Léa Steinacker
Die meisten Organisationen, die KI evaluieren, können deren technische Leistungsfähigkeit beurteilen. Nur wenige sind jedoch in der Lage zu beurteilen, wie sich KI-Systeme nach ihrer Einführung auf Entscheidungsstrukturen und Verantwortungsbereiche auswirken. Genau in dieser Lücke – zwischen dem, was KI verspricht, und den tatsächlichen Veränderungen in der Arbeitsweise von Organisationen – häufen sich Governance-Risiken an, bevor sie sichtbar werden.
Als Sozialwissenschaftlerin und Spiegel-Bestsellerautorin unterstützt Dr. Léa Steinacker Vorstände und Führungsteams dabei, die Auswirkungen der Einführung künstlicher Intelligenz auf Unternehmensführung, Belegschaft und Rechenschaftspflicht zu verstehen. Dabei stützt sie sich auf begutachtete Forschungsergebnisse und ihr im Rahmen ihrer Doktorarbeit entwickeltes „Code Capital“-Konzept.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Léa Steinacker zusammenarbeiten
- Ihr „Code Capital“-Rahmenkonzept, das sie im Rahmen ihrer Promotion an der Universität St. Gallen entwickelt hat und das im Nomos Verlag erschienen ist, bietet Führungsteams eine strukturierte Methode zur Analyse dessen, was in KI-Systemen vom Entwurf bis zur Implementierung eingebettet ist – etwas, das in den meisten Diskussionen über KI-Governance derzeit fehlt.
- Ihre von Fachkollegen begutachtete Forschung befasst sich mit konkreten, umstrittenen KI-Anwendungen, darunter länderübergreifende Umfragen zur Akzeptanz von Gesichtserkennung, die in den Fachzeitschriften „Government Information Quarterly“ und „Public Understanding of Science“ veröffentlicht wurden. Dies verleiht ihren Argumenten eine empirische Grundlage und macht sie zu mehr als bloßen Behauptungen.
- Ihr 2024 gemeinsam mit Prof. Dr. Miriam Meckel verfasstes Buch (Rowohlt Verlag) schaffte es sowohl in die Bestsellerlisten des Spiegel als auch des Manager Magazins – ein Beweis dafür, dass ihre Darstellung der organisatorischen und gesellschaftlichen Folgen von KI nicht nur bei Fachpublikum, sondern auch bei Führungskräften aus der Wirtschaft Anklang findet.
- Als Mitbegründerin von ada Learning, das Tausende von Mitarbeitern aus DAX-Unternehmen, KMUs und Behörden mit Kompetenzen für die KI-Transformation ausgestattet hat, hat sie ihre Konzepte in großen Institutionen in großem Maßstab erprobt und nicht nur von außen beschrieben.
- Dank ihrer Erfahrung auf Vorstandsebene bei der Weleda AG und ihrer aktiven Führungsrolle als CEO der GaiaLogic AG stammt ihre Perspektive auf KI-Governance von jemandem, der direkt dafür verantwortlich ist, und nicht nur von jemandem, der sie analysiert.
