Thimon de Jong
Führungskräfte treffen strategische Entscheidungen auf der Grundlage von Annahmen über menschliches Verhalten, die bereits überholt sind. Das Vertrauen hat sich strukturell verlagert – weg von Institutionen, hin zu persönlichen Beziehungen und zwischen Gleichgestellten. Die Erwartungen der verschiedenen Generationen haben sich gewandelt, Technologien werden auf eine Weise eingesetzt, die Organisationen nicht vorhergesehen haben, und psychische Gesundheit ist heute eine Führungsaufgabe und keine Personalangelegenheit mehr. Die meisten Organisationen nutzen nach wie vor Rahmenbedingungen, die für eine Welt entwickelt wurden, die all dies noch nicht kannte.
Thimon de Jong unterstützt Unternehmen dabei, Veränderungen im menschlichen Verhalten und gesellschaftliche Umbrüche in konkrete Führungsentscheidungen umzusetzen. Dabei stützt er sich auf die Forschungsergebnisse seines Thinktanks WHETSTON sowie auf sein bei Routledge erschienenes Buch „Future Human Behaviour“.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Thimon de Jong zusammenarbeiten
- Sein „Trust Pendulum“-Modell liefert Führungsteams eine strukturierte Darstellung dessen, warum das institutionelle Vertrauen abgenommen hat – und was Führungskräfte infolgedessen anders machen müssen
- Sein Buch „Future Human Behaviour“ (Routledge) zeigt die Verhaltensveränderungen auf, die die Strategie im nächsten Jahrzehnt am ehesten beeinflussen werden, wodurch seine Rahmenkonzepte auch lange nach den Ereignissen noch als Referenz dienen
- Als Dozent für Sozialpsychologie an der Universität Utrecht bringt er eine akademische Grundlage mit, die seine Argumente für analytisch anspruchsvolle Führungsteams glaubwürdig macht – nicht nur für ein aufgeschlossenes Konferenzpublikum
- Sein „Polycrisis“-Konzept hilft Organisationen dabei, von einer Reaktion auf einzelne Krisen zu einer kohärenten Führungshaltung überzugehen, die darauf ausgelegt ist, die nächste Disruption abzufedern – in welcher Form auch immer
- Er verbindet Vertrauen, Generationswechsel, Technologieeinführung und psychische Gesundheit zu einer ganzheitlichen Darstellung der Veränderungen im menschlichen Verhalten – und nicht zu einer Auflistung einzelner Themen
Biografische Höhepunkte
- Gründer von WHETSTON / strategic foresight, einem 2014 gegründeten Think Tank mit Sitz in Amsterdam, der sich auf zukünftiges menschliches Verhalten und gesellschaftlichen Wandel spezialisiert hat
- Autor von „Future Human Behaviour: Understanding What People Are Going To Do Next“, erschienen bei Routledge
- Dozent für Sozialpsychologie an der Universität Utrecht, wo er Masterstudierende darin unterrichtet, wie man akademische Forschung auf Unternehmensstrategien anwendet
- Master-Abschluss in Kulturwissenschaften mit Nebenfach Internationale Betriebswirtschaftslehre
- Ehemaliger Director für Insights & Strategy bei TrendsActive; Forscher bei FreedomLab Future Studies; Chefredakteur des RELOAD Magazine
- Zu den Kunden zählen Morgan Stanley, Vodafone, IKEA, Google, L’Oréal, BNP Paribas und die Europäische Zentralbank
Biografie
Das menschliche Verhalten verändert sich schneller, als die meisten Organisationen es deuten können. Die Kluft zwischen dem, wie Menschen tatsächlich denken, vertrauen und handeln – und dem, was Führungskräfte annehmen –, ist das Problem, mit dem sich Thimon de Jong seit fünfzehn Jahren beschäftigt.
De Jong ist Gründer von WHETSTON / strategic foresight, einem in Amsterdam ansässigen Think Tank, der sich mit den Auswirkungen gesellschaftlicher und verhaltensbezogener Veränderungen auf Führung und Unternehmensstrategie befasst. Sein bei Routledge erschienenes Buch „Future Human Behaviour: Understanding What People Are Going To Do Next“ kartiert die wichtigsten Verschiebungen in den Bereichen Vertrauen, Technologieakzeptanz, generationsspezifische Erwartungen und psychische Gesundheit – und übersetzt diese jeweils in praktische strategische Implikationen. Routledge beschrieb es als Beispiel für die Zukunft des Verlagswesens: teils Wirtschaftsbuch, teils akademische Arbeit, konzipiert, um genutzt zu werden, nicht um im Regal zu verstauben.
Seine akademische Grundlage ist entscheidend. De Jong lehrt am Institut für Sozialpsychologie der Universität Utrecht und vermittelt Masterstudierenden, wie Forschung direkt auf unternehmerische Entscheidungen angewendet werden kann. Diese doppelte Perspektive – als Praktiker und Akademiker – verleiht seinen Konzepten eine Stringenz, die im Bereich der Zukunftsforschung und -prognosen ungewöhnlich ist.
Die Organisationen, die mit ihm zusammenarbeiten – Morgan Stanley, IKEA, BNP Paribas, die Europäische Zentralbank – suchen keine Trendlisten. Sie suchen nach einem schlüssigen Weg, um in einer Welt zu führen, in der die Annahmen, auf denen frühere Entscheidungen beruhten, nicht mehr gelten. Das ist das Terrain, auf dem sich seine Arbeit bewegt, und das schon seit über einem Jahrzehnt.
