Paolo Surico
Die Vorstände werden aufgefordert, ihre Investitions-, Personal- und Preisplanung über einen Zyklus hinweg zu gestalten, den sie nicht einschätzen können. Die üblichen makroökonomischen Lageberichte sind zu abstrakt, um von Nutzen zu sein, und die interne Einschätzung stützt sich selten auf Belege dafür, wie sich die Politik tatsächlich auf Haushalte und Unternehmen auswirkt. Führungskräfte brauchen jemanden, der Zinsentscheidungen, finanzpolitische Weichenstellungen und Ungleichheit mit den Bereichen ihres Unternehmens in Verbindung bringen kann, die tatsächlich Einfluss haben.
Paolo Surico ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der London Business School und als Forschungsberater für Zentralbanken tätig. Seine empirischen Arbeiten zu Geldpolitik, Staatsausgaben und Ungleichheit helfen Führungskräften dabei, den Makrozyklus anhand der Aspekte zu verstehen, die sich auf ihre Kunden, ihre Belegschaft und ihre Bilanz auswirken.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Paolo Surico zusammenarbeiten
- Anhand von Mikrodaten aus Haushalten und Unternehmen hat er gezeigt, dass der Großteil der Konsumreaktion auf Zinssätze von Haushalten mit Hypotheken stammt – dies ist der wichtigste Ansatzpunkt für jede Unternehmensmodellierung der Verbrauchernachfrage im Rahmen eines Zinszyklus.
- Sein in der „American Economic Review“ veröffentlichter Artikel über die langfristigen Auswirkungen staatlicher Ausgaben wurde in der Frühjahrserklärung des britischen Finanzministers zitiert – ein seltener Beweis dafür, dass wissenschaftliche Arbeit die tatsächliche Finanzpolitik beeinflusst hat.
- Dank seiner Beratertätigkeit für die Bank of England, die Europäische Zentralbank, die Europäische Kommission und die Financial Conduct Authority hat er Einblick in die Kommunikation der Zentralbanken von innen heraus und nicht nur als Kommentator.
- Sein ESRC-Zuschuss in Höhe von 1 Million GBP und sein ERC-Starting-Grant reihen ihn nach Einschätzung unabhängiger Förderer in die Spitzenklasse der europäischen Makroökonomen ein.
- Er übersetzt technische Makroökonomie in eine Sprache, die auch ein Vorstand ohne Ökonomen verstehen kann – weshalb Finanzdienstleister und Beratungsunternehmen ihn immer wieder buchen.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Professor für Wirtschaftswissenschaften, London Business School
- Fellow am Centre for Economic Policy Research; wissenschaftlicher Mitarbeiter am LSE Centre for Macroeconomics
- Mitautor von „The Long-Run Effects of Government Spending“, American Economic Review (2025), zitiert in der Frühjahrserklärung des britischen Finanzministers
- Erhielt einen ESRC-Zuschuss in Höhe von 1 Million GBP für „Long-Run Consequences of Business-Cycle Fluctuations“; Empfänger eines ERC Starting Grant
- Ehemaliger Berater des Geldpolitischen Ausschusses der Bank of England; Berater der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Kommission und der Financial Conduct Authority
- Regelmäßiger Autor und Kommentator in der Financial Times, The Economist, Il Sole 24 Ore und Corriere della Sera
Biografie
Die meisten makroökonomischen Analysen beschränken sich auf die Aggregate. Suricos Arbeit beginnt dort, wo diese normalerweise endet: bei den privaten Haushalten und den Unternehmen. Anhand von Mikrodaten aus den USA und Großbritannien hat er gezeigt, dass Haushalte mit Hypotheken den größten Teil der Konsumreaktion auf Zinsänderungen ausmachen, während Hausbesitzer ohne Hypothek kaum reagieren. Diese Erkenntnis hat die Sichtweise der Zentralbanken auf die Transmissionsmechanismen neu geprägt und bietet Führungskräften in der Wirtschaft etwas Nützlicheres als eine Prognose.
Sein 2025 in der „American Economic Review“ gemeinsam mit Juan Antolin-Diaz veröffentlichter Artikel „The Long-Run Effects of Government Spending“ nutzte US-Daten aus 125 Jahren, um zu zeigen, dass militärische und öffentliche F&E-Ausgaben durch ihre Zusammensetzung – und nicht durch ihre Höhe – große, anhaltende Wachstumseffekte erzeugen. Die Studie wurde in der Frühjahrserklärung des britischen Finanzministers zitiert, was eine ungewöhnlich direkte Verbindung zwischen akademischer Forschung und Finanzpolitik darstellt.
Seine Referenzen sind beeindruckend: Er ist Fellow des CEPR, wissenschaftlicher Mitarbeiter am LSE Centre for Macroeconomics, ehemaliger Berater des Geldpolitischen Ausschusses der Bank of England sowie derzeitiger Berater der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission. Hinter seiner akademischen Laufbahn stehen ein ESRC-Zuschuss in Höhe von 1 Million GBP und ein ERC-Starting-Grant. Er schreibt regelmäßig für die „Financial Times“, „The Economist“ und die großen italienischen Finanzzeitungen.
Was ihn für ein Publikum in den Vorstandsetagen auszeichnet, ist die Brücke, die er zwischen empirischer Makroökonomie und den Entscheidungen schlägt, die ein Führungsteam in diesem Quartal treffen muss. Wenn er über die Verschuldung der privaten Haushalte, den demografischen Wandel oder die Umverteilungseffekte der Geldpolitik spricht, werden seine Argumente so konkret formuliert, dass ein Finanzvorstand, ein Strategieleiter oder ein Leiter der Vermögensverwaltung darauf reagieren kann.
Wichtige Vortragsthemen
- Geldpolitische Transmission und Verschuldung der privaten Haushalte
- Tragfähigkeit der Staatsverschuldung und fiskalische Aussichten
- Staatsausgaben, Innovation und langfristiges Wachstum
- Ungleichheit und die Makroökonomie
- Wohnungsmarkt, Kreditmarkt und Finanzmärkte
- Demografischer Wandel und makroökonomische Politik
Ideal für
- CFO-, Treasury- und Finanz-Führungsteams in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Vermögensverwaltung und Versicherungen
- Vorstände und Geschäftsleitungen, die ihre Strategie anhand von Zins-, fiskal- und politikbezogenen Szenarien einem Stresstest unterziehen
- Kundenveranstaltungen im Bereich Vermögensverwaltung und Private Banking, bei denen hochrangige Kunden fundierte makroökonomische Analysen wünschen
- Strategie- und wirtschaftspolitische Abteilungen in der Industrie, im Immobiliensektor und in konsumorientierten Branchen
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein klareres Verständnis dafür, wie sich Zinsentscheidungen tatsächlich auf Haushalte mit Hypotheken, Mieter und Bilanzen auswirken – statt auf aggregierte Modelle
- Ein Rahmenkonzept zur Interpretation der Kommunikation der Zentralbanken aus der Perspektive des geldpolitischen Entscheidungsprozesses
- Konkrete Auswirkungen der Entwicklung der Staatsverschuldung und der Staatsausgaben auf das mittelfristige Wachstum und die Kapitalallokation
- Eine fundierte Betrachtung der Ungleichheit als makroökonomischer Verstärker und nicht als Gegenstand sozialer Kommentare