Costantino Roselli
Die meisten großen Marken betreiben Metaverse- und Avatar-Projekte innerhalb derselben Marketingteams, die auch ihre Websites aufgebaut haben. Das Ergebnis ist eher dekorativ als kommerziell. Unternehmen, die ernsthafte Erträge aus digitalen Welten erzielen wollen, müssen entscheiden, ob sie bestehende Funktionen nachrüsten oder ein eigenständiges, avatarbasiertes Geschäftsfeld aufbauen wollen, und sie benötigen eine fundierte Einschätzung darüber, welche Kategorien von Einnahmen, Zielgruppen und geistigem Eigentum den zweiten Weg rechtfertigen.
Costantino Roselli ist Futurist und Gründer und unterstützt Verbrauchermarken dabei, zu entscheiden, wo transmediale Welten, Avatar-Commerce und generative KI zu einer ernstzunehmenden Einnahmequelle werden und nicht nur ein Marketingexperiment bleiben.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Costantino Roselli zusammenarbeiten
- Er betrachtet die Avatar-Wirtschaft als Betriebsmodell und nicht als Marketingkanal. Sein zentrales Argument gegenüber Vorständen lautet, dass avatarbasierte Unternehmen eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung, Zielgruppenstrategie und Kreativpipeline benötigen, die von der Unternehmenswebsite getrennt sind.
- Er betreibt NTZNS als Praxislabor für diese These, sodass die von ihm vorgestellten Fallstudien eher kommerzieller als konzeptioneller Natur sind. Der Fall „Gabby Digital Fashion“, der innerhalb von 18 Monaten monatlich rund 25.000 US-Dollar erwirtschaftete, ist das Praxisbeispiel, mit dem er veranschaulicht, was ein einzelner avatar-nativer Betreiber leisten kann.
- Über den Beirat des Metaverse Fashion Council und das Metaverse Standards Forum ist er in den institutionellen Dialog eingebunden, was den Vorständen einen Eindruck davon vermittelt, wo sich in der Branche ein Konsens in Bezug auf Interoperabilität, Identität und geistiges Eigentum abzeichnet.
- Er ist einer der wenigen Referenten in dieser Kategorie, der das Handwerk des transmedialen Storytellings mit kommerziellen Ergebnissen verknüpft – was für Marken wichtig ist, die narrative Tiefe über eigene Kanäle, Gaming und Creator-Plattformen hinweg benötigen.
Wichtige Stationen seiner Biografie
- Gründer und CEO von NTZNS (NeTiZeNS), einem immersiven Innovationsstudio, das Projekte im Bereich der Avatar-Ökonomie aufbaut.
- Mitglied des Beirats des Metaverse Fashion Council.
- Mitglied des Metaverse Standards Forum.
- Referent beim Delphi Economic Forum IX in der Podiumsdiskussion „Beyond the Hype: The Metaverse and its Future Hurdles“.
- Autor von „Million Dollar Chest: Pick Yourself and Become Unstoppable“ (2018).
- Gründer von „Weird Authentic People“, einer frühen Agentur für digitales Branding, die Avatare und KI-gestütztes Storytelling für die Kundenkommunikation einsetzt.
Biografie
Die Avatar-Wirtschaft wird größtenteils von den falschen Leuten in großen Unternehmen gesteuert. Marketingteams, die bisher Unternehmenswebsites erstellt haben, sollen nun digitale Modekollektionen, transmediale Welten und von Kreativen getragene Einnahmequellen entwerfen – und die Ergebnisse wirken eher wie teure Experimente als wie echte Geschäftsmodelle. Rosellis zentrales Argument lautet, dass dies strukturell bedingt ist. Ein „Avatar-first“-Geschäft erfordert eine eigene operative Einheit.
NTZNS, das von ihm gegründete und geleitete Studio, ist der praktische Test dieser These. Das Unternehmen baut avatar-native Projekte auf, betreut rein digitale Kreative und stellt ein Handbuch für Marken zusammen, die versuchen, über Pilotprojekte hinauszukommen. Das von Roselli öffentlich angeführte Beispiel – ein fünfzehnjähriger Creator in Argentinien, der mit einer avatarbasierten Modelinie monatlich rund 25.000 US-Dollar erwirtschaftet – dient als gezielte Provokation gegenüber den Vorständen: Ein einzelner dezentraler Akteur kann in dieser Kategorie bereits nennenswerte Umsätze erzielen.
