Fabian Hemmert
Die Technologie wird immer leistungsfähiger – schneller, als die Menschen, die sie nutzen, ihre Fähigkeiten ausbauen können. Die meisten digitalen Produkte sind auf Effizienz ausgelegt, nicht auf das menschliche Nervensystem, und diese Diskrepanz äußert sich in Ermüdung, Desinteresse und einer nur oberflächlichen Akzeptanz. Für Führungskräfte stellt sich nicht mehr die Frage, wie sie KI schneller einsetzen können, sondern wie sie sie so gestalten können, dass die Menschen tatsächlich damit leben wollen.
Fabian Hemmert ist Designforscher und Professor an der Universität Wuppertal und unterstützt Organisationen dabei, die Schnittstelle zwischen Mensch und intelligenter Technologie neu zu überdenken.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Fabian Hemmert zusammenarbeiten
- Er bringt die fundierten Kenntnisse eines praktizierenden Wissenschaftlers in eine Frage ein, die von den meisten Strategieteams zu leicht genommen wird: Wie sieht eine gute Mensch-Computer-Interaktion eigentlich aus, wenn KI im Spiel ist?
- Sein „Research Through Design“-Ansatz liefert erprobte Prototypen statt bloßer Folienpräsentationen. Das „Data Touch“-Projekt – ein Fingerring, der durch das Erkennen von Objekten Präsentationen bereichert – ist genau die Art von Artefakt, die die Sichtweise eines Führungsteams auf das Interface-Design verändert.
- Er spricht fließend vor den unterschiedlichsten Zielgruppen. Ein Doktorat an der Universität der Künste Berlin, frühere Tätigkeiten bei Nintendo und Marvel sowie Auftritte bei SXSW, Lift und dem Chaos Communication Congress verleihen ihm eine Bandbreite, die vom Vorstand bis zur Designabteilung reicht.
- Er betrachtet KI eher als Designproblem denn als Implementierungsproblem. Für Unternehmen, die mit der Einführung dieser Technologie zu kämpfen haben, eröffnet diese neue Sichtweise oft Gespräche, die die technische Roadmap allein nicht ermöglichen kann.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Professor für Interface- und User-Experience-Design an der Universität Wuppertal, seit 2016 Leiter des Fachbereichs.
- Dr.-Ing. der Universität der Künste Berlin, mit Promotionsforschung am Design Research Lab in Zusammenarbeit mit den Telekom Innovation Labs.
- TEDxBerlin-Redner; Vortrag „The shape-shifting future of the mobile phone“ auf TED.com.
- Zu den Konferenzplattformen zählen SXSW, Lift, Chaos Communication Congress, EuroVision TV Summit, CeBIT, TEDxSalzburg und TEDxInnsbruck.
- Frühere Berufserfahrung bei Nintendo of Europe und Marvel Comics während des Studiums im Bereich Interface-Design.
- Veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten zu tangiblen Schnittstellen und Designforschungsmethodik, darunter eine Doktorarbeit und ein Buchkapitel zur Repertory-Grid-Technik.
Biografie
Die meisten digitalen Produkte sind auf das System zugeschnitten, nicht auf den Menschen, der sie nutzt. Diese Diskrepanz lässt sich immer schwerer verbergen, da KI zunehmend aus dem Backoffice in den Arbeitsalltag vordringt. Fabian Hemmerts Forschung an der Universität Wuppertal ist ein konsequenter Versuch, diese Lücke durch Design statt durch Benutzerschulungen zu schließen.
Er leitet den Fachbereich Interface- und User-Experience-Design an der Hochschule für Gestaltung in Wuppertal und erwarb seinen Dr.-Ing. an der Universität der Künste Berlin in Zusammenarbeit mit den Telekom Innovation Labs. Die Methodik lautet „Research Through Design“: einen Prototyp bauen, ihn den Menschen vorlegen, lernen, was sich ändert. Projekte wie „Data Touch“, ein Fingerring, der eine Präsentation steuert, indem er die Objekte in der Hand des Redners erkennt, machen die Forschung zu einem schlagkräftigen Argument.
Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er für Nintendo of Europe und Marvel Comics, was dem akademischen Rahmen eine kommerzielle Grundlage verleiht. Zu seinen öffentlichen Auftritten zählen TEDxBerlin, SXSW, Lift, der Chaos Communication Congress, der EuroVision TV Summit und die CeBIT. Der rote Faden zieht sich durch alle diese Veranstaltungen: Intuitive Technologie ist das Ergebnis von Design, kein Zufall.
Für Führungskräfte liegt der Wert darin, dass dies eine Korrektur darstellt. In Strategiepräsentationen werden KI und digitale Tools als Fragen der Leistungsfähigkeit behandelt. Hemmerts Arbeit belegt, dass Akzeptanz, Engagement und Vertrauen bereits viel früher, nämlich an der Schnittstelle, entschieden werden und dass Unternehmen unterschätzen, inwieweit ihre digitale Strategie durch Design-Standardwerte geprägt wird, die sie nie hinterfragt haben.
Wichtige Vortragsthemen
- Mensch-Computer-Interaktion
- Design für KI im Alltag
- Greifbare und verkörperte Schnittstellen
- Die Zukunft mobiler und persönlicher Geräte
- Methodik „Research Through Design“
- Designausbildung und kreative Fähigkeiten
- Spiel als Methode zur Innovation
Ideal für
- Design-Leiter, Produktmanager und CX-Verantwortliche, die digitale Schnittstellen im Lichte der KI neu überdenken.
- Innovations- und F&E-Teams, die eine akademische Perspektive suchen, die auf realen Prototypen basiert.
- Führungskräfte in Technologie-, Telekommunikations-, Unterhaltungselektronik- und Medienunternehmen.
- Universitäten, Designschulen und Konferenzen, die sich mit der Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion befassen.
Lernergebnisse für die Teilnehmer
- Ein klareres Verständnis dafür, warum oft das Schnittstellendesign und nicht die Leistungsfähigkeit des Modells darüber entscheidet, ob der Einsatz einer KI erfolgreich ist.
- Einblick in funktionierende Prototypen, die Annahmen darüber, wie sich die Nutzung digitaler Systeme anfühlen sollte, neu definieren.
- Ein Vokabular zur Diskussion von Greifbarkeit, Verkörperung und Intuition als kommerzielle Designvariablen.
- Das Selbstvertrauen, gängige Annahmen über Bildschirme, Geräte und digitale Arbeitsabläufe in der eigenen Organisation zu hinterfragen.
Vorträge
Ein Vortrag darüber, wie Organisationen und Gesellschaften immer wieder das Mögliche falsch einschätzen – und was diese Fehleinschätzung kostet.
Kernaussagen:
- Wie etablierte Annahmen zu unsichtbaren Hindernissen für Innovation werden.
- Historische Beispiele für Dinge, die einst als unmöglich galten und heute alltäglich sind – und die gestalterischen Maßnahmen, die dies ermöglichten.
- Ein Arbeitsrahmen zur Unterscheidung zwischen echten Einschränkungen und überlieferten Überzeugungen.
Ein Vortrag, in dem das Spiel als ernstzunehmender Mechanismus zur Bewältigung von Komplexität in den Bereichen Bildung, Arbeit und Technologieeinführung positioniert wird.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum das Spiel eine glaubwürdige Methode ist, um unsichere Zukunftsszenarien innerhalb von Organisationen zu erkunden.
- Wie spielerisches Prototyping das Lernen dort beschleunigt, wo die Analyse ins Stocken gerät.
- Praktische Implikationen für Führungskräfte, Bildungs- und Produktdesign-Teams.
Ein Vortrag darüber, wie man KI als Werkzeug zur Erweiterung menschlicher Fähigkeiten betrachten sollte und nicht als Ersatz dafür.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Vier mögliche Richtungen der KI-Entwicklung und was sie für die Nutzer bedeuten.
- Warum Chancen und Risiken der KI in der Regel dieselbe Designentscheidung sind, die aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird.
- Wie Einzelpersonen und Organisationen eine aktivere Haltung einnehmen können, wenn es darum geht, welche Zukunft der KI sie mitgestalten.