Jeffrey Pfeffer
Die meisten Ausgaben für Führungskräfteentwicklung führen zu keiner messbaren Verbesserung der tatsächlichen Führungspraxis in Unternehmen. Führungskräfte verlassen die Programme voller Tatendrang, kehren jedoch in Systeme zurück, die dieselben Verhaltensweisen belohnen, dieselben Machtstrukturen aufrechterhalten und dieselben Fakten ignorieren. Die Kosten bestehen nicht nur in verschwendeten Mitteln – sie zeigen sich auch in der Fluktuation, im mangelnden Engagement und zunehmend auch in der körperlichen Gesundheit der Belegschaft.
Jeffrey Pfeffer ist Professor an der Stanford Graduate School of Business. Seine evidenzbasierte Forschung zu Macht, Führung und Arbeitsbedingungen stellt die Annahmen in Frage, auf denen die meisten Organisationen bei der Führungskräfteentwicklung und Personalführung basieren.
Full Profile
Warum Unternehmen mit Jeffrey Pfeffer zusammenarbeiten
- Seine Forschung quantifiziert das, was die meisten Personalabteilungen als immateriell betrachten: die messbaren Kosten für die körperliche Gesundheit, die durch Managemententscheidungen in Bezug auf Arbeitsplatzunsicherheit, Autonomie und Arbeitsbelastung entstehen – und liefert Vorständen und Personalvorständen damit datengestützte Argumente für strukturelle Veränderungen anstelle von Wellness-Programmen.
- „Leadership BS“ liefert Führungskräften eine namentlich benannte, fundierte Kritik daran, warum Investitionen in die Führungskräfteentwicklung in der Regel scheitern – sowie ein Rahmenkonzept dafür, wie evidenzbasierte Praxis stattdessen aussehen sollte, das direkt in Gesprächen zur Neugestaltung von Programmen genutzt werden kann.
- Sein Wahlfach „Paths to Power“ an der Stanford University fasst jahrzehntelange Forschung darüber zusammen, wie Macht in Organisationen tatsächlich funktioniert – und nicht, wie sie funktionieren sollte –, und liefert Führungskräften damit eine genaue Übersicht über die Dynamiken, die ihre eigenen Institutionen prägen.
- Er ist einer der wenigen Managementwissenschaftler, deren Arbeit sowohl in Fachzeitschriften mit Peer-Review als auch in den etablierten Wirtschaftsmedien ernsthaft behandelt wurde, wodurch seine Argumente für Vorstände und Führungsgremien zugänglich sind, ohne an analytischer Glaubwürdigkeit einzubüßen.
- Seine Bereitschaft, Positionen zu vertreten, die der Beratungs- und Coaching-Branche widersprechen – zu Führungsmythen, zu Macht, zu Schäden am Arbeitsplatz –, macht ihn zu einer wahrhaft disruptiven Stimme in Führungskräftediskussionen, in denen ein glatter Konsens die Norm ist.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn
- Thomas D. Dee II-Professor für Organisationsverhalten an der Stanford Graduate School of Business – einer der dienstältesten Dozenten der Einrichtung in diesem Fachbereich
- Autor von etwa 15 Büchern, darunter „Dying for a Paycheck“ (HarperBusiness, 2018), „Leadership BS“ (HarperBusiness, 2015) und „Power: Why Some People Have It – and Others Don’t“ (HarperBusiness, 2010)
- Co-Autor zusammen mit Robert Sutton von „Hard Facts, Dangerous Half-Truths, and Total Nonsense“ (Harvard Business School Press, 2006) – einem Standardwerk im Bereich des evidenzbasierten Managements
- Entwickler und langjähriger Dozent des Stanford-MBA-Wahlfachs „Paths to Power“
- Seit mehreren Jahrzehnten in der „Harvard Business Review“ veröffentlicht und dort ausführlich behandelt
- Im Thinkers50-Ranking der weltweit führenden Management-Denker vertreten
Biografie
Jeffrey Pfeffer hat fünf Jahrzehnte lang an der Stanford University eine unbequeme Frage gestellt: Wenn Organisationen massiv in die Führungskräfteentwicklung investieren, warum kommt es dann am Arbeitsplatz immer wieder zu denselben Fehlschlägen? Seine Antwort, die sich über rund 15 Bücher und mehr als 150 wissenschaftliche Artikel erstreckt, lautet: Die meisten Managementpraktiken basieren nicht auf Fakten – sie beruhen auf Optimismus, Ideologie und den Vorlieben einer Branche, die vom Verkauf von Wunschvorstellungen profitiert.
Sein 2015 erschienenes Buch „Leadership BS“ brachte dieses Argument direkt und anhand von Daten auf den Punkt. Die Branche der Führungskräfteentwicklung, so argumentierte Pfeffer, lehre systematisch Eigenschaften – Demut, Authentizität, dienende Führung –, die in realen Organisationen keine Ergebnisse vorhersagen, während sie gleichzeitig ignoriert, was die Fakten tatsächlich darüber aussagen, wie Macht und Autorität funktionieren. „Power: Why Some People Have It – and Others Don’t“ bot die Korrektur: eine nüchterne, forschungsbasierte Darstellung darüber, wie Einfluss aufgebaut und ausgeübt wird, basierend auf seinem langjährigen Wahlfach „Paths to Power“ im MBA-Studiengang an der Stanford University.
