Christian Stiegler
Vorstände haben KI-Pilotprojekte genehmigt, Grundsätze für verantwortungsvolle KI unterzeichnet und Ethikausschüsse eingesetzt – und können dennoch nicht beantworten, ob ihre eingesetzten Systeme einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörde oder einem schwerwiegenden öffentlichen Versagen standhalten würden. Das Problem ist nicht mangelndes Bewusstsein. Es ist die Kluft zwischen der Sprache der Unternehmensführung und den Entscheidungen, die Ingenieure, Produktleiter und Beschaffungsteams tatsächlich jede Woche treffen.
Christian Stiegler unterstützt Vorstände und politische Gremien dabei, Grundsätze der KI-Ethik, der Digitalpolitik und der immersiven Technologien in Governance-Entscheidungen umzusetzen, die einer regulatorischen und öffentlichen Überprüfung standhalten.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Christian Stiegler zusammenarbeiten
- Er arbeitet an der seltenen Schnittstelle dreier Gruppen, die meist nicht dieselbe Sprache sprechen: Regulierungsbehörden, Unternehmen und Partner aus der Kreativbranche. Zu seinen Kunden zählen die Europäische Kommission, UNICEF und die GIZ ebenso wie Björk, Phoebe Bridgers und das Team hinter #bravehood mit Coldplay und den Rolling Stones.
- Sein bei MIT Press erschienenes Buch „The 360° Gaze“ bietet ihm ein von Fachkollegen begutachtetes Rahmenwerk für immersive Medien, auf das sich Einkäufer berufen können, wenn sie Investitionen in XR-, Metaverse- oder KI-Inhalte gegenüber einem skeptischen Vorstand rechtfertigen müssen.
- Er hat die Europäische Kommission, UNICEF und die GIZ in Fragen der algorithmischen Rechenschaftspflicht und der digitalen Governance beraten, was bedeutet, dass seine Inhalte zur Governance widerspiegeln, worauf Regulierungsbehörden tatsächlich drängen – und nicht nur ein generisches Skript zur verantwortungsvollen KI darstellen.
- Er leitet „Guiding Light“, eine Organisation, die speziell dafür gegründet wurde, Ethik- und Nachhaltigkeitsprinzipien in umsetzbare Technologieprogramme zu übertragen, sodass seine Keynotes einen Bezug zur praktischen Umsetzung haben und nicht bei der Präsentation enden.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Direktor von „Guiding Light“ (Organisation für Ethik und Nachhaltigkeit in Technologien), Wien und Berlin.
- Akademischer Direktor für Design und Dozent an der IU International University of Applied Sciences, Deutschland; Forschungsschwerpunkte: KI, XR, Metaverse und Technologieethik.
- Ehemaliger Wallscourt-außerordentlicher Professor für Immersive Medien an der UWE Bristol; ehemaliger außerordentlicher Professor / Senior Lecturer für Digitale Medien an der Brunel University London.
- Autor von „The 360° Gaze: Immersions in Media, Society, and Culture“ (MIT Press, 2021); frühere Monografie „New Media Culture“ (transcript, 2015).
- Ernennung zum Berater der Europäischen Kommission, von UNICEF und der GIZ in den Bereichen KI-Ethik, algorithmische Rechenschaftspflicht und digitale Governance.
- Referent bei SXSW, Cannes XR, der Berlinale, dem Internationalen Filmfestival Rotterdam, der MIPTV in Cannes und dem C21 Content Summit in London.
Biografie
Die meisten Organisationen beschreiben KI-Ethik als Grundsatz und behandeln sie als Compliance-Aufgabe. Die Entscheidungen, die über Ergebnisse entscheiden – welche Trainingsdaten lizenziert werden, wie ein Modell vor der Freigabe evaluiert wird, wer die Kontrolle über den Rückrufauslöser hat –, liegen mehrere Ebenen unterhalb der veröffentlichten Richtlinien. Genau in dieser operativen Lücke arbeitet Christian Stiegler.
Als Direktor von „Guiding Light“, der von ihm in Wien und Berlin gegründeten Organisation für Ethik und Nachhaltigkeit in Technologien, berät er Regierungen, multilaterale Gremien und Unternehmen dabei, Governance-Prinzipien in Einsatzentscheidungen umzusetzen. Zu seinen namhaften Beratungskunden zählen die Europäische Kommission, UNICEF und die GIZ, wobei die Themen algorithmische Rechenschaftspflicht, KI-Ethik und digitale Politik im Mittelpunkt stehen.
Sein akademischer Anker ist „The 360° Gaze: Immersions in Media, Society, and Culture“ (MIT Press, 2021), eine von Fachkollegen begutachtete Abhandlung über immersive Medien, die seine Arbeit zu XR, dem Metaversum und KI-generierten Inhalten untermauert. Er hat Lehrstühle für Technologieethik an der IU International University of Applied Sciences in Deutschland inne und war zuvor Wallscourt-Associate-Professor für immersive Medien an der UWE Bristol sowie Senior Lecturer für digitale Medien an der Brunel University London.
