Elliot Barnes-Worrell
In vielen großen Organisationen haben Inklusionsprogramme an Schwung verloren. Die Wortwahl ist umstritten, die Messgrößen sind unpraktisch, und die Menschen, denen diese Programme eigentlich zugutekommen sollen, beschreiben die Erfahrung oft als reine Show. Die schwierigere Frage für Führungskräfte ist, wie man eine Kultur schafft, in der neue Stimmen die Arbeit tatsächlich mitgestalten und nicht nur im Raum präsent sind.
Elliot Barnes-Worrell ist Schauspieler, Autor und Regisseur an der Royal Shakespeare Company und am National Theatre. Er unterstützt Organisationen dabei, Inklusion als kreative und kulturelle Disziplin zu begreifen und nicht als reine Pflichtübung.
Full Profile
Warum Organisationen mit Elliot Barnes-Worrell zusammenarbeiten
- Ein Bericht aus erster Hand darüber, wie Inklusion in Institutionen umgesetzt wird, die dafür bekannt sind, schwer zugänglich zu sein: die RSC, das National Theatre, das Almeida Theatre und die BBC.
- Akademische Laufbahn parallel zur Schauspielkarriere. Gastdozent an den Universitäten Oxford, Cambridge, Durham, Brown und Howard, mit Veröffentlichungen zu den Themen Rasse und Repräsentation bei Shakespeare.
- Die Sichtweise eines Drehbuchautors und Regisseurs darauf, wie kreative Kulturen tatsächlich neue Stimmen beauftragen und fördern – basierend auf seinen eigenen Filmen „The Works“ (BBC) und „DIGGING“ (Film4).
- Das Spektrum reicht von Keynotes über Meisterklassen bis hin zu Podiumsdiskussionen, wobei der Ton sowohl für Führungskräfte als auch für Berufseinsteiger und Absolventen innerhalb derselben Organisation geeignet ist.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Mitglied der Royal Shakespeare Company von 2013 bis 2014, mit Rollen in „Heinrich IV.“, „Richard II.“ und „Die beiden Herren von Verona“.
- Horatio in „Hamlet“ am Almeida Theatre; Henry Straker in „Man and Superman“ am National Theatre.
- Zu seinen Film- und Fernsehrollen zählen „Jericho“ und „Van der Valk“ (ITV), „Soon Gone: A Windrush Chronicle“, „Dolittle“ sowie „Black Mirror: Hotel Reverie“.
- Autor und Regisseur von „The Works“ (BBC, 2016) mit Ralph Fiennes sowie von „DIGGING“ für Film4, das beim London Film Festival Premiere feierte.
- Gastdozent an den Universitäten Oxford, Cambridge, Durham, Brown und Howard.
- Alan-Bates-Preis (Actors Centre); Sir-John-Gielgud-Preis (Royal Central School of Speech and Drama).
Biografie
Die meisten Bemühungen um institutionelle Inklusion scheitern an derselben Frage. Sobald eine neue Stimme im Raum ist: Lässt die Institution tatsächlich zu, dass diese die Arbeit mitgestaltet, oder fordert sie die Stimme auf, sich still anzupassen? Barnes-Worrell hat seine Karriere in den Institutionen verbracht, in denen sich dieser Frage am schwersten ausweichen lässt: der Royal Shakespeare Company, dem National Theatre, dem Almeida Theatre und der BBC.
Er absolvierte seine Ausbildung an der BRIT School und an der Royal Central School of Speech and Drama, wo er mit dem Sir-John-Gielgud-Preis abschloss, und gewann anschließend den Alan-Bates-Preis am Actors Centre. Zu seinen Bühnenrollen als Schauspieler zählen Horatio in „Hamlet“ am Almeida Theatre und Henry Straker in „Man and Superman“ am National Theatre, sowie ein Jahr als Mitglied des RSC-Ensembles, in dem er in „Heinrich IV.“, „Richard II.“ und „Die beiden Veroneser“ mitwirkte. Auf dem Bildschirm war er in den ITV-Serien „Jericho“ und „Van der Valk“, in „Soon Gone: A Windrush Chronicle“, in „Dolittle“ sowie in „Black Mirror: Hotel Reverie“ zu sehen.
Im Jahr 2016 wandte er sich dem Schreiben und der Regie zu, zunächst mit „The Works“ für die BBC, in dem Ralph Fiennes mitspielte, und später schrieb und inszenierte er „DIGGING“ für Film4, das beim London Film Festival Premiere feierte. Diese zweite Arbeit verschafft ihm einen Einblick in die Praxis, wie kreative Organisationen entscheiden, welche Stimmen sie unterstützen und zu welchen Bedingungen.
Zudem hält er Vorlesungen an den Universitäten, die am engsten mit dem von ihm hinterfragten Kanon verbunden sind: Oxford, Cambridge, Durham, Brown und Howard, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Rasse und Repräsentation bei Shakespeare liegt. Vor einem Unternehmenspublikum ermöglicht ihm diese Kombination aus praktischer Glaubwürdigkeit und akademischem Ansehen, Inklusion als eine Frage des Handwerks und der Kultur – und nicht als bloße Schlagworte – zu diskutieren, und zwar vor Führungskräften, die beiden Aspekten mittlerweile skeptisch gegenüberstehen.
Wichtige Vortragsthemen
- Inklusion als kulturelle und kreative Disziplin
- Rasse und Repräsentation bei Shakespeare
- Storytelling und Unternehmenskommunikation
- Selbstvertrauen und Gelassenheit in Situationen mit hohem Druck
- Talentförderung und aufstrebende Stimmen
- Psychische Gesundheit und Wohlbefinden für Darsteller und Kreativteams
Ideal für
- Personalvorstände und Leiter von DEI-Abteilungen, die nach einer Phase der Erschöpfung oder des politischen Drucks Inklusionsprogramme neu aufstellen
- Verantwortliche für Berufseinsteiger, Hochschulabsolventen und Auszubildende, die Entwicklungsprogramme für Neueinsteiger konzipieren
- Teams für interne Kommunikation und Führungskräfteentwicklung, die Storytelling als Arbeitsinstrument einsetzen
- Universitäten, Business Schools und Kunstinstitutionen, die interdisziplinäre Veranstaltungen zu Kultur und Repräsentation durchführen
Lernergebnisse für die Teilnehmer
- Ein klareres Bild davon, wo institutionelle Inklusionsbemühungen ins Stocken geraten – aus der Sicht einer Person, die in den Institutionen gearbeitet hat, die am häufigsten als Fallstudien herangezogen werden.
- Konkrete Formulierungen für den Umgang mit Themen wie ethnischer Zugehörigkeit und Repräsentation, ohne dabei auf vorgefertigte Compliance-Formulierungen oder politische Signale zurückzugreifen.
- Der Erfahrungsbericht eines Praktikers darüber, wie kreatives Selbstvertrauen unter öffentlicher Beobachtung aufgebaut, auf die Probe gestellt und aufrechterhalten wird.
- Ein Vokabular für das Storytelling, das interne Kommunikatoren und Führungskräfte in ihrer eigenen Arbeit nutzen können.