Anthony Thomson
Etablierte Finanzinstitute wissen, dass ihre Kunden abwandern würden, wenn eine glaubwürdige Alternative auf den Markt käme. Das Problem besteht darin, diese Alternative innerhalb einer regulierten Branche zu entwickeln – mit veralteten Systemen, einer risikoaversen Kultur und Vertriebsmodellen, die nie auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet waren. Die meisten Versuche, den Wandel von innen heraus voranzutreiben, scheitern lange bevor sie den Markt erreichen.
Anthony Thomson ist der Seriengründer hinter Metro Bank, Atom Bank und 86 400 und zeigt Führungskräften, wie man in einem regulierten Markt kundenorientierte Finanzunternehmen von Grund auf aufbaut.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Anthony Thomson zusammenarbeiten
- Er ist einer der wenigen Akteure weltweit, der drei lizenzierte Banken nach drei unterschiedlichen Modellen gegründet hat: eine stationäre Herausforderer-Bank, eine rein digitale App-Bank in Großbritannien und eine australische Smart-Bank.
- Die Gründung seiner Metro Bank beendete eine jahrhundertelange Durststrecke bei der Gründung neuer britischer Filialbanken und setzte neue Maßstäbe dafür, wie ein kundenorientiertes Privatkundengeschäft aussehen sollte.
- Er spricht aus der Perspektive des Vorstandsvorsitzenden, nicht aus der der Analysten. Jedes seiner Argumente zu Challenger-Strategie, Marke und Regulierung wurde anhand einer echten Bilanz und im Austausch mit einer echten Aufsichtsbehörde auf den Prüfstand gestellt.
- Zusammen mit Lucian Camp verfasste er „No Small Change“ (Wiley), ein direktes Manifest darüber, warum das Marketing im Finanzdienstleistungssektor versagt hat und was an seine Stelle treten muss.
- Er kann einem Vorstand darlegen, was tatsächlich nötig ist, um ein Strategiepapier zum Thema „Kundenorientierung“ in ein zugelassenes, finanziertes und operatives Unternehmen umzusetzen.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Mitbegründer und Gründungsvorsitzender der Metro Bank, der ersten neuen britischen High-Street-Bank seit über einem Jahrhundert.
- Gründer und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Atom Bank, der ersten reinen App-Bank Großbritanniens, die 2015 die Zulassung erhielt.
- Mitbegründer und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von 86 400, Australiens erster Smart-Bank, die später von der NAB übernommen wurde.
- Vorsitzender von Zip UK, dem britischen Zweig der australischen „Buy-now-pay-later“-Gruppe.
- Mitautor von „No Small Change: Why Financial Services Needs A New Kind of Marketing“ (Wiley, 2018), gemeinsam mit Lucian Camp.
- Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender des „Financial Services Forum“; Gastprofessor an der London Metropolitan University und David-Goldman-Gastprofessor an der Newcastle University Business School.
Biografie
Die Metro Bank eröffnete im Juli 2010 ihre erste Filiale in Holborn und war damit die erste neue High-Street-Bank seit über hundert Jahren, die auf den britischen Markt trat. Anthony Thomson war Mitbegründer der Bank und fungierte als ihr Gründungsvorsitzender, wobei er sie vom Konzept bis hin zu einem lizenzierten, operativen Privatkundeninstitut führte.
Doch damit gab er sich nicht zufrieden. Einige Jahre nach seinem Ausscheiden bei der Metro Bank gründete Thomson die Atom Bank, die erste reine App-Bank Großbritanniens, die 2015 ihre Banklizenz erhielt. Anschließend war er Mitbegründer von 86 400, Australiens erster „Smart Bank“, die später von der National Australia Bank übernommen wurde. Drei zugelassene Banken, drei unterschiedliche Modelle, eine einheitliche These: Die Branche ist längst reif für eine Neugestaltung, bei der der Kunde im Mittelpunkt steht.
Diese These wird ausführlich in „No Small Change“ (Wiley, 2018) dargelegt, das er gemeinsam mit Lucian Camp verfasste und in dem das Marketing für Finanzdienstleistungen als eine Disziplin behandelt wird, die einer grundlegenden Neugestaltung bedarf und nicht nur einer kosmetischen Auffrischung. Zu Beginn seiner Karriere war Thomson Mitbegründer von City Financial Marketing, das später von Publicis übernommen wurde, sowie von The Financial Services Forum. Dadurch erlangte er bereits vor seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender einer Bank einen praxisnahen Einblick in die Gestaltung von Marken und Angeboten in der gesamten Branche.
Heute ist er Vorsitzender von Zip UK und referiert vor Vorständen, Führungsteams und Aufsichtsbehörden darüber, was es tatsächlich braucht, um ein neues Finanzunternehmen zu gründen und auszubauen. Seine Arbeit liefert eine präzise Antwort auf eine Frage, mit der viele etablierte Unternehmen zu kämpfen haben: Ab wann ist kundenorientierte Transformation nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern schlägt sich in der Bilanz nieder?
Wichtige Vortragsthemen
- Challenger-Banking und Fintech-Strategie
- Kundenorientierte Modelle im Privatkundengeschäft
- Aufbau regulierter Unternehmen von Grund auf
- Marken- und Marketingstrategien im Finanzdienstleistungssektor
- Digitales und „Mobile-First“-Banking
- Unternehmertum in regulierten Branchen
Ideal für
- Vorstände und Führungsteams von Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern, die ihre Kundenstrategie überarbeiten.
- CMOs und Markenverantwortliche im Finanzdienstleistungssektor, die ihr Angebot und ihre Marketinginvestitionen überdenken.
- Gründer, Investoren und Transformationsverantwortliche, die Fintech- und regulierte Unternehmen aufbauen oder finanzieren.
Lernziele
- Ein klareres Verständnis dafür, was ein skalierbares Challenger-Angebot von einem unterscheidet, das bereits bei der Markteinführung ins Stocken gerät.
- Eine konkrete Darstellung, wie eine lizenzierte Bank konzipiert, finanziert und auf den Markt gebracht wird.
- Schärfere Fragen, die sie auf ihre eigene Kunden-, Marken- und Vertriebsstrategie anwenden können.
- Ein realistisches Gespür dafür, wo Regulierung hilft und wo sie gute Ideen stillschweigend zunichte macht.