Kemal Apaydin
Autonome KI-Agenten haben begonnen, im Namen von Menschen zu handeln: Sie versenden Nachrichten, nehmen Buchungen vor, tätigen Käufe und treffen Entscheidungen, ohne dass ein Mensch in den Prozess eingebunden ist. Unternehmen müssen nun entscheiden, in welchem Umfang sie diese Autonomie abgeben wollen und wer die Verantwortung trägt, wenn ein Agent einen Fehler macht. Die Technologie entwickelt sich schneller als die Kontroll- und Aufsichtsmechanismen, die sie regeln sollen.
Kemal Apaydin ist ein Technologie-Gründer, der Unternehmen dabei unterstützt, zu verstehen, in welche Richtung sich autonome KI-Agenten und persönliche KI entwickeln und was die Übertragung alltäglicher Entscheidungen an Software für den Datenschutz und die menschliche Kontrolle bedeutet.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Kemal Apaydin zusammenarbeiten
- Er spricht aus der Perspektive eines Entwicklers. Derzeit entwickelt er ein KI-Produkt, das Preise berechnet und Risiken für Krankenversicherer prognostiziert. Seine Einschätzung, wo agentische KI funktioniert und wo sie an ihre Grenzen stößt, basiert daher auf der praktischen Umsetzung dieses Produkts.
- Er verbindet die technologische Vorreiterrolle mit den daraus folgenden Entscheidungen. In seinen Vorträgen greift er ein aktuelles Beispiel wie den Open-Source-Agenten OpenClaw auf und setzt es in die Entscheidungen um, vor denen Führungskräfte tatsächlich stehen: Wie viel Autonomie soll delegiert werden, und wo sollte der Mensch weiterhin eingreifen?
- Er hat an der Schnittstelle mehrerer Technologiezyklen entwickelt. Vor der KI gründete er eine der ersten Blockchain-Communities der Türkei, was ihm einen übergreifenden Blick darauf verschafft, wie sich neue Technologien vom Hype zur Infrastruktur entwickeln.
- Er betrachtet Datenschutz und menschliche Handlungsfähigkeit als Gestaltungsfragen und nicht als Haftungsausschlüsse. Diese Herangehensweise ist nützlich für Organisationen, die die Vorteile autonomer Systeme nutzen möchten, ohne die Kontrolle über ihre Daten oder ihre Entscheidungen abzugeben.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Gründer von Alon Health, einem KI-Produkt mit Sitz in Berlin, das Daten von Wearables nutzt, um Krankenversicherern bei der Bewertung und Vorhersage von Risiken zu helfen.
- Alon Health durchlief das Y-Combinator-Programm.
- Gründer von ARTI Innovation und TEDx-Redner (TEDxOZU, Özyeğin-Universität).
- Gründer von Blockfellow, einer frühen Blockchain-Community und Coworking-Initiative in der Türkei.
- Mitbegründer und CEO von Chain Networking sowie Mitbegründer von Shelly Sleep, einem datenschutzorientierten Armband zur Schlafüberwachung.
- Studium an der Bilkent-Universität und Abschluss eines Executive-Studiengangs an der Harvard Business School Online.
Biografie
Ein Open-Source-Projekt namens OpenClaw verbreitete sich innerhalb weniger Tage nach dem Start unter Zehntausenden von Entwicklern und ermöglichte es einem KI-Agenten, Ihre Nachrichten zu lesen und über Ihre Konten hinweg zu agieren. Dieser Wandel – von Software, die antwortet, zu Software, die handelt – ist das, woran Kemal Apaydin arbeitet. Er gestaltet ihn aktiv mit, anstatt ihn nur zu beobachten.
Sein Unternehmen Alon Health wendet dieselbe Idee im Versicherungsbereich an. Es wertet Signale von Wearables aus, um Versicherern dabei zu helfen, Risiken vorherzusehen und Entscheidungen über Preisgestaltung und Versicherungsschutz zu treffen. Durch den Aufbau dieses Systems hat er ein fundiertes Verständnis dafür gewonnen, wo autonome Systeme Vertrauen gewinnen und wo sie es verlieren.
Dies ist nicht sein erstes Neuland. Vor der KI gründete er Blockfellow, eine frühe Blockchain-Community in der Türkei, und leitete Bildungsprogramme, die Hunderte von Studierenden an Istanbuler Universitäten für dieses Fachgebiet begeisterten. Das Muster in seiner Arbeit bleibt dasselbe: sich in eine Technologie einarbeiten, während sie sich noch entwickelt, und dann herausfinden, was sie bedeuten wird, sobald sie sich etabliert hat.
Er kann ein live betriebenes System wie OpenClaw heranziehen und Führungskräfte durch die dahinterstehende Frage führen: Wie viel von einem Kauf oder einer Entscheidung werden sie der Software überlassen, und was behalten sie für den Menschen? Dieses Gespräch ist für jede Organisation wichtig, die abwägt, wie weit sie Autonomie zulassen soll. Die schwierigere Frage liegt direkt dahinter: Wenn ein Agent im Namen einer anderen Person handelt und dabei einen Fehler macht – wer ist dann verantwortlich?
Wichtige Vortragsthemen
- Autonome und agentenbasierte KI
- Persönliche KI-Assistenten
- KI-Strategie und -Einführung in Unternehmen
- Entwurf und Einsatz autonomer KI-Workflows
- KI-Governance, Sicherheit und verantwortungsvolle Autonomie
- Datenschutz und menschliche Handlungsfähigkeit in KI-Systemen
- Angewandte KI in der Versicherungs- und Risikobranche
Ideal für
- Technologie- und IT-Leiter, die abwägen, wo agentische KI eingesetzt werden soll und wo Zurückhaltung geboten ist
- Führungskräfte im Bereich Innovation und digitale Transformation, die eine Einschätzung von Entwicklern zu persönlicher KI suchen – und keine Verkaufsargumente von Anbietern
- Strategieteams und Vorstände, die analysieren, wie autonome Systeme Produkte und Verantwortlichkeiten verändern
- Führungskräfte aus der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche, die sich mit KI-gesteuerten Risiken und den damit verbundenen Datenfragen befassen
Lernergebnisse für die Teilnehmer
- Die Teilnehmer verlassen die Veranstaltung mit dem Wissen, was heutige KI-Agenten tatsächlich leisten können und was in den Demos – basierend auf bereits im Einsatz befindlichen Systemen – ausgelassen wird.
- Einen praktischen Test, um zu entscheiden, welche Aufgaben an autonome Software übertragen und welche unter menschlicher Kontrolle bleiben sollen.
- Die Fragen zu Governance und Verantwortlichkeit, die geklärt werden müssen, bevor ein Agent im Namen des Unternehmens handelt.
- Die Sichtweise eines Entwicklers darauf, wohin sich agentenbasierte und persönliche KI entwickeln und was sich dadurch für ihre Branche ändert.