Wichtige Vortragsthemen
- Verhaltensbezogene Zukunftsforschung und gesellschaftlicher Wandel
- Vertrauensdynamik und institutioneller Niedergang
- Technologieeinführung und menschliche Reaktion
- Generationswechsel und generationsübergreifende Führung
- Führung unter Bedingungen einer Mehrfachkrise
- Psychische Gesundheit und Führungsverantwortung
- Zukunft der Arbeit und sich wandelnde Erwartungen an den Arbeitsplatz
- Strategische Vorausschau für Führungsteams
Ideal für
- Führungsteams, die sich auf mittelfristige Strategiezyklen oder Führungskräfte-Offsites vorbereiten
- CHROs und Personalverantwortliche, die den Generationswechsel und sich wandelnde Mitarbeitererwartungen bewältigen
- Transformationsleiter und Innovationsabteilungen, die Vorausschau bei der Organisationsplanung anwenden
- Zielgruppen auf Vorstandsebene, die eine forschungsbasierte Sicht auf gesellschaftliche und verhaltensbezogene Risiken suchen
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Ein strukturiertes Rahmenwerk – das „Trust Pendulum“ – zum Verständnis, wie sich Vertrauen verändert und was dies heute von Führungskräften verlangt
- Klarere Einsichten in die Verhaltens- und gesellschaftlichen Veränderungen, die ihre Organisation in den nächsten fünf Jahren am ehesten beeinflussen werden
- Eine praktische Perspektive darauf, wie neue Technologien von verschiedenen Generationen und Gruppen angenommen oder abgelehnt werden
- Werkzeuge zur Unterscheidung zwischen aussagekräftigen Signalen und Störsignalen in einer Zeit sich überschneidender und sich verstärkender Disruptionen
- Größeres Selbstvertrauen bei der Führung in Zeiten anhaltender Unsicherheit – ohne in reaktive, kurzfristige Entscheidungsfindung zu verfallen
Vorträge
Untersucht, wie sich mehrere sich überschneidende Krisen auf menschliches Verhalten, Entscheidungsfindung und Führung auswirken – und wie eine kohärente Reaktion der Führung aussehen könnte.
Wichtige Erkenntnisse:
- Wie gleichzeitige Krisen das Verhalten, die Risikobereitschaft und das Vertrauen in Organisationen verändern
- Die Auswirkungen anhaltender Störungen auf die individuelle und kollektive Entscheidungsfindung
- Praktische Führungsstrategien für das Handeln in Zeiten zunehmender Unsicherheit
Untersucht den strukturellen Vertrauenswandel weg von Institutionen hin zu persönlichen und auf Gleichgesinnten basierenden Quellen sowie dessen direkte Auswirkungen auf die Unternehmensführung.
Wichtige Erkenntnisse:
- Warum das Vertrauen in Institutionen abgenommen hat und worauf das Vertrauen nun stattdessen gerichtet ist
- Wie ein postfaktisches Umfeld die Regeln für glaubwürdige Führungskommunikation verändert
- Führungsverhalten, das Vertrauen in einem Umfeld mit geringem Vertrauen aufbaut und aufrechterhält
Behandelt die Kluft zwischen technologischen Möglichkeiten und der Akzeptanz durch die Menschen – und wie Führungskräfte diese überbrücken können.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Wie verschiedene Gruppen emotional und rational auf neue Technologien reagieren
- Warum das Scheitern der Akzeptanz ein menschliches und kein technisches Problem ist
- Führungsansätze, um Teams durch den digitalen und technologischen Wandel zu begleiten
Zeigt auf, was Führungskräfte heute konkret tun können, um angesichts der gleichzeitigen Veränderungen in den Bereichen Technologie, Generationen, Wohlbefinden und Vertrauen weiterhin effektiv zu bleiben.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Wie man Digitalisierung, hybrides Arbeiten und sich wandelnde Erwartungen der Belegschaft parallel bewältigt
- Führungsverhalten, das die Leistung aufrechterhält, ohne Vertrauen oder Wohlbefinden zu beeinträchtigen
- Ein praktischer Rahmen für den Aufbau langfristiger Führungsresilienz
Untersucht die praktischen Auswirkungen sich wandelnder Arbeitsmodelle und die Erwartungen der nächsten Generation von Talenten an Unternehmen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Das sich wandelnde Gleichgewicht zwischen flexibler, hybrider und Präsenzarbeit – und die Fakten, die dahinterstehen
- Wie generationenspezifische Erwartungen die Mitarbeiterbindung, die Sinnhaftigkeit der Arbeit und den Führungsstil neu gestalten
- Maßnahmen von Unternehmen, die zukünftige Talente anziehen und binden, ohne die Unternehmenskultur zu untergraben
Untersucht, was die Generation Z von früheren Generationen unterscheidet und wie Unternehmen eine wirklich effektive generationsübergreifende Zusammenarbeit aufbauen können.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Die Verhaltens- und Einstellungsunterschiede, die die Generation Z am Arbeitsplatz auszeichnen
- Warum Unternehmertum und eine handlungsorientierte Denkweise einen anderen Führungsansatz erfordern
- Praktische Modelle für generationsübergreifende Zusammenarbeit, die Talente fördern, anstatt sie einzuschränken
Untersucht die zunehmende Bedeutung der psychischen Gesundheit für die Führungswirksamkeit und was zukunftsfähige Führungskräfte anders machen müssen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum psychische Gesundheit zu einer zentralen Führungsaufgabe geworden ist
- Der Zusammenhang zwischen Empathie, emotionaler Intelligenz und Teamleistung
- Praktische Schritte, die Führungskräfte unternehmen können, um psychische Ressourcen aufzubauen – bei sich selbst und in ihren Teams