Margarida Matos Rosa

Vorstände agieren heute innerhalb eines strengeren regulatorischen Rahmens als jemals zuvor im Zyklus seit 2008, da die Wettbewerbs-, Digital- und Kapitalmarktvorschriften auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene gleichzeitig verschärft werden. Die meisten Führungsteams interpretieren diese Maßnahmen als Compliance-Kosten und nicht als Marktsignal. Der blinde Fleck ist struktureller Natur. Preisgestaltung, M&A, Datenstrategie und Kapitalallokation werden von den Regulierungsbehörden neu bewertet, während Führungskräfte die Regulierung nach wie vor als nachgelagerte Einschränkung betrachten.

Margarida Matos Rosa ist ehemalige Präsidentin der portugiesischen Wettbewerbsbehörde und ehemalige Vizevorsitzende des ICN. Sie unterstützt Vorstände dabei, zu verstehen, wie die Regulierung in den Bereichen Wettbewerb, Digitalwirtschaft und Kapitalmärkte Strategie, Preisgestaltung und Investitionen neu prägt.

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Warum Unternehmen mit Margarida Matos Rosa zusammenarbeiten

  • Sie hat eine nationale Wettbewerbsbehörde von innen heraus geleitet. Zwischen 2016 und 2023 gingen Entscheidungen zu Kartellen in den Bereichen Banken, Telekommunikation, Energie, Gesundheit, digitale Dienste und Werbung über ihren Schreibtisch, wodurch sie einen praktischen Einblick darin gewann, wie Fälle aufgebaut, priorisiert und verteidigt werden.
  • Als stellvertretende Vorsitzende des ICN für Wachstum und Erholung sowie als Mitglied des Präsidiums des OECD-Wettbewerbsausschusses saß sie am politischen Tisch, an dem die EU- und globalen Wettbewerbsregeln gestaltet werden. Nur wenige Referenten können die regulatorische Richtung aus der Innenperspektive beider Gremien einschätzen.
  • Ihr Hintergrund schlägt eine Brücke zwischen Wettbewerbspolitik und Kapitalmärkten. Dank früherer Tätigkeiten bei der portugiesischen Wertpapiermarktkommission sowie bei BNP Paribas, Santander Investment und der UBS Bank kann sie nicht nur zum Kartellrecht, sondern auch zur Spar- und Anlageunion, zur Finanzregulierung und zu den Kapitalkosten glaubwürdig Stellung nehmen.
  • Sie übersetzt regulatorische Themen in eine für Vorstände verständliche Sprache. Vorstände erhalten dadurch ein klareres Bild davon, wie sich die Durchsetzung des Wettbewerbsrechts, digitale Vorschriften und die Integration der Kapitalmärkte auf ihre Preisgestaltung, ihre M&A-Pipeline und ihre Wachstumsannahmen auswirken.

Wichtige Stationen ihres Werdegangs

  • Präsidentin der portugiesischen Wettbewerbsbehörde, 2016 bis 2023.
  • Stellvertretende Vorsitzende des International Competition Network (Wachstum und Erholung), 2022 bis 2023.
  • Mitglied des Präsidiums des OECD-Wettbewerbsausschusses, gewählt von den anderen Wettbewerbsbehörden.
  • Senior Consultant bei Compass Lexecon International.
  • Ehemaliger Geschäftsführer der portugiesischen Wertpapieraufsichtsbehörde (CMVM), zuständig für die Aufsicht über die Vermögensverwaltung.
  • Frühere berufliche Laufbahn bei BNP Paribas, Santander Investment und der UBS Bank in den Bereichen Wirtschaftsforschung, Investmentbanking und Vermögensverwaltung.
  • MPA, Princeton University. Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Université Catholique de Louvain. Fulbright-Stipendiat am MIT.

Biografie

Die Wettbewerbspolitik spielte früher nur eine Randrolle in der Unternehmensstrategie: ein Compliance-Thema, gelegentlich ein Deal-Breaker, selten ein Thema auf Vorstandsebene. Das hat sich geändert. Regeln für digitale Märkte, Fusionsschwellen und Kartellrecht beeinflussen heute Preisgestaltung, Investitions- und M&A-Entscheidungen in ganzen Branchen, und die EU treibt parallel dazu die Integration der Kapitalmärkte voran.

Margarida Matos Rosa leitete die portugiesische Wettbewerbsbehörde durch diesen Wandel. Als Präsidentin der Autoridade da Concorrência von 2016 bis 2023 beaufsichtigte sie Durchsetzungsentscheidungen in den Bereichen Banken, Telekommunikation, Energie, Gesundheit, digitale Dienste und Werbung und baute die technischen Kapazitäten der Behörde in den Bereichen KI und IT-Forensik zur Aufdeckung von Kartellen aus. Ihr Amtszeit wird weithin als entscheidender Beitrag zur Stärkung des internationalen Ansehens der Behörde gewertet.

Neben dieser nationalen Funktion übte sie zwei internationale Ämter aus. Sie wurde von ihren Kollegen in den Vorstand des OECD-Wettbewerbsausschusses gewählt und 2022 zur stellvertretenden Vorsitzenden des „International Competition Network for Growth and Recovery“ ernannt – einem Aufgabenbereich, der sich auf die Schnittstelle zwischen Kartellrecht und makroökonomischer Politik nach der Pandemie konzentriert. Heute berät sie als Senior Consultant Mandanten der internationalen Praxis von Compass Lexecon.

