Henry Timms
Die Autorität von Institutionen schwindet schneller, als sich die meisten Führungsteams darauf einstellen können. Kunden, Mitarbeiter und Interessengruppen erwarten, an Entscheidungen mitwirken zu können, die früher hinter verschlossenen Türen getroffen wurden, und weigern sich, Legitimität allein aufgrund eines Titels anzuerkennen. Die Herausforderung besteht darin, die Disziplin einer seriösen Institution zu bewahren und gleichzeitig die partizipativen Fähigkeiten auszubauen, die heute über Einfluss, Loyalität und Vertrauen entscheiden.
Henry Timms ist Geschäftsführer der Brunswick Group, Mitautor des Buches „New Power“ und Mitbegründer von GivingTuesday. Er unterstützt Führungskräfte dabei, traditionsreiche Institutionen in einer Zeit zu leiten, in der Autorität zunehmend vernetzt ist und nicht mehr an einzelne Personen gebunden ist.
Full Profile
Warum Organisationen mit Henry Timms zusammenarbeiten
- Er war an der Spitze von zwei der am intensivsten beobachteten Kulturinstitutionen der Vereinigten Staaten tätig – dem Lincoln Center und dem 92nd Street Y – und kann daher aus erster Hand über den Wandel traditioneller Strukturen berichten, nicht nur aus der Perspektive eines Beraters.
- „New Power“, gemeinsam mit Jeremy Heimans verfasst, war Finalist für den „Financial Times and McKinsey Business Book of the Year“-Preis und gilt heute als eines der Standardwerke für Führungskräfte, die sich mit partizipativem Einfluss auseinandersetzen. Kunden erhalten den Autor selbst, keinen sekundären Vermittler.
- Er baute „GivingTuesday“ aus einer einzigen Idee im 92Y zu einer Bewegung aus, die in 100 Ländern aktiv ist und Spenden in Höhe von über 13 Milliarden US-Dollar generiert hat. Das ist ein klarer Beweis dafür, wie das Konzept in der Praxis funktioniert.
- Als CEO der Brunswick Group berät er heute globale Vorstände und CEOs genau zu den Reputations- und Einflussproblemen, für deren Lösung das Rahmenwerk entwickelt wurde – wodurch der Inhalt aktuell bleibt und nicht nur rückblickend ist.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Vorstandsvorsitzender, Brunswick Group (seit 2024)
- Präsident und CEO, Lincoln Center for the Performing Arts (2019 bis 2024); leitete die 550-Millionen-Dollar-Renovierung der David Geffen Hall
- Mitbegründer von GivingTuesday (2012), aktiv in 100 Ländern
- Mitautorin von „New Power“ (2018, Doubleday), nominiert für die Financial Times und das McKinsey Business Book of the Year
- Officer des Order of the British Empire für Verdienste um die Künste und die Philanthropie (2022)
- Hauser Leader an der Harvard Kennedy School; Senior Fellow an der Stanford University und bei der United Nations Foundation; Mitglied des Council on Foreign Relations
Biografie
Die meisten traditionsreichen Institutionen sind nicht auf Partizipation ausgelegt. Sie sind auf eine einseitige Autoritätsverteilung ausgerichtet, die vom Vorstand und der Geschäftsführung nach außen fließt, und diese Struktur bröckelt nun in der Öffentlichkeit. Das Problem, mit dem sich Henry Timms beschäftigt, ist die Frage, wie Führungskräfte darauf reagieren.
Timms und Jeremy Heimans gaben diesem Wandel in ihrem 2018 erschienenen Buch „New Power“ – das auf der Shortlist für das „Financial Times and McKinsey Business Book of the Year“ stand – einen Namen. Alte Macht, so ihre Argumentation, wird wie eine Währung gehandhabt: gehortet, abgeschottet, nach unten gedrückt. Neue Macht funktioniert wie ein Strom: offen, partizipativ, von vielen mitgestaltet. Es geht nicht darum, dass das eine das andere ersetzt. Vielmehr müssen ernsthafte Führungskräfte nun beide Systeme gleichzeitig betreiben.