Sein institutioneller Einfluss verleiht dem Argument Gewicht. Er ist Mitglied des Beirats des Metaverse Fashion Council, hat einen Sitz im Metaverse Standards Forum inne und tritt regelmäßig in politischen Kreisen auf, unter anderem bei der Podiumsdiskussion des Delphi Economic Forum zum Thema Metaverse und dessen Herausforderungen im Jahr 2024. Der Sinn dieser Verbindungen besteht seiner Darstellung zufolge darin, zu verfolgen, wie sich Interoperabilität, Identität und IP-Standards entwickeln, denn dies sind die Variablen, die darüber entscheiden, ob Avatar-Unternehmen Bestand haben.
Was Roselli von den meisten Metaverse-Kommentatoren unterscheidet, ist, dass er das Storytelling als kommerzielle Disziplin betrachtet. Transmediales Worldbuilding ist seiner Ansicht nach kein kreativer Anstrich auf einem Technologie-Stack. Es ist die Art und Weise, wie avatarbasierte Unternehmen gleichzeitig über Gaming-, Social-Media- und eigene Kanäle die Loyalität ihres Publikums gewinnen, und es ist die Variable, in die die meisten Marken beim Einstieg in diesen Bereich nicht ernsthaft investieren.
Wichtige Vortragsthemen
- Die Avatar-Ökonomie als Geschäftsmodell
- Transmediales Storytelling für Verbrauchermarken
- Generative KI bei der Weltgestaltung und in der Creator-Economy
- Digitale Mode und Luxus in immersiven Umgebungen
- Zukunft der Arbeit, Identität und digitale Bürgerschaft
- Metaverse-Standards, Interoperabilität und geistiges Eigentum
Ideal für
- CMOs, Chief Brand Officers und Leiter der digitalen Strategie bei Konsumgütermarken, die sich mit digitaler Mode, Gaming und von Kreativen getriebenem Handel befassen.
- Innovations- und Venture-Teams in Mode-, Luxus-, Beauty-, Unterhaltungs- und Medienkonzernen.
- Zukunfts- und Strategieteams, die eine fundierte, wirtschaftlich orientierte Perspektive auf das Metaversum suchen, die über den Hype-Zyklus von 2022 hinausgeht.
Ergebnisse für die Zielgruppe
- Eine klare operative Unterscheidung zwischen Metaverse-Marketing – wo bestehende Funktionen greifen – und avatarbasierten Geschäftsmodellen – wo dies nicht der Fall ist.
- Eine konkrete Umsatzperspektive auf digitale Mode, Creator-Commerce und Avatar-IP mit konkreten Beispielen dafür, wie funktionierende Modelle aussehen.
- Ein Rahmenkonzept zur Entscheidung, welche Zielgruppen- und Umsatzkategorien eine eigene, avatarbasierte Einheit rechtfertigen.
- Eine praxisnahe Einschätzung, in welche Richtung sich Standards für Interoperabilität und Identität entwickeln und was dies für langfristige IP-Entscheidungen bedeutet.
Vorträge
Ein Leitvortrag darüber, was sich ändert, wenn Unternehmen ihre Produkte für Internetnutzer statt für nationale Verbraucher konzipieren.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum sich Zielgruppen, bei denen die Internetnutzer im Vordergrund stehen, anders verhalten als traditionelle Verbrauchersegmente
- Wie sich der soziale Vertrag zwischen Marken und online-affinen Communities entwickelt
- Wie Marken an Relevanz verlieren, wenn sie Internetnutzer als bloße Marketingzielgruppe behandeln
Ein Leitvortrag über die wirtschaftliche Struktur von avatarbasierten Unternehmen, mit den Schwerpunkten Eigentumsverhältnisse, Arbeitsmodelle und Identität.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum Avatare im Zentrum eines neuen Verbrauchermarktes stehen – und zwar nicht als Marketingplattform
- Wie dezentrale Kreative ohne traditionelle Gatekeeper nachhaltige Einnahmen generieren
- Was etablierte Marken operativ ändern müssen, um daran teilzuhaben
Ein Leitartikel, in dem argumentiert wird, dass die Avatar-Ebene – und nicht die Robotik-Ebene – die erste wesentliche Veränderung in der Art und Weise darstellt, wie Unternehmen sich präsentieren und Geschäfte abwickeln.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Warum Unternehmenswebsites zum schwächsten Glied in der digitalen Präsenz einer Marke werden
- Wie eine avatarbasierte Kundenschnittstelle in der Praxis aussieht
- Welche Branchen werden den Anfang machen – und warum