Diego Gilardoni
Vorstände haben ihre Wachstumsstrategien für eine Welt entwickelt, die es nicht mehr gibt. Die Beziehungen zu China stellen mittlerweile ein Risiko auf Vorstandsebene dar, Lieferketten müssen unter Berücksichtigung politischer Konfliktlinien neu gestaltet werden, und ein Reputationsverlust in einer Hauptstadt kann die Geschäftstätigkeit in einer anderen beeinträchtigen. Entscheidungen, die auf der Grundlage der Denkweise des letzten Jahrzehnts getroffen werden, führen heute schneller denn je zu falschen Ergebnissen.
Diego Gilardoni unterstützt Führungsteams dabei, geopolitische, kulturelle und Reputationsrisiken in einer fragmentierten Weltwirtschaft einzuschätzen und diese Erkenntnisse in geschäftliche Entscheidungen in Bezug auf China, Lieferketten und Unternehmensdiplomatie umzusetzen.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Diego Gilardoni zusammenarbeiten
- Er interpretiert China so, wie es ein Vorstand braucht: als eine Geschäftsbeziehung, die von politischen Signalen, kulturellen Codes und Reputationsrisiken geprägt ist – und nicht als Marketingchance, die sich projektmäßig steuern lässt.
- Er war Mitglied des internationalen Beirats des National Image Research Centre an der Tsinghua-Universität, was ihm einen direkten Einblick darin verschaffte, wie chinesische Institutionen das Verhalten westlicher Unternehmen einschätzen – eine Perspektive, über die nur wenige externe Berater tatsächlich verfügen.
- Sein Postgraduiertenstudium in Oxford konzentrierte sich speziell auf globale Reputation und Unternehmensdiplomatie, sodass er ein Führungsteam ohne die üblichen Übersetzungskosten von der Erkenntnis „Wir haben ein Public-Affairs-Problem“ zu der Erkenntnis „Wir haben ein Problem mit unserem Geschäftsmodell“ führen kann.
- Seine Ausbildung im Bereich strategischer Zukunftsforschung umfasst das Institute for the Future, Kairos Future, das Copenhagen Institute for Futures Studies und das Oxford Scenarios Programme, was bedeutet, dass die für die Teilnehmer entwickelten Szenarien auf anerkannten Methoden basieren und nicht auf improvisierter Zukunftssprache.
- Ehemaliger Rundfunkjournalist, derzeit als Berater tätig, spricht fließend Englisch, Französisch und Italienisch und verfügt über berufliche Erfahrung in Europa, den USA und China. Seine geopolitischen Einschätzungen zeugen von der Erfahrung eines Menschen, der tatsächlich innerhalb dieser Systeme gearbeitet hat.
Wichtige Stationen seiner Biografie
- Autor von „Decoding China: Interkulturelle Strategien für erfolgreiche Geschäfte mit Chinesen“ (2017).
- Ehemaliges Mitglied des Internationalen Beirats des National Image Research Centre der Tsinghua-Universität, Peking.
- Ehemaliger Gastprofessor für globale Wirtschaft und Unternehmensdiplomatie an der University of International Business and Economics (UIBE) in Peking.
- Postgraduierten-Diplom in Global Business, Universität Oxford; Oxford Scenarios Programme, Saïd Business School.
- Zertifizierungen im Bereich strategische Zukunftsforschung vom Institute for the Future (Palo Alto), der Kairos Future Academy (Stockholm) und dem Copenhagen Institute for Futures Studies.
- Autor für die „South China Morning Post“ und TEDx-Redner zum Thema interkulturelle Wirtschaft.
Biografie
Die regelbasierte Weltwirtschaft, in deren Rahmen europäische und nordamerikanische Vorstände ausgebildet wurden, gilt nicht mehr. China ist eine strategische Partnerschaft, kein Markt. Lieferketten sind politische Instrumente. Der Ruf in einem Rechtsraum führt mittlerweile zu rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken in einem anderen. Führungskräfte treffen Kapitalentscheidungen nach wie vor anhand eines Denkmodells aus einer anderen Ära.
Diegos Arbeit ist genau auf diese Lücke ausgerichtet. Sein Postgraduierten-Diplom in Global Business an der Universität Oxford konzentrierte sich auf Reputation und Unternehmensdiplomatie; seine anschließende Ausbildung im Bereich Zukunftsforschung absolvierte er am Institute for the Future in Palo Alto, bei Kairos Future in Stockholm und am Copenhagen Institute for Futures Studies. Die Methodik ist anerkannt. Die Anwendung ist wirtschaftlich.
China bildet das Rückgrat seiner Expertise. Er war Mitglied des internationalen Beirats des National Image Research Centre an der Tsinghua-Universität und Gastprofessor für Global Business und Unternehmensdiplomatie an der UIBE in Peking. „Decoding China“ (2017) ist das Arbeitshandbuch für Führungskräfte, die innerhalb des chinesischen Wirtschaftssystems agieren müssen, anstatt ihre Kompetenz aus der Ferne unter Beweis zu stellen.