Ihre frühere berufliche Laufbahn verschafft ihr einen ungewöhnlich umfassenden Überblick über das regulatorische Umfeld. Vor ihrer Tätigkeit im Bereich der Wettbewerbspolitik leitete sie die Aufsicht über die Anlageverwaltung bei der portugiesischen Wertpapiermarktkommission und hatte Positionen bei BNP Paribas, Santander Investment und der UBS Bank inne, wo sie in den Bereichen Wirtschaftsforschung, Investmentbanking und Vermögensverwaltung tätig war. Diese fundierten Kenntnisse der Finanzmärkte verleihen ihr Glaubwürdigkeit in Bezug auf die „Savings and Investments Union“ und die Frage, wie die Kapitalallokation auf einen strengeren regulatorischen Rahmen in der EU reagiert.

Wichtige Vortragsthemen

  • Wettbewerbspolitik und Kartellrechtsdurchsetzung
  • EU-Binnenmarkt und strategische Autonomie
  • Regulierung digitaler Märkte
  • Produktivität und KI in regulierten Märkten
  • Spar- und Investitionsunion sowie Kapitalmarktintegration
  • Finanzregulierung und Kapitalmarktaufsicht
  • Institutionenaufbau bei den Wirtschaftsaufsichtsbehörden

Ideal für

  • Vorstände und Geschäftsleitungen regulierter Unternehmen in den Bereichen Banken, Telekommunikation, Energie, digitale Märkte und Konsumgüter
  • Rechtsabteilungsleiter, Strategieleiter, Leiter der M&A-Abteilung und Chefökonomen, die sich mit Wettbewerbs- und Digitalregulierungsrisiken befassen
  • Finanzvorstände und Treasury-Leiter, die Signale der EU-Kapitalmärkte und der Spar- und Investitionsunion interpretieren
  • Führungskräfte in den Bereichen Politik und Regierungsangelegenheiten, die die Zusammenarbeit mit nationalen und EU-Wettbewerbsbehörden gestalten

Lernziele für die Teilnehmer

  • Ein klareres Verständnis dafür, wie sich die Durchsetzung des Wettbewerbsrechts auf EU- und nationaler Ebene entwickelt und wo als Nächstes mit Maßnahmen zu rechnen ist
  • Ein praktisches Verständnis dafür, wie Vorschriften für digitale Märkte mit Innovation, Preisgestaltung und Plattformstrategien zusammenwirken
  • Ein Einblick aus der Perspektive einer Regulierungsbehörde, wie Fälle priorisiert, aufgebaut und gelöst werden
  • Ein schärferes Gespür dafür, wie sich die Spar- und Anlageunion sowie die Kapitalmarktintegration auf die Kapitalkosten und grenzüberschreitende Transaktionen auswirken
  • Ein praktischer Rahmen für einen glaubwürdigen Umgang mit Wettbewerbsbehörden, der Europäischen Kommission und der OECD

Vorträge

EU-Binnenmarkt

Ein Blick auf die strukturellen Hindernisse, Fragen der strategischen Autonomie und den Druck durch die digitale Transformation, die die nächste Phase der Binnenmarktintegration prägen.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Wo regulatorische Fragmentierung europäische Unternehmen nach wie vor an Skaleneffekten hindert
  • Wie strategische Autonomie die Industrie- und Wettbewerbspolitik neu gestaltet
  • Was sich durch die Integration der Spar- und Investitionsunion für die Kapitalallokation ändert

Kartell- und Wettbewerbspolitik

Wie sich die Regulierung der digitalen Wirtschaft entwickelt und was dies für Innovation, Marktöffnung und Plattformstrategien bedeutet.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Wie die EU und nationale Behörden die Regeln für digitale Märkte gestalten
  • Wo die Grenze zwischen Innovationsanreizen und Wettbewerbsfähigkeit gezogen wird
  • Was Vorstände von der nächsten Welle von Wettbewerbsverfahren erwarten sollten

Kartellrecht und Wettbewerbsdurchsetzung

Die Sichtweise einer Aufsichtsbehörde auf die Aufdeckung, Verfolgung und Abschreckung von Kartellen, mit Schwerpunkt auf grenzüberschreitender Zusammenarbeit und forensischen Fähigkeiten.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Wie KI und IT-Forensik die Aufdeckung von Kartellen verändern
  • Warum die internationale Zusammenarbeit zwischen den Behörden zunimmt
  • Welche Branchen stehen derzeit im Fokus der Behörden

Produktivität und KI

Die regulatorische Frage hinter der Debatte um die Produktivitätssteigerung durch KI und wie wettbewerbsorientierte KI-Märkte in der Praxis aussehen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Warum Produktivitätsgewinne durch KI von einer wettbewerbsorientierten Marktstruktur abhängen
  • Wie Regulierungsbehörden mit Grundmodellen und nachgelagerten Märkten umgehen
  • Wo Unternehmen bereits vor Inkrafttreten formeller Vorschriften aktiv werden können

Verband für Sparen und Geldanlagen

Was sich durch einen integrierten EU-Kapitalmarkt für Sparer, Unternehmen und Aufsichtsbehörden ändern würde und wie realistisch der politische Weg dorthin ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Aufsichtsarchitektur hinter der Spar- und Investitionsunion
  • Wie nachhaltige Finanzen in die Integrationsagenda passen
  • Worauf sich Unternehmen im Hinblick auf grenzüberschreitende Kapitalströme einstellen sollten

Verfügbar für
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