Claire Rafferty
Von Spitzenkräften wird erwartet, dass sie Rückschläge verkraften, zwei anspruchsvolle Rollen gleichzeitig ausfüllen und über lange Zeiträume hinweg Leistung bringen – auch wenn sichtbare Belohnungen selten sind. Die meisten Führungskräftetrainings gehen nicht darauf ein, was das tatsächlich kostet oder was eine Person zusammenhält, wenn die Genesung körperlich anstrengend, öffentlich und ungewiss ist. Unternehmen brauchen Stimmen von Menschen, die diesen Druck im Elitewettbewerb selbst erlebt haben und ihn nicht nur von außen beschreiben.
Claire Rafferty ist eine ehemalige Fußballerin der englischen Nationalmannschaft und des Team GB, die während ihrer aktiven Karriere parallel dazu als Analystin bei „City“ tätig war und über Resilienz, Erholung und Leistung unter anhaltendem Druck spricht.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Claire Rafferty zusammenarbeiten
- Eigene Erfahrung in der Spitzenposition zweier völlig unterschiedlicher Branchen gleichzeitig: im internationalen Spitzenfußball und im Investmentbanking bei der Deutschen Bank – während die meisten Referenten meist nur über das eine oder das andere sprechen.
- Eine konkrete, namentlich genannte Genesungsgeschichte. Zwei Verletzungen des vorderen Kreuzbandes während ihrer Karriere, darunter eine zweite im Jahr 2011, gefolgt von einer Rückkehr in den internationalen Fußball und einem Stammplatz im Halbfinale einer Weltmeisterschaft.
- Eine aktuelle operative Funktion in der Fußballbranche bei TransferRoom, wo sie sich mit globalen Transferaktivitäten befasst, sowie ein Sitz im Vorstand des Lewes FC, dem einzigen Profiverein, der seine Männer- und Frauenmannschaften gleich bezahlt. Das Publikum hört von jemandem, der noch immer in den kommerziellen Abläufen des Sports tätig ist und sich nicht daraus zurückgezogen hat.
- Dank ihrer Erfahrung als Moderatorin bei BBC, BT Sport, Sky Sports News, talkSPORT und ITV News überzeugt sie auf der Bühne durch einen klaren Vortrag und zeigt Selbstsicherheit bei Live-Fragen.
Wichtige Stationen ihrer Karriere
- 18 Länderspiele für England zwischen 2010 und 2017, darunter als Stammspielerin auf der Position der linken Außenverteidigerin bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015, bei der England den dritten Platz belegte.
- 2012 Olympiateilnehmerin für das Team GB bei den Spielen in London.
- 101 Einsätze für den FC Chelsea in elf Spielzeiten; FA-WSL-Meisterin 2015 sowie 2017/18, Gewinnerin des FA Women’s Cup 2014/15 sowie 2017/18.
- Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Loughborough University, 2011; seit 2012 Analystin bei der Deutschen Bank, parallel zu ihrer aktiven Karriere.
- Senior Customer Success Manager bei TransferRoom; nicht geschäftsführende Direktorin beim Lewes FC.
- Regelmäßige Expertin und Mitwirkende bei BBC, BT Sport, Sky Sports News, talkSPORT, BBC 5 Live und ITV News.
Biografie
Zwei Verletzungen des vorderen Kreuzbandes können eine Karriere beenden. Claire Rafferty kehrte als Teenager bei den Millwall Lionesses nach einer solchen Verletzung zurück, dann 2011 nach einer zweiten und sicherte sich einen Stammplatz in der englischen Nationalmannschaft, die bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015 den dritten Platz belegte. Diese Geschichte steht im Mittelpunkt ihrer Vorträge, weil sie sie nicht beschönigt hat. Die Genesung wird als langer, langweiliger und sich wiederholender Prozess dargestellt, nicht als Weg zur Erlösung.
Ihre Karriere durchbrach zudem ein gängiges Muster im Spitzensport. Während des Großteils ihrer aktiven Zeit bei Chelsea, wo sie 101 Einsätze absolvierte und schließlich als dienstälteste Spielerin des Vereins endete, arbeitete Rafferty als Analystin bei der Deutschen Bank. Diese Doppelkarriere war kein gesponsertes Nebenprojekt, sondern eine bewusste Entscheidung, sich eine berufliche Identität außerhalb des Fußballs zu bewahren – getroffen, noch bevor Vollzeitverträge für Frauen im englischen Fußball zur Norm wurden.
Seit ihrem Rücktritt bei West Ham am Ende der Saison 2018/19 ist sie weiterhin Teil der kommerziellen Maschinerie des Sports geblieben. Bei TransferRoom beschäftigt sie sich mit den weltweiten Transferaktivitäten im Männer- und Frauenfußball. Beim Lewes FC, wo sie seit Januar 2020 im Vorstand sitzt, ist sie Teil des einzigen Profivereins, der seine ersten Mannschaften der Männer und Frauen aus einem einzigen, gleich großen Budget finanziert. Beide Rollen liefern ihr aktuelles Material, kein Material aus der Vergangenheit.
Daneben ist sie als Rundfunkjournalistin tätig. Rafferty arbeitet für die BBC, BT Sport, Sky Sports News, talkSPORT und ITV News und berichtete auf verschiedenen Plattformen über die Frauen-WM 2019. Für das Publikum ergibt sich daraus eine Referentin, die aus der Innenperspektive zweier Branchen, die sich selten überschneiden, über Druck, Erholung und parallele Karrieren sprechen kann.
Wichtige Vortragsthemen
- Resilienz nach körperlichen und beruflichen Rückschlägen
- Parallele Karrieren im Spitzensport und in der Finanzwelt
- Leistung unter anhaltendem Wettbewerbsdruck
- Frauen im Fußball und Lohngleichheit im Profisport
- Karrierewechsel nach dem Erreichen des sportlichen Höhepunkts
- Teamleistung und vertrauensvolle Arbeitsumgebungen
Ideal für
- Führungskräfte-Retreats und Konferenzen, die sich mit Resilienz befassen, die auf Spitzensport und nicht auf Managementtheorie basiert.
- Zielgruppen aus der Finanzbranche, in der die parallele Karriere bei der Deutschen Bank unmittelbar nachvollziehbar ist.
- Zielgruppen aus der Sportbranche, Verbänden und dem Rundfunk, die sich mit Frauenfußball, Kommerzialisierung und Lohngleichheitsstrukturen befassen.
- ERG- und „Women in Leadership“-Programme, insbesondere solche, die sich mit dem Druck durch Doppelkarrieren und der Bewältigung von Rückschlägen befassen.
Ergebnisse für das Publikum
- Eine konkrete Schilderung der Genesung nach einer karrierebedrohenden Verletzung, erzählt aus operativer statt aus motivierender Perspektive.
- Ein praxistaugliches Modell zur gleichzeitigen Pflege zweier beruflicher Identitäten, abgeleitet aus dem Fußball und dem Investmentbanking.
- Ein aktueller Einblick in die wirtschaftliche und strukturelle Lage des Frauenfußballs aus der Perspektive der Branche selbst, nicht aus der Pressetribüne.
- Eine erneute Bestätigung der These, dass Wettbewerbsleistung und gleichberechtigte Investitionen nebeneinander bestehen können, belegt durch das Modell des Lewes FC.