„Dying for a Paycheck“, erschienen im Jahr 2018, erweiterte die Argumentation auf Bereiche, über die die meisten Organisationen nur schwer sprechen können. Pfeffer belegte anhand epidemiologischer Daten und Daten aus dem Arbeitsumfeld, dass Managemententscheidungen zu Arbeitsplatzunsicherheit, Autonomie, langen Arbeitszeiten und Sozialleistungen direkte, messbare Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten haben – was den Arbeitsplatz, so argumentierte er, zur fünfthäufigsten Todesursache in den Vereinigten Staaten mache. Die Implikation für Führungskräfte ist erheblich: Das Wohlbefinden der Belegschaft ist keine kulturelle Initiative, sondern eine Folge operativer und strategischer Entscheidungen, die an der Spitze getroffen werden.
Als Thomas D. Dee II-Professor für Organisationsverhalten an der Stanford GSB bringt Pfeffer diese Forschungsergebnisse direkt in die Gespräche der Führungskräfte ein. Sein Mehrwert liegt nicht in einem Programm oder einem Modell – es ist eine fundierte, evidenzbasierte Argumentation, dass Organisationen regelmäßig vermeidbare, kostspielige Fehler im Umgang mit ihren Mitarbeitern begehen, sowie eine klare Darstellung dessen, was es erfordern würde, diese Erkenntnisse ernst zu nehmen.
Wichtige Vortragsthemen
- Evidenzbasierte Management- und Führungspraxis
- Macht und Einfluss in Organisationen
- Die wirtschaftlichen Aspekte von Gesundheit am Arbeitsplatz und Mitarbeiterwohlbefinden
- Führungskräfteentwicklung – was funktioniert und was nicht
- Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterleistung
- Entscheidungsfindung unter organisatorischem Druck
- Strategieumsetzung und die Rolle von Machtdynamiken
Ideal für
- CHROs und CPOs, die die Konzeption und den ROI von Führungskräfteentwicklungsprogrammen überprüfen
- CEOs und Vorstände, die eine evidenzbasierte Hinterfragung der gängigen Managementannahmen anstreben
- Transformationsleiter und Mitarbeiter in der Organisationsentwicklung, die groß angelegte Veränderungsprozesse gestalten
- Leiter von Weiterbildungsprogrammen für Führungskräfte an Business Schools und Unternehmensakademien
Lernergebnisse für die Teilnehmer
- Eine fundierte, datengestützte Kritik an gängigen Annahmen zur Führungskräfteentwicklung – mit konkreten alternativen Ansätzen
- Ein klareres Verständnis dafür, wie Macht und Einfluss in Organisationen tatsächlich wirken – unabhängig von der Struktur formeller Autorität
- Ein praktischer Rahmen für die betriebswirtschaftliche Argumentation, der Managemententscheidungen mit den Ergebnissen hinsichtlich der Gesundheit und Produktivität der Belegschaft verknüpft
- Schärfere Fragen zur Überprüfung bestehender Personalstrategien, Programmgestaltung und Organisationsstruktur
- Ein Fachvokabular zur Unterscheidung zwischen evidenzbasierten Managementpraktiken und gängigen Klischees
Vorträge
Stützt sich auf Pfeffers Buch aus dem Jahr 2018, um aufzuzeigen, wie bestimmte Managementpraktiken – Arbeitsplatzunsicherheit, lange Arbeitszeiten, mangelnde Autonomie – messbare körperliche Schäden verursachen und was Unternehmen daran ändern können.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die epidemiologischen Belege, die einen Zusammenhang zwischen Managemententscheidungen und der Gesundheit der Beschäftigten herstellen
- Welche Arbeitsbedingungen verursachen den größten Schaden und welche Veränderungen bringen den größten Nutzen?
- Wie man das Wohlbefinden der Belegschaft als operatives Führungsthema und nicht als Personalprogramm neu definiert
Eine direkte, evidenzbasierte Kritik an der Führungskräfteentwicklungsbranche und ein praktischer Rahmen dafür, was stattdessen funktioniert.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Die konkreten Mythen, die die Führungskräfteentwicklungsbranche verbreitet, und warum sie keine Vorhersagen über die Führungswirksamkeit zulassen
- Was die Forschung tatsächlich über die Eigenschaften und Verhaltensweisen aussagt, die Führungsergebnisse bestimmen
- Wie Organisationen ihre Investitionen in die Führungskräfteentwicklung neu ausrichten können – basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen statt auf Wunschvorstellungen
Basierend auf Pfeffers seit langem angebotenem Wahlfach im MBA-Studiengang an der Stanford University vermittelt dieser Vortrag Führungskräften ein genaues Bild davon, wie Macht in realen Organisationen erworben, aufrechterhalten und eingesetzt wird.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die Kluft zwischen der formalen Struktur von Autorität und dem tatsächlichen Fluss von Einfluss
- Praktische, durch die Forschung belegte Grundsätze zum Aufbau und zur Ausübung von Macht
- Wie Führungskräfte in der Unternehmenspolitik navigieren können, ohne ihre Werte aufzugeben