Jeremy Siegel
Kapitalverwalter stehen vor der Herausforderung, Entscheidungen zu treffen, während die Federal Reserve ständig ihren Kurs ändert, die Inflation sich nicht bändigen lässt und die Aktienbewertungen nach allen kurzfristigen Kennzahlen untragbar erscheinen. Die meisten verfügbaren Analysen sind reaktiv. Vorstände und Anlageausschüsse wünschen sich eine längerfristige Perspektive: Wie haben sich Aktien tatsächlich über Konjunkturzyklen hinweg entwickelt, was sagen die Daten über den Zinspfad aus und welche Schlussfolgerungen lassen sich aus einer fundierten historischen Betrachtung für die nächste Allokationsentscheidung ziehen?
Jeremy Siegel ist Finanzprofessor an der Wharton School, dessen Langzeitanalyse der Renditen US-amerikanischer Aktien maßgeblich beeinflusst, wie Anlageausschüsse, Vorstände und Kapitalgeber Marktzyklen und die Politik der Federal Reserve interpretieren.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Jeremy Siegel zusammenarbeiten
- Er verfasste das Buch, das in der Branche als Referenzwerk für langfristige Aktienrenditen gilt. „Stocks for the Long Run“, mittlerweile in der sechsten Auflage erschienen, steht auf der Liste der „Washington Post“ der zehn besten Investmentbücher, die je geschrieben wurden, und sein Datensatz zum Vergleich von Aktien und Anleihen seit 1802 gilt nach wie vor als Standardwerk in diesem Bereich.
- Seine Ausbildung am MIT bei Samuelson, Solow und Modigliani verleiht ihm eine außergewöhnliche Tiefe im makroökonomischen Denken, die hinter jeder Marktprognose steht. Er liest die Protokolle der Fed und Inflationsdaten so, wie sie gelesen werden sollen – und nicht als Schlagzeilen.
- Seit mehr als fünfzig Jahren interpretiert er öffentlich die Politik der Federal Reserve, und seine Kommentare auf CNBC werden von professionellen Anlegern eher als wichtiges Signal denn als bloße Expertenmeinung gewertet.
- Seine Rolle als Senior Economist bei WisdomTree bedeutet, dass sein Denken bereits in Live-Modellportfolios umgesetzt wird, sodass das Publikum mit einem Praktiker interagiert, dessen Ansichten sich direkt in Entscheidungen zur Vermögensallokation niederschlagen.
- Die meisten Makroökonomen bieten entweder einen Rückblick auf die Vergangenheit oder Prognosen an. Siegel tut beides, gestützt auf einen Datensatz, der bis in die Zeit vor dem Bürgerkrieg zurückreicht – weshalb Anlageausschüsse ihn in jedem Konjunkturzyklus immer wieder einladen.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Russell E. Palmer, emeritierter Professor für Finanzwesen an der Wharton School der University of Pennsylvania.
- Doktor der Wirtschaftswissenschaften am MIT, wo er bei Paul Samuelson, Robert Solow und Franco Modigliani studierte.
- Autor von „Stocks for the Long Run“ (sechs Auflagen) und „The Future for Investors“, beides Titel bei Crown Business.
- Leitender Ökonom bei WisdomTree, mit einer Reihe von Co-Branding-Modellportfolios, die von Finanzberatern genutzt werden.
- Regelmäßiger Autor bei CNBC, „Kiplinger’s Personal Finance“ und Yahoo Finance.
- Träger des Nicholas-Molodovsky-Preises des CFA Institute und des Graham-and-Dodd-Preises des Financial Analysts Journal.
Biografie
Die meisten öffentlichen Kommentare zu den Märkten basieren auf der Erinnerung an wenige Quartale. „Stocks for the Long Run“ stützt sich auf Daten aus zwei Jahrhunderten. Das Buch erschien erstmals 1994, liegt mittlerweile in der sechsten Auflage vor und ist nach wie vor das Standardwerk für die Frage, die im Mittelpunkt jeder Sitzung eines Anlageausschusses steht: Welche Renditen erzielen Aktien über volle Konjunkturzyklen hinweg tatsächlich, und was sagen die historischen Daten über die nächste Allokationsentscheidung aus?
