Michael Yaziji
Regulierung und Aktivistenbündnisse beeinflussen mittlerweile die Unternehmensergebnisse stärker als viele der Wettbewerbsmaßnahmen, auf denen strategische Rahmenkonzepte basieren. Die Kräfte, die darüber entscheiden, ob eine Fabrik gebaut wird oder ein Produkt in die Regale gelangt, liegen oft außerhalb des Marktes. Führungskräfte, die nur wissen, wie man im Wettbewerb steht, verlieren an Boden gegenüber denen, die das politische Umfeld rund um das Unternehmen einschätzen und gestalten können.
Michael Yaziji, Professor für Strategie und Führung am IMD, unterstützt Unternehmen dabei, politische Risiken und Risiken im Zusammenhang mit Interessengruppen in eine Quelle für Wettbewerbsvorteile zu verwandeln.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Michael Yaziji zusammenarbeiten
- Er verfasste das Standardwerk zum Thema Beziehungen zwischen NGOs und Unternehmen. „NGOs and Corporations: Conflict and Collaboration“ (Cambridge University Press) wurde auf dem Einband von den Vorstandsvorsitzenden von Nestlé, Unilever, Shell und PepsiCo empfohlen.
- Er verfügt über Doktortitel sowohl in analytischer Philosophie (University of California) als auch in Managementstrategie (INSEAD) – eine Kombination, die fundierte ethische Überlegungen in seine Arbeit zu KI-Governance und der Gestaltung von Unternehmensbeteiligungen einfließen lässt.
- Seine Arbeit zum Thema Führung stützt sich auf die weltweit größte Umfrage, die psychologische Motivationsfaktoren und psychologische Sicherheit mit der Unternehmensleistung verknüpft, was ihm eine empirische Tiefe verleiht, über die die meisten Referenten in diesem Bereich nicht verfügen.
- Er ist Mitleiter des IMD-Programms „Stakeholder Management for Boards“ und hat Vorstände und Führungsteams bei Microsoft, Shell, PepsiCo, Ericsson und Maersk geschult.
- Er denkt dem Konsens voraus: Sein Artikel in der „Harvard Business Review“ aus dem Jahr 2008 über die strukturellen Mängel des Aktionärskapitalismus war der Mainstream-Debatte über den Stakeholder-Kapitalismus um fast ein Jahrzehnt voraus.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Professor für Strategie und Führung am IMD, Lausanne
- Co-Leiter des IMD-Programms „Stakeholder Management for Boards“
- Autor von „NGOs and Corporations: Conflict and Collaboration“ (Cambridge University Press), das bei seiner Veröffentlichung von den Vorstandsvorsitzenden von Nestlé, Unilever, Shell und PepsiCo empfohlen wurde
- Zwei Promotionen: analytische Philosophie (University of California) und Managementstrategie (INSEAD)
- Veröffentlichungen in der „Harvard Business Review“ und der „MIT Sloan Management Review“
- Gold-Auszeichnung bei den „Chief Learning Officer Learning in Practice Awards“ 2024 (Exzellenz in der Führungskräfteausbildung) für das IMD-Programm „Sprint“ in Zusammenarbeit mit Bayer
Biografie
Regulierung und aktivistische Koalitionen prägen mittlerweile die Unternehmensergebnisse stärker als viele der Wettbewerbsmaßnahmen, auf denen strategische Rahmenkonzepte basieren. Dieses nichtmarktwirtschaftliche Terrain hat Michael Yaziji zwei Jahrzehnte lang kartiert. Er argumentiert, dass politische Dynamiken und der Druck von Stakeholdern zentrale Variablen der Unternehmensstrategie sind und von Führungskräften auch als solche behandelt werden sollten.
Sein Werdegang ist ungewöhnlich: ein Doktorat in analytischer Philosophie an der University of California und ein zweites in Management und Strategie am INSEAD. Beide Disziplinen spiegeln sich in seiner Arbeit wider. Yaziji behandelt ethisches Denken und institutionelle Theorie als praktische Werkzeuge, die er auf aktuelle Fragen der Unternehmensführung wie KI-Governance und die Gestaltung von Unternehmensbeteiligungen anwendet.
Im Mittelpunkt seines publizierten Werks steht das gemeinsam mit Jonathan Doh von der Villanova University verfasste Buch „NGOs and Corporations: Conflict and Collaboration“ (Cambridge University Press, 2009). Das Buch wurde auf dem Einband von den Vorstandsvorsitzenden von Nestlé, Unilever, Shell und PepsiCo empfohlen. Es gilt nach wie vor als Standardwerk für Führungskräfte, die sich mit aktivistischen NGOs und umstrittener sozialer Akzeptanz auseinandersetzen.
Seine aktuelle Forschung erweitert diese Arbeit auf den Bereich der künstlichen Intelligenz: Wer legt die Regeln fest, und wer trägt die Kosten einer schwachen Governance? Er ist Co-Leiter des IMD-Programms „Stakeholder Management for Boards“. Ein von ihm mitgeleitetes Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte des Pharmakonzerns Bayer schulte über einen Zeitraum von zehn Monaten mehr als 12.000 Führungskräfte und wurde bei den „Chief Learning Officer Learning in Practice Awards“ 2024 mit Gold ausgezeichnet.
Wichtige Vortragsthemen
- Nichtmarktorientierte Strategie und politische Risiken
- Einbindung von NGOs und Stakeholdern
- Stakeholder-Management für Vorstände
- KI-Governance und Unternehmensstrategie
- Unternehmensethik und Eigentumsgestaltung
- Psychologische Sicherheit und organisatorische Leistung
- Nachhaltigkeit und Wettbewerbsvorteil
Ideal für
- Vorstände und Vorstandsvorsitzende, die hinsichtlich ESG-Kriterien und politischer Risiken unter genauer Beobachtung stehen
- Führungskräfte in regulierten oder politisch exponierten Branchen (Energie, Pharma, Finanzdienstleistungen, Rohstoffindustrie, Technologieplattformen)
- Nachhaltigkeitsvorstände und Leiter der Unternehmenskommunikation, die eine integrierte, nicht marktbezogene Strategie entwickeln
- Führungsteams, die in großen Organisationen AI-Governance und Stakeholder-Richtlinien entwerfen
Lernziele für die Teilnehmer
- Eine Arbeitsmethode, die regulatorische Vorgaben und den Druck von Nichtregierungsorganisationen in Variablen umwandelt, die Führungskräfte aktiv gestalten können
- Ein schärferes Verständnis dafür, wie KI-Governance strategische Risiken und Chancen für ihre Organisation schafft
- Sicherheit bei der Einordnung von Veränderungen in der Aktionärsstruktur und der Stakeholder-Governance als strategische Variablen
- Ein prägnanteres Vokabular für den Dialog mit Investoren und Regulierungsbehörden über die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens