Harold James
Die Vorstände sind aufgefordert, für eine Phase zu planen, in der sich die Regeln des globalen Handels, der Finanzwelt und der Geldpolitik sichtbar verändern. Führungskräfte müssen in der Lage sein, einen vorübergehenden Schock von einem strukturellen Umbruch zu unterscheiden. In den meisten Kommentaren werden diese beiden Aspekte verwechselt, und eine Strategie, die auf einer falschen Einschätzung beruht, lässt sich nur mit hohem Aufwand wieder rückgängig machen.
Harold James ist Wirtschaftshistoriker an der Princeton University und unterstützt Vorstände und Investoren dabei, die aktuellen finanziellen und geopolitischen Erschütterungen vor dem Hintergrund der langfristigen Entwicklung von Globalisierung, Währungsunion und Krisenbewältigung einzuordnen.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Harold James zusammenarbeiten
- Die Antwort eines Historikers auf die Frage, die Führungskräfte in einer Krise tatsächlich stellen: Ist das 1973, 2008 oder etwas ganz Neues? Das Rahmenkonzept aus „Seven Crashes“ bietet Vorständen eine Möglichkeit, diese Einschätzung zu überprüfen, anstatt nur zu raten.
- Zugang zu institutionellen Kreisen dank seiner Tätigkeit als offizieller Historiker des IWF und seit 1986 mit einem Lehrstuhl an der Princeton University. Nur wenige Kommentatoren der Globalisierung sitzen so nah am Geschehen, über das sie schreiben.
- Eine veröffentlichte These, keine Meinung der Woche: angebotsgetriebene Krisen erweitern Märkte, nachfragegetriebene Krisen schrumpfen sie. Das verändert die Art und Weise, wie Führungskräfte Inflation, Zölle und Kapitalkontrollen interpretieren.
- Erfolgsbilanz bei einem seriösen Wirtschaftspublikum, darunter der „Financial Times Global Business Book Award“ für die Geschichte der Deutschen Bank und die Aufnahme in die FT-Auswahl der besten Politikbücher für „The War of Words“.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Claude-und-Lore-Kelly-Professor für Europastudien an der Princeton University; Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen an der School of Public and International Affairs der Princeton University.
- Offizieller Historiker des Internationalen Währungsfonds.
- Autor von „Seven Crashes: The Economic Crises That Shaped Globalization“ (Yale University Press, 2023) und „Making the European Monetary Union“ (Harvard University Press, 2012).
- Mitautor der autorisierten Geschichte der Deutschen Bank, Gewinner des „Financial Times Global Business Book Award“ 1996.
- Helmut-Schmidt-Preis für Wirtschaftsgeschichte (2004); Ludwig-Erhard-Preis für wirtschaftswissenschaftliche Literatur (2005); Ellen-McArthur-Preis für Wirtschaftsgeschichte, Cambridge.
- Monatlicher Kolumnist bei Project Syndicate; assoziiertes Mitglied des Bendheim Center for Finance der Princeton University.
Biografie
Sieben Zusammenbrüche, von der Depression der 1840er Jahre bis hin zu Covid-19, bedeuten nicht alle dasselbe. In „Seven Crashes“ (Yale, 2023) unterteilt Harold James sie in Angebotskrisen, die tendenziell zu einer Ausweitung der Märkte führen, und Nachfragekrisen, die tendenziell zu einer Schrumpfung der Märkte führen. Diese Unterscheidung ist das Arbeitsinstrument, das er in die Vorstandsetagen einbringt.
Die intellektuelle Basis bildet Princeton, wo James seit seinem Eintritt in die Fakultät im Jahr 1986 den Claude-und-Lore-Kelly-Lehrstuhl für Europastudien innehat. Er ist Professor für Geschichte und Internationale Angelegenheiten an der School of Public and International Affairs und assoziiertes Mitglied des Bendheim Center for Finance. „Making the European Monetary Union“ (Harvard, 2012) ist nach wie vor ein Standardwerk darüber, wie der Euro geschaffen wurde und welche Annahmen dabei hinsichtlich des Verhaltens der Mitgliedstaaten zugrunde lagen.
Sein Zugang zu den Institutionen ist außergewöhnlich. James ist der offizielle Historiker des Internationalen Währungsfonds, was ihm einen dokumentierten Einblick darin verschafft, wie die Finanzordnung der Nachkriegszeit bei den verschiedenen Krisen tatsächlich funktionierte. Seine autorisierte Geschichte der Deutschen Bank wurde 1996 mit dem „Financial Times Global Business Book Award“ ausgezeichnet. „The War of Words“, sein Glossar zur Globalisierung, wurde in die Liste der besten Politikbücher 2021 der Financial Times aufgenommen.
Für ein Unternehmenspublikum sind seine Beiträge praxisnah. In einer monatlichen Kolumne bei Project Syndicate stellt er seine Argumente dem aktuellen Nachrichtenzyklus gegenüber. Der Helmut-Schmidt-Preis (2004), der Ludwig-Erhard-Preis (2005) und der Ellen-McArthur-Preis der Universität Cambridge untermauern diese Bilanz. Wenn ein Risikoausschuss zu entscheiden versucht, ob Zölle, Sanktionen oder eine Änderung des Währungssystems einen Schock oder einen strukturellen Wandel darstellen, ist sein „Seven Crashes“-Modell ein klares Instrument, um diese Entscheidung zu erzwingen.
Wichtige Vortragsthemen
- Globalisierungszyklen und Deglobalisierung
- Finanzkrisen und Krisenbewältigung
- Europäische Währungsunion und der Euro
- Geschichte des Zentralbankwesens
- Deutschland und die europäische Wirtschaft
- Internationale Währungs- und Finanzarchitektur
- Inflation, Angebotsschocks und politische Ökonomie
Ideal für
- Vorstände von Banken und Vermögensverwaltern, die mehrjährige Makro- und Zinsannahmen festlegen
- CROs, CFOs und Leiter der Finanzabteilung, die Krisenpläne anhand historischer Vorfälle überprüfen
- Politische, regulatorische und Zentralbankforen zu den Themen Währungsunion und internationale Finanzen
- Investorenkonferenzen und CEO-Gipfel, die sich mit Zöllen, Sanktionen und der Zukunft des Handels befassen
Ergebnisse für die Teilnehmer
- Eine praktische Unterscheidung zwischen angebots- und nachfragegetriebenen Krisen, jeweils mit historischen Beispielen
- Ein schärferes Verständnis der aktuellen Debatten über Inflation, Zölle und Kapitalströme vor dem Hintergrund der langjährigen Entwicklung
- Eine Perspektive auf den Euro und die europäische Geldpolitik aus der Sicht eines Historikers, der deren offizielle Geschichte verfasst hat
- Eine auf IWF-Erkenntnissen basierende Einschätzung darüber, wie globale Finanzinstitutionen tatsächlich reagieren, wenn das System unter Druck steht