Das Werk genießt aufgrund seiner Herkunft großes Ansehen. Jeremy Siegel promovierte in Wirtschaftswissenschaften am MIT bei Paul Samuelson, Robert Solow und Franco Modigliani, drei der prägendsten Makroökonomen des 20. Jahrhunderts. Er lehrte an der University of Chicago, bevor er an die Wharton School wechselte, wo er mehr als vier Jahrzehnte lang den Russell-E.-Palmer-Lehrstuhl für Finanzwesen innehatte und heute als emeritierter Professor tätig ist.
Sein zweites Buch, „The Future for Investors“, vertrat eine eher konträre These: dass die am schnellsten wachsenden Unternehmen und Sektoren langfristige Anleger tendenziell enttäuschen, während disziplinierte, dividendenstarke Traditionsunternehmen zuverlässigere Renditen erzielen. Diese These, die er als „Wachstumsfalle“ bezeichnete, hat sich im Dotcom-Zyklus, im FAANG-Jahrzehnt und im aktuellen KI-Boom bewährt.
Siegel interpretiert seit über fünfzig Jahren öffentlich die Geldpolitik der Federal Reserve und ist heute als Senior Economist bei WisdomTree tätig, wo seine Analysen in eine Reihe von Co-Branding-Modellportfolios einfließen. Die „Washington Post“ bezeichnete „Stocks for the Long Run“ als eines der zehn besten Investmentbücher, die je geschrieben wurden; das CFA Institute verlieh ihm 2005 den Nicholas-Molodovsky-Preis in Anerkennung seiner Arbeit, die das Denken in der Branche verändert hat.
Wichtige Vortragsthemen
- Langfristige Aktienrenditen und historische Wertentwicklung der Anlageklassen
- Geldpolitik der Federal Reserve und Zinspfade
- Inflation, Geldpolitik und Kapitalmärkte
- Portfolioaufbau und Asset-Allokation
- Dividendeninvestitionen und die Wachstumsfalle
- Konjunkturaussichten für die USA und Marktzyklen
- Die Rolle der Bewertung bei langfristigen Anlagen
Ideal für
- Anlageausschüsse, Asset-Allokatoren und CIOs institutioneller Fonds
- Vorstände und CFOs, die unter Zinsunsicherheit Entscheidungen zur Kapitalallokation treffen
- Vermögensverwalter, Finanzberater und Kundenveranstaltungen von Privatbanken
- Veranstaltungen der CFA Society und Kapitalmarktkonferenzen
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein historisch fundierter Überblick über die Renditen von Aktien im Verlauf verschiedener Konjunkturzyklen und die daraus resultierenden Implikationen für die aktuelle Allokation
- Ein schärferes Verständnis der geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve und der Daten, die diese tatsächlich beeinflussen
- Ein Rahmenkonzept zur Unterscheidung zwischen Unternehmen mit nachhaltiger Dividendenwachstumskraft und überbewerteten Wachstumsunternehmen
- Praktische Anhaltspunkte für Portfoliodiskussionen, wenn kurzfristige Volatilität das Gespräch dominiert
Vorträge
Eine langfristige Betrachtung der Aktienrenditen auf der Grundlage von US-Marktdaten aus zwei Jahrhunderten, um zu erörtern, wie Anleger die aktuellen Bewertungen und die Portfoliozusammensetzung einschätzen sollten.
Wichtige Erkenntnisse:
- Die historische Entwicklung von Aktien im Vergleich zu Anleihen, inflationsbereinigt, über verschiedene Konjunkturzyklen hinweg
- Wie langfristige Renditedaten als Grundlage für kurzfristige Portfolioentscheidungen dienen sollten
- Was die heutigen Bewertungen für die Renditen des nächsten Jahrzehnts bedeuten
Ein Plädoyer gegen die Verhaltensfallen, die Anleger dazu verleiten, für angesagte Unternehmen und Branchen zu viel zu bezahlen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Die These von der „Wachstumsfalle“ und warum schnell wachsende Unternehmen oft enttäuschen
- Warum dividendenstarke Traditionsunternehmen in der Vergangenheit eine überdurchschnittliche Performance erzielt haben
- Disziplinarregeln für Anlageausschüsse in Zeiten narrativ geprägter Märkte
Ein umfassender Überblick über die Geldpolitik, die Bewertungen und das makroökonomische Umfeld, das die Märkte prägt.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Wie man die Kommunikation und die geldpolitischen Maßnahmen der Federal Reserve interpretiert
- Inflation, Zinssätze und ihre Auswirkungen auf Aktienbewertungen
- Die Daten, die für den nächsten Zyklus von Bedeutung sind