Biografische Höhepunkte
- Promotion an der Universität St. Gallen; Doktorarbeit „Code Capital“, veröffentlicht als wissenschaftliche Monografie beim Nomos Verlag (2022)
- Co-Autorin zusammen mit Prof. Dr. Miriam Meckel von „Alles überall auf einmal“ (Rowohlt Verlag, 2024), das sowohl auf der Bestsellerliste des Spiegel als auch des Manager Magazins stand; erschienen auf Englisch als „Everything Everywhere All At Once: How Artificial Intelligence Impacts Our World“ und auf Koreanisch
- CEO der GaiaLogic AG; Mitbegründerin und ehemalige Vorstandsvorsitzende der ada Learning GmbH, die Tausende von Mitarbeitern aus DAX-Unternehmen, KMUs und Behörden mit Kompetenzen zur KI-Transformation ausgestattet hat
- Mitglied des Verwaltungsrats der Weleda AG; ehemaliges Mitglied des KI-Beirats der Ringier AG
- Dozentin an der Universität St. Gallen, Lehrgebiet „Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen künstlicher Intelligenz“
- Peer-Review-Publikationen in Government Information Quarterly, Electronic Markets, Public Understanding of Science und Data and Policy (Cambridge Core)
- Abschlüsse an der Princeton University (A.B.), der Harvard Kennedy School of Government (MPP) und der Universität St. Gallen (PhD)
- Forbes „30 Under 30 Europe“; Medium Magazine „Top 30 Under 30 Journalists“; BCG Thought Leader; Atlantik-Brücke Young Leader; Munich Young Leader (Münchner Sicherheitskonferenz und Körber-Stiftung); Henry-Richardson-Labouisse-Preis, Princeton University
Biografie
Unternehmen, die bei der Einführung von KI schnell voranschreiten, stellen fest, dass ihre Governance-Strukturen nicht Schritt halten können. Vorstände tragen zunehmend die Verantwortung dafür, wie sich KI-Systeme auf ihre Entscheidungen und ihre Mitarbeiter auswirken, doch den meisten fehlen die analytischen Rahmenbedingungen, um dies zu bewerten. Léa Steinacker hat ein Jahrzehnt damit verbracht, genau diese Rahmenbedingungen zu entwickeln.
Ihre Doktorarbeit an der Universität St. Gallen mündete in „Code Capital“, einem soziotechnischen Rahmenwerk zur Analyse von KI-Systemen vom Entwurf bis zur Implementierung. Das 2022 im Nomos Verlag erschienene Werk bietet Führungskräften einen strukturierten Ansatz, um zu ermitteln, was KI-Systeme tatsächlich beinhalten – von Designannahmen bis hin zu Risiken bei der Einführung. Ihre begutachteten Arbeiten, die sich mit der Einführung von Gesichtserkennung in vier Ländern befassen und in Fachzeitschriften wie „Government Information Quarterly“ und „Public Understanding of Science“ veröffentlicht wurden, liefern eine empirische Grundlage für Argumente, die allzu oft auf der Ebene von Grundsätzen verharren.
Ihr 2024 gemeinsam mit Prof. Dr. Miriam Meckel erschienenes Buch (Rowohlt Verlag) wurde sofort zum Bestseller im Spiegel und im Manager Magazin und wurde anschließend ins Englische und Koreanische übersetzt. Es verlagerte die Frage, was KI für Menschen, Organisationen und Gesellschaften bedeutet, von der ethischen Debatte in die praktische Führungsdiskussion. Diese Perspektive bringt sie nun als CEO der GaiaLogic AG und als Dozentin an der Universität St. Gallen direkt in die Praxis ein.
Als Mitglied des Verwaltungsrats der Weleda AG ist ihre Sichtweise auf KI-Governance nicht nur von akademischer Analyse geprägt, sondern auch von institutioneller Rechenschaftspflicht. Sie ist Mitbegründerin von ada Learning, das Tausende von Mitarbeitern aus DAX-Unternehmen, Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen mit Kompetenzen für die KI-Transformation ausgestattet hat. Sie hat Abschlüsse von der Princeton University, der Harvard Kennedy School of Government und der Universität St. Gallen.
