Eleanor Watson
Vorstände müssen nun für KI-Entscheidungen Rechenschaft ablegen, die sie nicht vollständig verstehen. Aufsichtsbehörden, Kunden und Mitarbeiter erwarten eine fundierte Unternehmensführung, doch die meisten Unternehmen behandeln das Thema Ethik nach wie vor nur als eine Folie am Ende der Präsentation. Die Kluft zwischen den Ambitionen im Bereich KI und der Rechenschaftspflicht bei KI ist der Bereich, in dem sich Reputations-, Rechts- und Betriebsrisiken derzeit am schnellsten häufen.
Nell Watson ist Expertin für KI-Ethik und Ingenieurin. Sie unterstützt Vorstände und Führungsteams dabei, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, wie künstliche Intelligenz entwickelt, eingesetzt und gesteuert wird.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Nell Watson zusammenarbeiten
- Sie ist auf der Ebene der technischen Standards tätig. Als stellvertretende Vorsitzende des IEEE-Arbeitsausschusses P7001 zur Transparenz autonomer Systeme hilft sie Führungskräften zu verstehen, was glaubwürdige KI-Governance tatsächlich beinhaltet – und nicht nur, wie sie klingt.
- Sie leitet die politische Schnittstelle in Europa. Als Präsidentin des European Responsible AI Office (EURAIO) hat sie direkten Einblick darin, wie sich die Regulierung auf die betroffenen Branchen auswirken wird.
- Ihr Buch „Taming the Machine“ (Kogan Page) wurde 2025 als „Outstanding Academic Title“ von Choice Reviews ausgezeichnet und erhielt 2024 den Goody Business Book Award. Damit bietet es Vorständen ein fundiertes Referenzdokument und keine populärwissenschaftliche Zusammenfassung.
- Sie hat eigene Forschungsarbeiten entwickelt, die Fehlermodi der KI benennen. Ihre „Psychopathia Machinalis“-Taxonomie gibt Führungskräften ein Vokabular für die Verhaltensrisiken agentischer KI-Systeme an die Hand, bevor diese Risiken zu Vorfällen werden.
- Sie fungiert als Vermittlerin zwischen Ingenieuren und der Führungsetage. Dank ihrer Tätigkeit als Dozentin an der Singularity University und ihrer früheren Arbeit als Gründerin eines durch Risikokapital finanzierten Unternehmens für maschinelles Lernen versteht sie die Perspektiven beider Seiten.
Wichtige Stationen ihrer Biografie
- Autorin von „Taming the Machine: Ethically Harness the Power of AI“ (Kogan Page, 2024). „Choice Outstanding Academic Title“ 2025. „Goody Business Book Award“ 2024.
- Präsidentin und Vorsitzende des Aufsichtsrats des European Responsible AI Office (EURAIO).
- Stellvertretende Vorsitzende der IEEE-Arbeitsgruppe P7001 „Transparenz autonomer Systeme“; Vorsitzende der IEEE ECPAIS-Fokusgruppe „Transparenz-Experten“.
- Assoziierter Dozent (KI und Robotik) und Fellow für Ethik an der Singularity University.
- Senior Fellow beim Atlantic Council. Leitender wissenschaftlicher Berater der „Future Society AI Initiative“ der Harvard Kennedy School.
- Gründer von Poikos (jetzt QuantaCorp), einem auf maschinelles Lernen spezialisierten Unternehmen für Körpervermessung. Mitbegründer von EthicsNet und OpenEth.
Biografie
Der Kern der KI-Governance liegt in technischen Standards, nicht in Leitbildern. Der IEEE-7001-Standard zur Transparenz autonomer Systeme legt messbare, überprüfbare Stufen der Erklärbarkeit fest; Nell Watson ist stellvertretende Vorsitzende dieser Arbeitsgruppe. Auf dieser Ebene entscheiden Vorstände, ob ihre KI-Entscheidungen vertretbar sind oder nicht.
Zudem ist sie für die politische Schnittstelle zuständig. Als Präsidentin des European Responsible AI Office (EURAIO) berät sie Organisationen dabei, wie sie KI so einsetzen können, dass die Ergebnisse den EU-Vorschriften standhalten. Nur wenige Referenten vereinen gleichzeitig sowohl die Rolle in der Normung als auch die in der Politik. Die meisten übernehmen entweder das eine oder das andere – oder gar keines von beiden.
Ihr 2024 erschienenes Buch „Taming the Machine“ (Kogan Page) wurde schnell zu einem Standardwerk und gewann 2025 den „Choice Reviews Outstanding Academic Title“ sowie 2024 den „Goody Business Book Award“. Parallel dazu entwickelte sie „Psychopathia Machinalis“, eine diagnostische Taxonomie für Verhaltensfehler von agentenbasierter KI. Die Taxonomie gibt Führungsteams etwas, was ihnen normalerweise fehlt: ein Vokabular dafür, was in einem KI-System schiefgehen kann, bevor es öffentlich zu Problemen kommt.
Sie ist zudem in der Praxis tätig. Sie gründete Poikos, ein auf maschinelles Lernen spezialisiertes Unternehmen für Körpervermessung, das heute unter dem Namen QuantaCorp firmiert, und unterrichtet KI und Robotik an der Singularity University. Für das Publikum bedeutet dies eine Referentin, die die Brücke zwischen den Ingenieuren, die den Code schreiben, und den Führungskräften, die das Risikoregister abzeichnen, schlagen und dabei präzise vermitteln kann.
Wichtige Vortragsthemen
- KI-Ethik und verantwortungsvolle KI-Governance
- Transparenz und Nachprüfbarkeit in autonomen Systemen
- Das EU-KI-Gesetz und das regulatorische Umfeld
- Risiken agentischer KI und Verhaltensfehlermodi
- KI-Sicherheit und -Ausrichtung für Führungskräfte
- Maschinelle Intelligenz und die Zukunft der Arbeit
- Standards und Richtlinien für neue Technologien
Ideal für
- Vorstände und Prüfungsausschüsse, die Aufgaben im Bereich der KI-Aufsicht übernehmen
- Risiko-, Compliance- und Rechtsvorstände in regulierten Branchen
- CIOs, CTOs und Chief AI Officers, die Governance-Rahmenwerke festlegen
- Führungskräfte im öffentlichen Sektor, die sich auf die Umsetzung des EU-KI-Gesetzes vorbereiten
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein klarer Überblick darüber, wo Entscheidungen zur KI-Governance getroffen werden – von der Normungsarbeit des IEEE bis zum EU-KI-Gesetz – und welche Anforderungen die einzelnen Ebenen an die Organisation stellen.
- Ein Arbeitsvokabular für Fehlermodi agentischer KI, abgeleitet aus ihrer „Psychopathia Machinalis“-Taxonomie.
- Einen direkten Einblick darin, wie Regulierungsbehörden und Normungsgremien die Themen Transparenz, Voreingenommenheit und Rechenschaftspflicht gestalten.
- Ein schärferes Gespür dafür, welche KI-Investitionen einer externen Überprüfung standhalten werden und welche nicht.