Carlos Cordon

Globale Lieferketten wurden für eine Welt des freien Handels, kostengünstiger Logistik und vorhersehbarer Nachfrage aufgebaut. Keine dieser Voraussetzungen trifft heute noch zu. Vorstände stehen nun vor einer drängenden Frage: Wie lassen sich Kostendisziplin wahren, Kundenverpflichtungen erfüllen und die Betriebsabläufe an ein fragmentiertes Zollumfeld anpassen – und das alles gleichzeitig, ohne das Wachstum zu bremsen?

Carlos Cordon ist Professor am IMD und unterstützt Vorstände und Führungskräfte bei der Neugestaltung globaler Lieferketten für eine Welt, die von geopolitischer Fragmentierung, digitaler Wertschöpfung und ständigen Umbrüchen geprägt ist.

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Warum Unternehmen mit Carlos Cordon zusammenarbeiten

  • Direkte Beratungserfahrung bei Johnson & Johnson, Nestlé, Coca-Cola, Merck, Mondelez, Unilever, Heineken, Danone und General Motors – das bedeutet, dass die Beispiele, die er auf der Bühne vorstellt, aus Sitzungen stammen, an denen er selbst teilgenommen hat.
  • Er definiert die Diskussion über die Lieferkette auf Vorstandsebene neu als eine Debatte über Umsatz und Wachstum und verlagert sie damit weg vom bekannten Kosten-Defensiv-Ansatz hin in den Wettbewerbsbereich.
  • Lehrmaterial, für dessen Nutzung andere Business Schools bezahlen. Seine Fallstudien haben ihm zweimal einen Platz unter den Top 50 der weltweit meistverkauften Fallautoren von The Case Centre eingebracht.
  • Er ist Mitglied des Digital Advisory Board von Coca-Cola European Partners, was ihm einen Einblick aus der Praxis verschafft, wie ein globales Konsumgüterunternehmen auf höchster Ebene tatsächlich in digitale und KI-Projekte investiert.
  • Er schreibt regelmäßig für TIME über Lieferketten und Geopolitik, sodass ein Vorstand jemanden gewinnt, dessen Argumente bereits vor einem internationalen redaktionellen Publikum auf die Probe gestellt wurden.

Wichtige Stationen seiner Laufbahn

  • Professor für Strategie und Lieferkettenmanagement an der IMD Business School in Lausanne.
  • Leiter des IMD-Programms „Strategies for Supply Chain Digitalization“.
  • Autor von „Strategy is Digital“ (Springer), „The Power of Two“ (Palgrave Macmillan) und „Strategic Supply Chain Management“ (Routledge).
  • Zweimal in der Liste der 50 meistverkauften Fallstudienautoren von The Case Centre aufgeführt (Platz 18 im Jahr 2020/21, Platz 36 im Jahr 2023/24).
  • Gewinner des EFMD-Case-Writing-Wettbewerbs 2017 sowie des „Production and Operations Management Award“ von The Case Centre im Jahr 2011 und erneut im Jahr 2026 für „Apple’s Supply Chain Transformation“.
  • Regelmäßiger Autor für TIME und I by IMD; Beirat bei Coca-Cola European Partners im Bereich Digital.

Biografie

Die meisten Diskussionen über die Lieferkette in den Vorstandsetagen werden nach wie vor als Kostenfragen geführt. Cordons Arbeit betrachtet sie stattdessen als Umsatzfragen. Seine These, die er in drei Büchern und einem weltweit in MBA-Programmen verwendeten Fallportfolio entwickelt hat, lautet: Wie ein Unternehmen seine Wertschöpfungskette beschafft, produziert, transportiert und digitalisiert, entscheidet heute darüber, ob es in einer sich fragmentierenden Welt überhaupt wachsen kann.