Zudem ist er in der gesamten Kreativbranche tätig – ein für einen Experten im Bereich KI-Ethik ungewöhnlich breites Spektrum. Im Rahmen seiner Initiative #bravehood mit UNICEF und War Child hat er mit Coldplay, den Rolling Stones, Björk, Phoebe Bridgers und anderen an der technologiegestützten Konzeption von Kampagnen mit gesellschaftlicher Wirkung gearbeitet. Genau diese branchenübergreifende Reichweite ist es, was Auftraggeber aus regulierten Branchen besonders hervorheben: Er kann zwischen den Rahmenbedingungen einer Aufsichtsbehörde, dem Risikoregister eines CTO und den Storytelling-Herausforderungen eines Markenteams wechseln, ohne den Faden zu verlieren.
Wichtige Vortragsthemen
- KI-Ethik und algorithmische Rechenschaftspflicht
- Digitale Politik und KI-Governance
- Erweiterte Realität und das Metaversum
- Nachhaltige und menschenzentrierte Innovation
- Immersive Medien und kulturelle Auswirkungen neuer Technologien
- „Tech for Good“ und die Gestaltung von Technologien mit sozialer Wirkung
Ideal für
- Vorstände und Prüfungsausschüsse, die Rahmenbedingungen für die KI-Governance und -Sicherung festlegen
- KI-Leiter, CDOs und CTOs, die den Schritt von den Grundsätzen für verantwortungsvolle KI hin zu implementierten Kontrollmaßnahmen vollziehen
- Teams in Regierungen, Aufsichtsbehörden und multilateralen Organisationen, die digitale Politik und KI-Regulierung gestalten
- Führungsteams aus den Bereichen Marken, Inhalte und Kreativbereich, die Investitionen in XR, das Metaversum und generative KI bewerten
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein klareres Bild davon, worauf sich die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden im Bereich KI-Governance und digitale Politik tatsächlich konzentriert
- Eine praktikable Unterscheidung zwischen KI-Ethik als Prinzip und KI-Ethik als operativer Praxis
- Referenzrahmen aus „The 360° Gaze“, anhand derer die Zielgruppen Entscheidungen zu XR, dem Metaversum und generativen Inhalten bewerten können
- Beispiele aus der Beratungsarbeit der Europäischen Kommission, von UNICEF und der GIZ, die zeigen, wie sich Governance-Sprache in konkrete Umsetzungsentscheidungen umsetzt
Vorträge
Ein Briefing für die oberste Führungsebene darüber, wie KI die strategische Entscheidungsfindung, die Wettbewerbspositionierung und die Organisationsgestaltung neu gestaltet.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Ein praxisorientierter Überblick darüber, wie KI-Fähigkeiten branchenübergreifend strategische Vorteile verschieben
- Die Fragen auf Vorstandsebene, die den Hype um KI von der tatsächlichen Substanz unterscheiden
- Ein Rahmenkonzept für die Abfolge von KI-Investitionen unter Berücksichtigung regulatorischer und reputationsbezogener Einschränkungen
Eine praktische Übung zum Übergang von den Grundsätzen für verantwortungsvolle KI zur operativen Rechenschaftspflicht innerhalb einer Organisation.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Wo Governance-Formulierungen bei der Umsetzung typischerweise ins Stocken geraten
- Konkrete Ansätze zur Einbettung ethischer Prüfungen in den Entwicklungszyklus von KI
- Wie Regulierungsbehörden und multilaterale Organisationen die algorithmische Rechenschaftspflicht tatsächlich bewerten
Eine fundierte Analyse der globalen Landschaft der Digitalpolitik und ihrer Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Wo sich die politischen Rahmenbedingungen der EU, der USA und multilateraler Organisationen annähern und wo sie auseinandergehen
- Die Auswirkungen der Regulierung von Plattformen und KI auf die Produkt- und Inhaltsstrategie
- Wie Teams aus dem öffentlichen und privaten Sektor eine tragfähige Strategie im Bereich der Digitalpolitik entwickeln können
Eine fundierte Einschätzung von Investitionen in XR und das Metaversum, basierend auf seiner Forschung bei MIT Press.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Was die Forschungsergebnisse zu immersiven Medien tatsächlich belegen – jenseits der Darstellungen der Anbieter
- Wo XR dauerhaften Mehrwert für Marken, das Bildungswesen und den öffentlichen Sektor schafft
- Ein Rahmenkonzept zur Bewertung von Investitionen in immersive Technologien unter Berücksichtigung kultureller und ethischer Risiken
Eine Veranstaltung zum Aufbau von Technologieprogrammen, die messbare soziale Auswirkungen erzielen und nicht nur der Imagepflege dienen.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Erkenntnisse aus seiner #bravehood-Arbeit mit UNICEF, War Child und internationalen Künstlern
- Wie NGOs und Unternehmen Technologieprogramme gemeinsam gestalten können, ohne dabei die operative Disziplin aus den Augen zu verlieren
- Eine praktische Unterscheidung zwischen „Impact-Theater“ und substanzieller Wirkung