Didier Cossin
Vorstände sind heute mehr denn je in der jüngeren Unternehmensgeschichte gefordert, schneller und bei schwierigeren Fragen Entscheidungen zu treffen – und das bei weniger institutionellem Gedächtnis als je zuvor. Cyberrisiken, geopolitische Risiken, der Einsatz von KI, ESG-Prüfungen und Aktionärsaktivismus stehen nun alle auf der Tagesordnung, oft sogar im selben Quartal. Die meisten Vorstände waren für diese Belastung nicht ausgelegt, und die Folgen von Fehlentscheidungen reichen mittlerweile nicht mehr nur über Reputationsschäden hinaus, sondern sind existenziell.
Didier Cossin unterstützt Vorstände und Führungskräfte dabei, die Qualität der Entscheidungsfindung auf oberster Unternehmensebene zu verbessern. Dabei stützt er sich auf die Governance-Methodik, die er am IMD entwickelt und bei Staatsfonds, supranationalen Organisationen und globalen Konzernen angewendet hat.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Didier Cossin zusammenarbeiten
- Er ist der namentlich genannte Autor der „Four Pillars of Board Effectiveness“, einer Governance-Methodik, die am Global Board Center des IMD aktiv eingesetzt und weltweit bei über 3.000 Vorstandsmitgliedern angewendet wird.
- Seine Liste von Beratungskunden, zu denen die UNO, die EZB, die Weltbank, das IOC, der PIF, ADQ und Temasek gehören, verschafft ihm eine Referenzbasis, mit der nur sehr wenige Experten im Bereich Unternehmensführung mithalten können.
- Er betrachtet Stewardship als operative Disziplin für Führungskräfte und nicht als bloße Werteerklärung und hat ein Werk geschaffen – darunter das gemeinsam mit Stewardship Asia verfasste Buch –, das festhält, wie dies in der Praxis aussieht.
- Die zweite Auflage von „High Performance Boards“ erweitert das Rahmenwerk um die Themen Cybersicherheit, ESG-Kennzahlen, geopolitische Risiken und Aktivismus im Vorstand – die aktuellen Schwerpunkte für Vorstandsvorsitzende und führende unabhängige Verwaltungsratsmitglieder im Jahr 2026.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Gründer und Direktor des IMD Global Board Center; Inhaber des UBS-Lehrstuhls für Bank- und Finanzwesen am IMD.
- Promotion an der Harvard University unter der Leitung von Robert C. Merton; zwei Derek-Bok-Preise für herausragende Lehre an der Harvard University.
- Entwickler der Methodik „Four Pillars of Board Effectiveness“.
- Autor von „High Performance Boards“ (Wiley, zweite Auflage 2024) und „Inspiring Stewardship“ (Wiley, 2016).
- Leitender Berater für Governance bei UNICEF und der Internationalen Organisation für Normung.
- Berater der Vereinten Nationen, der EZB, der Weltbank, der IFC, des IOC sowie staatlicher Investitionsfonds, darunter PIF, ADQ und Temasek.
Biografie
Die schwierigsten Probleme, mit denen ein Vorstand konfrontiert wird, treten selten als Governance-Probleme in Erscheinung. Sie manifestieren sich als Cyberangriff, als Schreiben einer Aufsichtsbehörde, als aktivistischer Aktionär oder als geopolitisches Risiko, das niemand vorhergesehen hat. Die Aufgabe des Vorstands besteht darin, eine Entscheidung zu treffen, bevor die Situation ihn dazu zwingt. Die Fähigkeit dazu hat Cossin zwei Jahrzehnte lang erforscht, systematisiert und vermittelt.
Am IMD gründete er das Global Board Center und entwickelte die „Vier Säulen der Vorstandswirksamkeit“ – eine Methodik, die heute zur Bewertung und Neugestaltung von Vorständen in Unternehmen, Staatsfonds und supranationalen Institutionen eingesetzt wird. Das Rahmenwerk betrachtet die Leistung eines Vorstands als Funktion von vier miteinander interagierenden Variablen: der Qualität und Vielfalt der Personen im Gremium, den Informationen, die sie erhalten, den Strukturen, in denen sie agieren, und der Dynamik, die ihre Diskussionen und Entscheidungen prägt.
Im Rahmen seiner Beratungstätigkeit wird das Rahmenwerk in ungewöhnlichen Kontexten auf die Probe gestellt. Er ist Senior Advisor für Governance bei UNICEF und der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und hat mit den Vereinten Nationen, der EZB, der Weltbank, der IFC und dem IOC sowie mit staatlichen Investoren wie PIF, ADQ und Temasek zusammengearbeitet. In all diesen Institutionen tauchen dieselben Fragen auf: Wie lässt sich die Glaubwürdigkeit der Aufsicht bei zunehmender Größe und Komplexität wahren, und wie lässt sich eine langfristige Verantwortung sichern, wenn der kurzfristige Druck zunimmt?
In seinen beiden Büchern „High Performance Boards“ (Wiley, zweite Auflage 2024) und „Inspiring Stewardship“ (Wiley, 2016) wandelt er diese Praxiserfahrung in eine Methode um. Die neuere Auflage ergänzt das ursprüngliche Rahmenwerk um Cyberrisiken, die operative Umsetzung von ESG-Kriterien, den Aktivismus im Vorstand und geopolitische Risiken – Themen, die mittlerweile auf der aktuellen Agenda jedes Vorstandsvorsitzenden stehen, der den Terminkalender des Vorstands für das kommende Jahr vorbereitet.
Wichtige Vortragsthemen
- Effektivität des Vorstands und Unternehmensführung
- Verantwortungsvolle Unternehmensführung und langfristige Wertschöpfung
- Entscheidungsfindung an der Spitze von Organisationen
- Cyber- und KI-Risiken auf Vorstandsebene
- ESG und Nachhaltigkeits-Governance
- Governance bei Staatsfonds und institutionellen Anlegern
- Geopolitische Risiken und Aufsicht durch den Vorstand
Ideal für
- Vorstandsvorsitzende, leitende unabhängige Verwaltungsratsmitglieder und nicht geschäftsführende Verwaltungsratsmitglieder
- Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführungen, die sich auf die Prüfung durch den Aufsichtsrat in den Bereichen Cybersicherheit, KI, ESG oder geopolitische Risiken vorbereiten
- Staatsfonds, Pensionsfonds und institutionelle Anleger
- Familienunternehmen und Family Offices, die Governance-Strukturen für die Nachfolge aufbauen
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein praktisches Diagnoseinstrument zur Bewertung des eigenen Vorstands anhand der vier Säulen
- Ein Einblick, wie führende staatliche Investoren und supranationale Gremien ihre Governance unter genauer Prüfung strukturieren
- Eine klarere Trennung zwischen der Stewardship-Rolle des Vorstands und der operativen Rolle der Geschäftsführung
- Konkrete Anhaltspunkte zu Cyber-, ESG- und geopolitischen Risiken auf Vorstandsebene, abgeleitet aus namentlich genannten Institutionen