Am IMD, wo er den Lehrstuhl für Strategie und Lieferkettenmanagement innehat, leitet er das Programm „Strategies for Supply Chain Digitalization“ und unterrichtet Führungskräfte aus Unternehmen, die die Konsum-, Pharma- und Industriewirtschaft prägen. Zu seinen Kunden zählen Johnson & Johnson, Nestlé, Coca-Cola, Merck, Mondelez, Unilever, Heineken, Danone und General Motors. Er ist Mitglied des Digital Advisory Board von Coca-Cola European Partners, wodurch seine Sichtweise stets auf aktuelle unternehmerische Entscheidungen abgestimmt bleibt.

Seine Veröffentlichungen zeichnen die Entwicklung des Fachgebiets nach. In „The Power of Two“ (Palgrave Macmillan, 2008) legte er dar, wie intelligente Partnerschaften zwischen Kunden und Lieferanten einen Mehrwert schaffen, den keine der beiden Parteien allein erzielen könnte. In „Strategy is Digital“ (Springer, 2016) argumentierte er, dass Big Data und digitale Plattformen zur Wertschöpfungskette selbst geworden seien und nicht mehr nur eine Überlagerung derselben darstellten. Das aktuelle Forschungsprogramm befasst sich mit der schwierigsten Frage, vor der Führungskräfte derzeit stehen: Wie lassen sich Beschaffung, Produktionsstandorte und Betriebsmodelle neu ausrichten, wenn sich Zölle, geopolitische Risiken und Gen-AI gleichzeitig verändern?

Das Verfassen von Fallstudien ist eine zweite Form der wissenschaftlichen Arbeit. Er wurde zweimal weltweit unter die Top 50 der meistverkauften Fallstudienautoren von „The Case Centre“ gewählt und gewann 2011 sowie erneut 2026 in der Kategorie „Produktions- und Betriebsmanagement“ für seine Fallstudie zur Transformation der Lieferkette von Apple. Der EFMD-Fallstudienwettbewerb würdigte 2017 seine Adidas-Fallstudie. Nur wenige Wissenschaftler im Bereich Lieferketten finden bei anderen Lehrenden dieses Fachs eine so breite Leserschaft – und genau das verleiht seiner Perspektive auf ein aktuelles Problem in der Unternehmensführung das nötige Gewicht.

Wichtige Vortragsthemen

  • Neugestaltung der Lieferkette unter geopolitischem und zollpolitischem Druck
  • Reshoring, Nearshoring und Strategie zur Optimierung der Produktionspräsenz
  • Digitale Wertschöpfungsketten und der kommerzielle Einsatz von Gen-AI im operativen Geschäft
  • Partnerschaftsmodelle zwischen Kunden und Lieferanten
  • Die Lieferkette als Treiber für Umsatz und Wettbewerbsvorteile
  • Digitales Lean-Management und Prozessneugestaltung
  • Resilienz von Betriebsmodellen in den Bereichen Konsumgüter, Pharma und Industrie

Ideal für

  • Vorstands- und Exekutivausschusssitzungen, bei denen die Neugestaltung der Lieferkette auf der strategischen Agenda steht
  • Chief Supply Chain Officers, COOs und Chief Procurement Officers, die Entscheidungen zur globalen Präsenz treffen
  • Strategie- und Transformationsverantwortliche, die an Reshoring, Digitalisierung oder Maßnahmen zur Zollreaktion arbeiten
  • Führungsteams aus den Bereichen Konsumgüter, Pharma und Industrie, die überdenken, wie operative Abläufe wirtschaftlichen Mehrwert schaffen

Lernziele für die Teilnehmer

  • Ein klareres Verständnis dafür, wie Zollfragmentierung und geopolitische Risiken die Wahl der Betriebsmodelle in den nächsten drei bis fünf Jahren neu gestalten.
  • Ein praktisches Vokabular, um die Lieferkette auf Vorstandsebene als Wachstumshebel zu argumentieren.
  • Konkrete Beispiele namhafter multinationaler Unternehmen, die zeigen, wie Reshoring, Digitalisierung und generative KI in konkrete Entscheidungen zum Betriebsmodell einfließen.
  • Ein präziserer Test, um festzustellen, wo sich Investitionen in Digitalisierung und KI entlang der Wertschöpfungskette auszahlen und wo nicht.

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