Vor seiner Tätigkeit als Berater verbrachte er die ersten 15 Jahre seiner Karriere als Journalist beim Schweizer Rundfunk, wo er aus Europa und den Vereinigten Staaten berichtete. Er schreibt für die „South China Morning Post“ und hat zuvor zwei Bücher auf Italienisch verfasst, eines über die Reputationsfolgen der Vermögenskrise der Schweizer Banken im Zweiten Weltkrieg und eines über die US-Außenpolitik in einer multipolaren Welt. Das Thema Reputation zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamte Karriere.
Wichtige Vortragsthemen
- Geopolitik und globale Wirtschaft in einer fragmentierten Weltordnung
- China-Strategie und interkulturelle unternehmerische Entscheidungsfindung
- Unternehmensdiplomatie und Reputation über Rechtsräume hinweg
- Strategische Vorausschau und Szenariodenken für Vorstände
- Kulturelle Intelligenz als Kompetenz auf Vorstandsebene
- Strategische Narrative und Kommunikation auf Führungsebene
Ideal für
- CEOs, Vorstände und Führungsgremien mit bedeutendem Engagement in China oder im weiteren asiatischen Raum
- Leiter der Bereiche Strategie, Unternehmensangelegenheiten und Public Affairs in multinationalen Organisationen
- Führungskräfte in den Bereichen Risiko, Lieferkette und Unternehmensentwicklung, die ihre geopolitischen Risiken neu bewerten
- Führungskräfteprogramme in globalen Finanzdienstleistungs-, Industrie-, Luxus- und Gastgewerbekonzernen
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein schärferes Verständnis dafür, in welche Richtung sich die Beziehungen zu China entwickeln und was dies für konkrete geschäftliche Entscheidungen der Teilnehmer bedeutet.
- Ein praktisches Vokabular für Unternehmensdiplomatie, das die Lücke zwischen Public Affairs, Strategie und operativem Geschäft schließt.
- Szenario-Logik, die das Führungsteam in Entscheidungen zur Kapitalallokation und zur Lieferkette einfließen lassen kann.
- Konkrete interkulturelle Anhaltspunkte für Verhandlungen, Partnerschaften und Reputationsmanagement über die Kluft zwischen China und dem Westen hinweg.
Vorträge
Eine Arbeitssitzung darüber, wie Führungsteams strategische Zukunftsforschung nutzen, um die aktuelle Strategie anhand mehrerer plausibler Zukunftsszenarien auf ihre Belastbarkeit zu prüfen.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Eine Methode zur Unterscheidung zwischen Störsignalen und relevanten Informationen im geopolitischen und technologischen Umfeld.
- Ein Szenario-Rahmen, den die Führungsetage nutzen kann, um aktuelle strategische Annahmen zu hinterfragen.
- Eine Einschätzung, wo aktuelle geschäftliche Wetten unter plausiblen Zukunftsbedingungen scheitern würden.
Eine Analyse der geopolitischen Rezession und ihrer Auswirkungen auf die Strategie multinationaler Unternehmen, Lieferketten und die Kapitalallokation.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Wo die regelbasierte Ordnung tatsächlich bröckelt und welche Auswirkungen dies auf bestimmte Branchen hat.
- Wie politische Risiken mittlerweile fest in unternehmerische Entscheidungen eingebettet sind und nicht mehr nur am Rande stehen.
- Praktische Implikationen für das China-Engagement, die Neugestaltung von Lieferketten und die Unternehmensdiplomatie.
Kulturelle Intelligenz wird als strategische Kompetenz und nicht als Thema im Bereich der Soft Skills betrachtet.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die spezifischen kulturellen Codes, die geschäftliche Ergebnisse entlang der Achse China–Westen prägen.
- Wie Führungsteams kulturelle Intelligenz als organisatorische Kompetenz aufbauen.
- Wo interkulturelle Misserfolge zu den kostspieligsten geschäftlichen Fehlern führen.
Ein Plädoyer für kognitive und kulturelle Vielfalt als Vorteil bei der Entscheidungsfindung in komplexen internationalen Umfeldern.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Der Zusammenhang zwischen der Vielfalt der Perspektiven und der Qualität strategischer Entscheidungen.
- Wie Führungsteams demografische Vielfalt in kognitive Vielfalt umwandeln.
- Wo homogene Teams globale Geschäftsumfelder systematisch falsch einschätzen.
Sprache und Erzählung als Instrumente der strategischen Ausrichtung in komplexen Organisationen.
Wichtige Erkenntnisse:
- Wie Führungskräfte Erzählungen nutzen, um Organisationen auf eine strategische Ausrichtung auszurichten.
- Der Unterschied zwischen Unternehmenskommunikation und strategischer Erzählung.
- Praktische Modelle zur Entwicklung einer Erzählung, die bei allen Stakeholder-Gruppen Anklang findet.