Er hat dies in der Praxis umgesetzt. Im 92nd Street Y war er 2012 Mitbegründer von „GivingTuesday“, einer Bewegung, die mittlerweile in 100 Ländern aktiv ist und über 13 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke generiert hat. Im Lincoln Center, wo er von 2019 bis 2024 als Präsident und CEO tätig war, leitete er die 550-Millionen-Dollar-Renovierung der David Geffen Hall und positionierte eine der bekanntesten Kulturinstitutionen Amerikas neu für ein Zeitalter der Partizipation.
Als CEO der Brunswick Group berät er heute globale Vorstände und CEOs in den Bereichen Reputation, Einfluss und institutionelles Vertrauen und ist an der Harvard Kennedy School, in Stanford, Oxford sowie beim Council on Foreign Relations tätig. Für seine Verdienste um die Künste und die Philanthropie wurde er 2022 zum Officer des Order of the British Empire ernannt.
Wichtige Vortragsthemen
- Neue Macht und der Wandel in der Wirkungsweise von Einfluss
- Führung traditionsreicher Institutionen durch den Wandel
- Aufbau und Ausweitung partizipativer Bewegungen
- Reputation und Vertrauen im Zeitalter der Vernetzung
- KI und die Zukunft institutioneller Autorität
- Philanthropie, Sinnhaftigkeit und Einbindung von Interessengruppen
Ideal für
- CEOs und Vorstände traditionsreicher Institutionen, die mit Herausforderungen hinsichtlich ihrer Relevanz oder ihres Vertrauens konfrontiert sind
- Leiter der Bereiche Kommunikation, Marketing und Markenführung, die den Einfluss von Stakeholdern neu überdenken
- Führungsteams von Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen, die partizipative Programme entwickeln
- Offsite-Veranstaltungen der obersten Führungsebene zu den Themen Kultur, Reputation und institutioneller Wandel
Lernergebnisse für die Teilnehmer
- Ein Arbeitsvokabular zur Unterscheidung zwischen „alter“ und „neuer“ Macht innerhalb der eigenen Organisation
- Konkrete Beispiele dafür, wie globale Institutionen partizipative Strategien entwickelt haben, ohne dabei ihre Disziplin aufzugeben
- Ein klareres Verständnis dafür, wo die Autorität ihrer Organisation schwindet und wo sie wieder aufgebaut werden kann
- Praktische Anhaltspunkte aus der Arbeit mit Kunden wie GivingTuesday, dem Lincoln Center und Brunswick
Vorträge
Wie die digitale Vernetzung die Einflussverhältnisse neu gestaltet hat und was Führungskräfte an der Art und Weise ändern müssen, wie sie ihre Institutionen leiten.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum traditionelle Hebel institutioneller Autorität immer weniger Wirkung zeigen
- Wie man alte Machtstrukturen mit neuen Machtinstinkten innerhalb derselben Organisation in Einklang bringt
- Was etablierte Institutionen von Bewegungen lernen können, die von Grund auf auf Partizipation basieren
Das Kernkonzept aus dem Buch, angewendet auf die strategischen Entscheidungen, vor denen ein Führungsteam derzeit steht.
Wichtige Erkenntnisse:
- Die Unterscheidung zwischen Macht als Währung und Macht als Strom
- Wie man die Machtdynamik einer bestimmten Branche oder Institution interpretiert
- Wo man investieren sollte, um partizipative Kapazitäten aufzubauen, ohne das Kerngeschäft zu destabilisieren
Wie Mitarbeiterengagement, Unternehmenskultur und interne Kommunikation aussehen, wenn die Belegschaft erwartet, die Gestaltung der Organisation mitzugestalten.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum „Command-and-Control“-Strategien zur Mitarbeiterbindung an Boden verlieren
- Wie Führungskräfte in einer partizipativen Belegschaft ihre interne Legitimität wiederherstellen können
- Konkrete Gestaltungsentscheidungen, die die Unternehmenskultur stärken, ohne in einen Konsens zu versinken