Henry Chesbrough
Die meisten großen Unternehmen betreiben Innovation nach wie vor in einem geschlossenen Kreislauf: interne Forschung und Entwicklung, interne Produktpipeline, interne Markteinführung. Die Annahme, dass die besten Ideen aus dem eigenen Haus kommen müssen, ist kostspielig, langsam und erweist sich zunehmend als falsch. Die schwierigere Frage ist, wie man externe Ideen einbringt, interne Ideen nach außen trägt und ein Geschäftsmodell aufbaut, das tatsächlich Wert aus beiden Quellen schöpft.
Henry Chesbrough ist Professor an der UC Berkeley und der Luiss-Universität. Er hat den Begriff „Open Innovation“ geprägt und zeigt Unternehmen, wie sie Ideen, die über ihre eigenen Grenzen hinausgehen, erschließen, verwalten und vermarkten können.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Henry Chesbrough zusammenarbeiten
- Er ist der namentlich genannte Autor des Rahmenkonzepts, von dem die meisten Innovationsabteilungen in Unternehmen behaupten, es zu nutzen. Wenn ein Vorstand die ursprüngliche Argumentation statt der Zusammenfassung eines Beraters haben möchte, holt man ihn hinzu.
- Zwei Jahrzehnte Feldforschung bei Procter & Gamble, Intel, IBM, GE, Bayer und Huawei liefern ihm konkrete Belege dafür, wo sich offene Innovation auszahlt und wo sie still und leise scheitert.
- Seine Arbeit erstreckt sich über Forschung und Entwicklung hinaus auf Geschäftsmodelle und Dienstleistungen – genau dort, wo die meisten Open-Innovation-Programme ins Stocken geraten, sobald die „einfachen Erfolge“ aufgebraucht sind.
- Er steht im Zentrum der akademischen und praxisorientierten Netzwerke, die dieses Fachgebiet prägen, darunter das Garwood Center an der Berkeley Haas School of Business und die von ihm gegründete Open Innovation Community.
- Auszeichnungen von Thinkers50 (viermal gelistet), die „Medal of Achievement“ des Industrial Research Institute sowie der „Distinguished Scholar-Practitioner Award“ der Academy of Management festigen sein Ansehen sowohl in akademischen Kreisen als auch in der Wirtschaft.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Fakultätsdirektor des Garwood Center for Corporate Innovation an der Haas School of Business der UC Berkeley.
- Maire-Tecnimont-Professor für Open Innovation an der Luiss-Universität in Rom.
- Autor von „Open Innovation“ (HBS Press, 2003), „Open Business Models“ (2006), „Open Services Innovation“ (2011) und „Open Innovation Results“ (Oxford University Press, 2020).
- Viermal in das Thinkers50-Ranking aufgenommen und 2011 für den Thinkers50 Innovation Award nominiert.
- Ausgezeichnet mit der Medal of Achievement des Industrial Research Institute (2017), dem Herbert-Simon-Preis (2020) und dem Distinguished Scholar-Practitioner Award der Academy of Management (2022).
- Ehrendoktorwürden der Universität Hasselt, der Universität Vic und der Technischen Universität Eindhoven.
Biografie
„Open Innovation“ ist das in den letzten zwanzig Jahren am weitesten verbreitete Konzept in der betrieblichen Forschung und Entwicklung, und Henry Chesbrough ist derjenige, der es benannt hat. Sein 2003 erschienenes Buch enthielt eine einfache These, die die Sichtweise von Unternehmen auf Erfindungen verändert hat: Keine Organisation, wie gut sie auch immer mit Ressourcen ausgestattet sein mag, kann sich ausschließlich auf ihre eigenen Labore verlassen. Die bessere Frage lautet, wie man interne und externe Ideen kombinieren und ein Geschäftsmodell aufbauen kann, das den Wert aus beiden Seiten nutzt.
Diese These hat sich in zwei Jahrzehnten der Feldforschung bewährt. Chesbroughs Arbeit bei Procter & Gamble, Intel, IBM, GE, Bayer und Huawei bildet die Faktengrundlage für „Open Innovation Results“ (Oxford University Press, 2020), das untersucht, warum viele Open-Innovation-Programme ins Stocken geraten und was Unternehmen, die messbare Erträge erzielen, von denen unterscheidet, die lediglich die Fachbegriffe übernehmen.
Seine institutionelle Heimat ist das Garwood Center for Corporate Innovation an der Haas School of Business der UC Berkeley, wo er als Fakultätsdirektor tätig ist. Zudem ist er Maire-Tecnimont-Professor für Open Innovation an der Luiss-Universität in Rom und hatte zuvor einen Lehrstuhl an der ESADE in Barcelona inne. Vor seiner akademischen Laufbahn war er über ein Jahrzehnt lang in der Festplattenindustrie im Silicon Valley tätig und schloss seine Karriere dort als Vice President of Marketing bei der Quantum-Tochtergesellschaft Plus Development ab.
Mit der Reifung des Fachgebiets folgte auch die Anerkennung. Thinkers50 hat ihn viermal in sein Ranking aufgenommen, das Industrial Research Institute verlieh ihm 2017 seine „Medal of Achievement“ und die Academy of Management zeichnete ihn 2022 mit dem „Distinguished Scholar-Practitioner Award“ aus. Für Führungskräfte, die eine Innovationsfunktion neu aufbauen, bietet Chesbrough sowohl die ursprüngliche These als auch die gesammelten Erkenntnisse darüber, was geschieht, wenn diese auf eine reale Gewinn- und Verlustrechnung trifft.
Wichtige Vortragsthemen
- Offene Innovation
- Geschäftsmodellinnovation
- Unternehmensweite F&E-Strategie
- Ökosysteme und externe Partnerschaften für Innovation
- Dienstleistungsinnovation
- Technologievermarktung
- Strategie zum Schutz geistigen Eigentums
Ideal für
- CEOs und CTOs, die für die F&E- und Innovationsportfolios des Unternehmens verantwortlich sind
- Strategievorstände, die den Ansatz des Unternehmens in Bezug auf externe Partnerschaften und Ökosysteme neu ausrichten
- Leiter der Bereiche Corporate Venturing, Open Innovation und Aufbau neuer Geschäftsfelder
- Vorstände und Führungsteams, die die Wirtschaftlichkeit interner gegenüber externer Innovationsbeschaffung prüfen
Lernziele für die Teilnehmer
- Ein klares Verständnis dafür, was „Open Innovation“ jenseits des Begriffs tatsächlich erfordert – direkt von demjenigen, der diesen Begriff geprägt hat.
- Konkrete Beispiele dafür, wo das Modell messbare Ergebnisse erzielt hat und wo große Unternehmen ihre Anstrengungen vergeblich eingesetzt haben.
- Ein schärferes Verständnis dafür, wie Geschäftsmodelle – und nicht nur Technologiepipelines – die Rendite von Innovationsinvestitionen bestimmen.
- Begriffe und Rahmenkonzepte, die Führungskräften helfen, sich darauf zu einigen, was „offen“ für ihre jeweilige Branche bedeutet.