie
Die meisten Debatten über Klima und Entwicklung werden als moralische Auseinandersetzung geführt. Lomborg hat seine Karriere darauf verwendet, diese Debatte neu als Allokationsproblem zu definieren. Über das von ihm gegründete und geleitete Copenhagen Consensus Center arbeitet er mit mehr als 300 Ökonomen, darunter sieben Nobelpreisträgern, zusammen, um globale Maßnahmen nach Kosten und Nutzen statt nach politischer Aufmerksamkeit zu bewerten.
Aus dieser Methode entstand die These, die sich wie ein roter Faden durch sein veröffentlichtes Werk zieht. In „The Skeptical Environmentalist“, das 2001 bei Cambridge University Press erschien, argumentierte er, dass viele allgemein akzeptierte Umweltnarrative nicht mit den Daten übereinstimmten. In „Cool It“ und „False Alarm“ – letzteres erschien 2020 bei Basic Books – wandte er dieselbe analytische Disziplin auf die Klimapolitik an. „Best Things First“, erschienen im Jahr 2023, stuft zwölf Maßnahmen nach ihrem erwarteten menschlichen und wirtschaftlichen Nutzen ein und wurde von „The Economist“ zu einem der besten Bücher des Jahres 2023 gekürt.
Seine institutionelle Verankerung spiegelt die Seriosität seiner Arbeit wider. Er hat an der Universität Kopenhagen in Politikwissenschaft promoviert, ist Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University und Gastprofessor an der Copenhagen Business School. Das TIME Magazine zählte ihn 2004 zu den 100 einflussreichsten Menschen. „Foreign Policy“ nahm ihn 2011 und erneut 2012 in seine Liste der „Top 100 Global Thinkers“ auf.
Lomborg ist eine umstrittene Persönlichkeit in der Klimadebatte, und die Vorstände engagieren ihn in voller Kenntnis dieser Tatsache. Der Mehrwert liegt in einer fundierten, publizierten und vertretbaren Argumentation, die Führungsteams dazu zwingt, ihre Ausgaben für Nachhaltigkeit mit dem tatsächlichen Nutzen dieser Ausgaben zu vergleichen.
Wichtige Vortragsthemen
- Kosten-Nutzen-Analyse in der Klima- und Entwicklungspolitik
- Klimawirtschaft und Kapitalallokation
- Globale Entwicklungsprioritäten und die Ziele für nachhaltige Entwicklung
- Evidenzbasierte Politikgestaltung
- ESG und Nachhaltigkeitsabwägungen
- Langfristige Risiken und Ressourcenallokation
Ideal für
- Vorstände und Führungskräfte, die sich mit der Kapitalallokation im Bereich Klima und ESG befassen
- Nachhaltigkeits- und Risikobeauftragte, die sich mit den Zielkonflikten im Zusammenhang mit der Netto-Null-Strategie auseinandersetzen
- Anlageausschüsse und Vermögensinhaber, die Stresstests für Klimaszenarien durchführen
- Führungskräfte aus Politik, Philanthropie und Entwicklungszusammenarbeit, die Maßnahmen im Rahmen fester Budgets bewerten
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein klares Rahmenwerk zum Vergleich von Klima- und Entwicklungsmaßnahmen anhand messbarer Renditen statt politischer Profilierung.
- Ein Fachvokabular, um interne Behauptungen zu ESG- und Nachhaltigkeitsausgaben zu hinterfragen.
- Einblick in die Ranking-Methode des Copenhagen Consensus und deren Anwendung auf konkrete politische Entscheidungen.
- Eine besser begründbare Position, wenn Vorstände gefragt werden, wie ihr Klimakapital gerechtfertigt ist.