Wichtige Vortragsthemen
- KI-Governance und verantwortungsvoller Einsatz
- Die gesellschaftlichen und organisatorischen Auswirkungen von KI
- Code Capital und soziotechnische Analyse von KI-Systemen
- KI-Regulierung und der europäische politische Rahmen
- Veränderung der Arbeitswelt und KI-Bereitschaft
- Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI sowie Entscheidungsfindung
- KI und die Zukunft der Wissensarbeit
Ideal für
- Vorstände und Führungskräfte der obersten Ebene, die KI-Governance- und Rechenschaftsstrukturen bewerten
- Chief Technology Officers, Chief Digital Officers und Transformationsleiter, die die Einführung von KI vorantreiben
- Teams aus den Bereichen Politik, Recht und Compliance, die sich mit KI-Regulierung und Unternehmensrisiken befassen
- Führungskräfte aus den Bereichen Personal und Personalmanagement, die die Bereitschaft der Belegschaft und KI-getriebene organisatorische Veränderungen managen
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein auf dem Code Capital-Modell basierendes Rahmenwerk zur Bewertung der Auswirkungen von KI-Systemen auf Organisationen über ihre angegebenen technischen Fähigkeiten hinaus
- Ein klareres Verständnis dafür, wo sich Risiken der KI-Governance ansammeln, bevor sie auf Vorstandsebene sichtbar werden
- Praktische Grundlagen zur europäischen KI-Regulierung und deren Bedeutung für die Entscheidungsfindung und Haftung in Organisationen
- Ein präziseres Vokabular, um die richtigen Fragen zu KI im Kontext von Führung und Governance zu stellen
- Größere Klarheit darüber, wie Initiativen zur Vorbereitung der Belegschaft so gestaltet werden können, dass die KI-Transformation als organisatorische Herausforderung und nicht nur als eine Frage der Kompetenzen betrachtet wird
Vorträge
Auf der Grundlage des gemeinsam mit Prof. Dr. Miriam Meckel verfassten Spiegel-Bestsellers untersucht dieser Vortrag, wie KI die Gesellschaft, Organisationen und die Arbeitswelt neu gestaltet und warum die heute getroffenen Governance-Entscheidungen die Rahmenbedingungen für diesen Wandel bestimmen werden.
Wichtige Erkenntnisse:
- Warum der aktuelle Stand der KI-Entwicklung dazu führt, dass Governance-Entscheidungen für Organisationen und Gesellschaften von ungewöhnlich großer Tragweite sind
- Was Organisationen von der Einführung von KI gewinnen können und wo strukturelle Risiken eher verborgen als offensichtlich sind
- Ein Rahmen, um KI nicht als eine einzelne Technologie zu betrachten, die es einzuführen gilt, sondern als eine Reihe von Entscheidungen über Werte, Verantwortlichkeit und die Frage, was Organisationen werden wollen
Dieser Vortrag beleuchtet die praktischen Herausforderungen im Bereich der Unternehmensführung, denen Organisationen gegenüberstehen, wenn die europäische KI-Verordnung in Kraft tritt, und zeigt Führungskräften Wege auf, wie sie die Compliance-Anforderungen bewältigen können, ohne diese als Einschränkung der Möglichkeiten zu betrachten.
Wichtige Erkenntnisse:
- Was das EU-KI-Gesetz von Organisationen auf verschiedenen Risikostufen von KI-Systemen verlangt – in einer Form, die der Vorstand umsetzen kann
- Wie KI-Governance-Rahmenwerke mit der Wettbewerbsstrategie in Einklang gebracht werden können, anstatt sie als gegensätzliche Kräfte zu betrachten
- Wo bei der Einführung von KI am ehesten Compliance-Lücken entstehen und wie man diese beheben kann, bevor sie kostspielig werden
Dieser Vortrag behandelt die KI-Bereitschaft der Belegschaft als eine Frage der organisatorischen Transformation und nicht als reine Schulungsmaßnahme. Dabei stützt er sich auf Steinackers Erfahrungen als Mitbegründer und Leiter von ada Learning, einem Unternehmen mit Tausenden von Mitarbeitern aus DAX-Unternehmen, Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum die meisten AI-Weiterbildungsprogramme die tatsächlichen Arbeitsabläufe in Organisationen nicht verändern und wie ein struktureller Ansatz stattdessen aussehen könnte
- Wie man die wichtigsten Kompetenzlücken auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Funktionen innerhalb der Organisation identifiziert
- Ein praktischer Rahmen für den Übergang vom KI-Bewusstsein zu echter KI-Bereitschaft in einer vielfältigen, generationsübergreifenden Belegschaft